Biologie und Lebensweise

Kahlwildverbände bestehen aus weiblichen Stücken und Nachwuchs; Hirsche leben außerhalb der Brunft meist in getrennten Verbänden oder einzeln. Das Geweih wird jährlich abgeworfen und unter Bast neu aufgebaut. In der Brunft sinkt die Nahrungsaufnahme der Hirsche deutlich, während Aktivität und Energieverbrauch steigen. Weibliche Rothirsche (Kahlwild) erreichen ein Gewicht von 70 bis 90 kg, maximal 110 kg. Männliche Rothirsche (Hirsche) erreichen ein Gewicht von 100 bis 160 kg, maximal 250 kg. Die Lebenserwartung eines Rothirsches beträgt in der Regel 10 bis 15 Jahre, maximal 20 Jahre. Rothirsche fressen Gräser, Kräuter, Triebe, Knospen, Blätter, Feldfrüchte und Baumfrüchte. Der Rothirsch ist ein Schalenwildtier und gehört zu den Wiederkäuern.

Ein Hirsch beschlägt inmitten eines Kahlwildrudels ein Tier, im Hintergrund Parklandschaft mit alten Eichen; unten links steht „©Keven Law ~ Saturday October 11th 2008.“ im Bild
Foto: Keven Law · CC BY-SA 2.0

Jahreszyklus

Auf den winterlichen Energiesparbetrieb folgen Geweihwachstum und Setzzeit im Frühjahr, Feistzeit und Verfegen im Sommer sowie die Brunft im Frühherbst. Die genauen Zeitpunkte verschieben sich mit Region, Höhenlage, Alter und Witterung. Ruhe in Winterlebensräumen ist wichtig, weil Fluchten zusätzliche Energie kosten.

Blesshirsch im Wildpark Eekholt
Foto: Marc Watz · CC BY-SA 3.0 de

Lebensraum und Ansprüche

Rothirsche benötigen ein Netz aus ruhigen Einständen, Äsungsflächen und saisonal erreichbaren Teilhabitaten. Die Art ist nicht auf geschlossenen Wald beschränkt. Straßen, Siedlungen, Zäune und dauernde Störung können Wanderungen unterbrechen und Vorkommen voneinander isolieren. Mangelnder Austausch zwischen Vorkommen ist eine Herausforderung für den Artenschutz. Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist die größte in Deutschland regelmäßig vorkommende Hirschart und besiedelt etwa 25 Prozent der Fläche des Bundesgebiets. In Deutschland leben etwa 250.000 Rothirsche. In Deutschland darf der Rothirsch in vielen Regionen, insbesondere in den südlichen Bundesländern, nur in gesetzlich ausgewiesenen Rotwildbezirken existieren. Der Rothirsch ist in Deutschland von der Zerschneidung seiner Lebensräume stärker betroffen als viele andere Wildtierarten. In Baden-Württemberg dürfen Rothirsche nur in fünf gesetzlich festgelegten Rotwildbezirken existieren, die zusammen 4 Prozent der Landesfläche umfassen.

Sardischer Hirsch ( Cervus elaphus corsicanus ), Parco regionale dei Sette fratelli, Sardinien.
Foto: Pjt56 · CC BY-SA 4.0

Anatomie und Fährtenbild

Die große, längliche Schale und ein auf weichem Grund mit abzeichnendes Geäfter helfen bei der Einordnung. Trittsiegel allein erlauben jedoch keine sichere Bestimmung von Geschlecht oder Alter. Losung, Wechsel, Schälstellen und weitere Spuren werden immer im Zusammenhang bewertet.

Ein röhrender Hirsch steht hinter einem äsenden Kahlwildrudel auf einer Grasfläche, im Hintergrund ein Gewässer
Foto: Susanne Primdahl · CC BY 4.0

Altersansprache und Grenzen

Vor dem Schuss ist eine belastbare Einordnung in Altersklassen das realistische Ziel. Einzelmerkmale wie Geweihenden oder Körperhaltung täuschen. Nach dem Erlegen ist der Zahnwechsel bei jungen Stücken aussagekräftig; bei älteren Tieren ist Abrieb nur eine Schätzung. Für genauere Fragestellungen werden Zahnschliffe beziehungsweise Zementzonen untersucht.

Wildeinfluss und Wald

Verbiss und Schälen können Waldverjüngung und Holzqualität beeinflussen. Das österreichische Wildeinflussmonitoring bewertet Entwicklungen auf standardisierten Flächen und zeigt, dass besonders die für klimafitte Mischwälder wichtigen Baumarten regional stark betroffen sein können. Bestandsregulierung, Ruhe, Äsungsangebot und Waldstruktur müssen gemeinsam betrachtet werden.

Trophäe und Bewertung

Eine formale Trophäenbewertung folgt einem festgelegten Messverfahren; sie ersetzt weder Altersbestimmung noch Beurteilung eines Bestands. Geweihmasse und Endenzahl hängen von Alter, Kondition, Lebensraum und Genetik ab und dürfen nicht als einzelnes Abschusskriterium missverstanden werden.

Jagdliche Einordnung

Die Jagd erfordert sicheres Ansprechen, Muttertierschutz und einen zum Gelände passenden Schuss. Nach dem Schuss werden Anschuss und Fluchtrichtung ruhig dokumentiert; bei Zweifel wird nicht planlos nachgegangen, sondern ein geeignetes Nachsuchengespann eingesetzt.

Wildbret und Verwertung

Rothirsch liefert dunkles, mageres Wildbret. Entscheidend sind ein tierschutzgerechter Schuss, zügige hygienische Erstversorgung, kontrollierte Kühlung und die Untersuchung nach dem jeweils geltenden Lebensmittelrecht; starre Reifezeiten ohne Kenntnis von Temperatur und Stückzustand sind keine sichere Empfehlung.

Sichere Erkennung

Männliche Stücke (Hirsche) tragen ein markantes, ausladendes Geweih, das jährlich abgeworfen und neu gebildet wird. Die Sommerdecke ist rötlich-braun, die Winterdecke graubraun. Typisch ist der deutliche Geschlechtsdimorphismus in Größe und Gewicht.

Bestand und Management

Die Deutsche Wildtier Stiftung nennt für Deutschland einen Bestand in der Größenordnung von rund 220.000 bis 250.000 Tieren und rund 70.000 jährliche Abschüsse. Rotwildbezirke und Zerschneidung isolieren Vorkommen; genetischer Austausch und Muttertierschutz sind zentrale Managementfragen. Verbiss und Schälen werden über Wildeinflussmonitoring bewertet. Jagdzeiten und Abschusspläne gelten ausschließlich regional.

Bestandszahlen und Jagdstrecke

Die Bestände nehmen in einigen Regionen zu. Die Deutsche Wildtier Stiftung nennt für verschiedene Landesteile in Deutschland einen Bestand in der Größenordnung von rund 220.000 Tieren, Tendenz steigend. In Deutschland werden jährlich rund 70.000 Rothirsche erlegt. Die Bestände der Rothirsche in Deutschland sind aktuell nicht bedroht. Die Verinselung der Vorkommen des Rothirsches führt zu einem zunehmenden Verlust an genetischer Vielfalt. Der Bestand in Deutschland beträgt ca. 250.000 Exemplare.

Krankheiten und Fallwild

Deshalb gilt der Abschuss von Alttieren, wodurch Kälber zu Waisen werden, als Straftat. Für die durchgängige Beachtung des Muttertierschutzes bei der Jagd auf Rothirsche engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung.

Bejagung und Hege

Seit Gründung der Deutschen Wildtier Stiftung engagiert sie sich für die Schaffung zusätzlicher Lebensräume für den Rothirsch. Es gibt ein Verbot, Rothirsche zur Nachtzeit zu erlegen, das von 1 1/2 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1 1/2 Stunden vor Sonnenaufgang gilt. Bei der Bejagung des Rothirsches liegt die größte Schwierigkeit darin, Alttiere, das heißt mehrjährige Hirschkühe, tierschutzgerecht zu erlegen. Der Abschuss von Alttieren, also mehrjährigen Hirschkühen, ist bei der Jagd auf Rothirsche in Deutschland unter Berücksichtigung des Muttertierschutzes geregelt.

Schutz und rechtlicher Rahmen

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Art in Deutschland fast ausgestorben, seitdem entwickelten sich jedoch erneut große Bestände. Durch die Verinselung der Vorkommen geht aber immer mehr genetische Vielfalt verloren. Nach Ansicht der Deutschen Wildtier Stiftung sollen die Rotwildbezirke aufgehoben werden, sodass das Rotwild seinen Lebensraum eigenständig wählen kann. Per Gesetz ist in Baden-Württemberg festgelegt, dass der Rothirsch lediglich auf 4 Prozent der Landesfläche vorkommen darf, während die Art auf den übrigen 96 Prozent beseitigt werden muss. In Österreich ist das Rotwild Teil der Schalenwildgruppe, zu der auch Damwild, Sikawild, Elchwild und Rehwild gehören. In der Jagdpraxis wird der Rothirsch (Cervus elaphus) in Österreich als 'Rothirsch' bezeichnet.

Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES Nicht gelistet · EU Nicht gelistet

Artenschutz & Handelsstatus: Rothirsch

Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.

Bestimmungen für Ein- & Ausfuhr (Jagdtrophäen):
  • Keine CITES-Genehmigung erforderlich
  • Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
  • Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten

Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.

Regionalformen

Regionale Populationen bleiben in derselben jagdlichen Klasse. Norwegisches Rotwild ist Rotwild, kein eigener Artsteckbrief.

  • Mitteleuropäisches Rotwild – Jagdliche Klasse Rotwild (Cervus elaphus).
  • Norwegisches Rotwild – Bleibt Rotwild, kein eigener Artsteckbrief und kein Elch.
  • Schottisches Rotwild – Kleinere Insel- und Hochlandformen, jagdlich Rotwild.
  • Karpatenrotwild – Schwere östliche Form, jagdlich Rotwild.

Alters- und Kategorieansprache

Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).

Ansprachemerkmale & Kriterien

Gebissentwicklung (P3-Wechsel mit ca. 24-28 Monaten, M3-Vollendung); Zahnabschliff / Zementzonenanalyse; Rosenstockneigung und -höhe (alte Hirsche haben kurze, dicke, weit auseinander stehende Rosenstöcke); Stangenmasse (Schwerpunkt im unteren Drittel bei alten Hirschen); Körperhaltung (Träger waagerecht getragen, Wamme, tief eingesenkte Flanken).

Gebissentwicklung & Zahnabschliff

Kalb (Milchgebiss mit 3-teiligem P3); Schmaltier/Spießer (ca. 14-18 Monate: Milch-P3 noch vorhanden oder im Wechsel); 2- bis 3-jährig (Dauergebiss komplett, P3 2-teilig); 5- bis 9-jährig (mäßiger bis deutlicher Abrieb der Molarenkuppen); 10+ Jahre (weitgehender Abschliff des Zahnschmelzes bis zum Zahnfleischrand).

Altersklassen & Klassifizierung

Klasse III (Jugendklasse: Hirsche 1- bis 4-jährig, Kahlwild); Klasse II (Mittelklasse: 5- bis 9-jährig, Bestandsstützen mit Entwicklungspotenzial); Klasse I (Ernteklasse: 10+ Jahre alte Hirsche, vollreife Trophäenträger).

Vergleichbare & verwandte Wildarten

Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Große Cerviden.

Sikahirsche sind deutlich kleiner als der Rothirsch, besitzen einen auffälligen weißen, schwarz umrandeten Spiegel und behalten oft im Sommer ein geflecktes Haarkleid; ihr Brunftruf ist ein hohes Pfeifen. Das Damwild ist ebenfalls kleiner und gedrungener, hat einen längeren Schwanz (Wedel) mit deutlichem schwarzem Mittelstrich und entwickelt Schaufeln statt eines reinen Stangengeweihs; das gefleckte Sommerkleid ist typisch für Damwild, kommt beim adulten Rothirsch aber nicht vor. Gegenüber dem nah verwandten nordamerikanischen Wapiti (Cervus canadensis) ist der Rothirsch etwas kleiner und besitzt ein tiefer grollendes Brunftröhren im Gegensatz zum hellen Pfeifton ('Bugle') des Wapitis.

Verbreitung

Nachgewiesene Vorkommen von Rothirsch nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.

Kartengrundlage: Natural Earth (Public Domain, CC0) · Kartenstand: · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.

Verbreitung von Rothirsch

Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.

Chile: Vorkommen nachgewiesen Argentinien: Vorkommen nachgewiesen Ukraine: Vorkommen nachgewiesen Litauen: Vorkommen nachgewiesen Uruguay: Vorkommen nachgewiesen Deutschland: Vorkommen nachgewiesen Estland: Vorkommen nachgewiesen Lettland: Vorkommen nachgewiesen Norwegen: Vorkommen nachgewiesen Schweden: Vorkommen nachgewiesen Luxemburg: Vorkommen nachgewiesen Belgien: Vorkommen nachgewiesen Georgien: Vorkommen nachgewiesen Türkei: Vorkommen nachgewiesen Spanien: Vorkommen nachgewiesen Dänemark: Vorkommen nachgewiesen Rumänien: Vorkommen nachgewiesen Ungarn: Vorkommen nachgewiesen Slowakei: Vorkommen nachgewiesen Polen: Vorkommen nachgewiesen Vereinigtes Königreich: Vorkommen nachgewiesen Österreich: Vorkommen nachgewiesen Schweiz: Vorkommen nachgewiesen Niederlande: Vorkommen nachgewiesen Serbien: Vorkommen nachgewiesen Kroatien: Vorkommen nachgewiesen Bulgarien: Vorkommen nachgewiesen Bosnien und Herzegowina: Vorkommen nachgewiesen Australien: Vorkommen nachgewiesen Neuseeland: Vorkommen nachgewiesen Luxemburg: Vorkommen nachgewiesen Liechtenstein: Vorkommen nachgewiesen Burgenland (Österreich) Kärnten (Österreich) Niederösterreich (Österreich) Oberösterreich (Österreich) Salzburg (Österreich) Steiermark (Österreich) Tirol (Österreich) Vorarlberg (Österreich) Appenzell Innerrhoden (Schweiz) Appenzell Ausserrhoden (Schweiz) Bern (Schweiz) Freiburg (Schweiz) Glarus (Schweiz) Graubünden (Schweiz) Luzern (Schweiz) Neuenburg (Schweiz) Nidwalden (Schweiz) Obwalden (Schweiz) St. Gallen (Schweiz) Schwyz (Schweiz) Tessin (Schweiz) Uri (Schweiz) Waadt (Schweiz) Wallis (Schweiz) Brandenburg (Deutschland) Baden-Württemberg (Deutschland) Bayern (Deutschland) Hessen (Deutschland) Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) Niedersachsen (Deutschland) Nordrhein-Westfalen (Deutschland) Rheinland-Pfalz (Deutschland) Schleswig-Holstein (Deutschland) Saarland (Deutschland) Sachsen (Deutschland) Sachsen-Anhalt (Deutschland) Thüringen (Deutschland) Ungarn (Donau-Auen, Gemenc, Zala & Puszta) Polen (Masuren, Pommern & Karpaten-Vorland) Rumänien (Europa) Kroatien (Europa) Serbien (Europa) Bulgarien (Europa) Spanien (Europa) Schweden (Europa) Türkei (Asien) Argentinien (Südamerika) Neuseeland (Ozeanien) Schottische Highlands Gredos & Iberische Gebirge Karpaten & Siebenbürgen Patagonien & La Pampa Südinsel & Neuseeländische Alpen
  • Land mit Nachweis
  • Jagdregion mit Profil

Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.

Global Biodiversity Information FacilityGBIF Taxon #2440958

Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Rothirsch

GBIF Taxon
GBIF-Nachweise von Rothirsch (Cervus elaphus) in Europa. Gelbe bis rote Punkte: Dichte wissenschaftlicher Beobachtungen.
Dichte wissenschaftlicher Nachweise
EinzelfundeHohe Dichte

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 23. Oktober 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR

Bürgerwissenschaften & MonitoringiNaturalist

Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Rothirsch

Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.

Wo diese Art vorkommt

Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum

Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Die Tabelle gibt die Zeiten für Rothirsch aus 40 Verordnungen wieder. Verbindlich ist die amtliche Fassung, die auf der jeweiligen Rechtsraumseite verlinkt ist.

Jagdzeiten für Rothirsch nach Rechtsraum
Rechtsraum Wildklasse Jagdzeit
Burgenland (AT) Hirsche der Klassen I, II, III 15. August bis 31. Dezember
Burgenland (AT) Schmalspießer 1. Mai bis 31. Dezember
Burgenland (AT) Schmaltiere 1. Mai bis 15. Januar
Burgenland (AT) Tiere und Nachwuchsstücke 1. August bis 15. Januar
Wien (AT) Hirsche 1. August bis 31. Dezember
Wien (AT) Schmalspießer 1. Mai bis 31. Dezember
Wien (AT) Schmaltiere 1. Mai bis 31. Dezember
Wien (AT) sonstige Tiere und Kälber 1. Juli bis 31. Dezember
Salzburg (AT) Spießer 1. Mai bis 31. Dezember
Salzburg (AT) Hirsche der Klasse III 1. August bis 31. Dezember
Salzburg (AT) Hirsche der Klassen II und I 1. August bis 15. November
Salzburg (AT) Schmaltiere 1. Mai bis 31. Dezember
Salzburg (AT) Tiere und Kälber 1. Juli bis 31. Dezember
Kärnten (AT) Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nicht führende Tiere 1. Mai bis 31. Dezember
Kärnten (AT) Hirsche der Klasse III 1. August bis 31. Dezember
Kärnten (AT) Hirsche der Klasse I und II 1. August bis 31. Dezember
Kärnten (AT) führende Tiere und Rotwildkälber 1. Juli bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) Hirsche der Altersklassen I und II 1. August bis 30. November
Niederösterreich (AT) Hirsche der Altersklasse III 1. August bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) Schmalspießer 1. Mai bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) Schmaltiere 1. Mai bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) Kalb 1. Juli bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) sonstige Tiere 1. Juli bis 31. Dezember
Oberösterreich (AT) Ier, IIer und IIIer Hirsch (mit Ausnahme des Schmalspießers) 1. August bis 31. Dezember
Oberösterreich (AT) führendes Tier, nichtführendes Tier, Kalb 16. Juli bis 31. Dezember
Oberösterreich (AT) Schmaltier und Schmalspießer 1. Mai bis 31. Dezember
Steiermark (AT) Hirsche der Klassen I und II 1. August bis 31. Dezember
Steiermark (AT) Hirsche der Klasse III 1. August bis 31. Dezember
Steiermark (AT) nichtführende Tiere 1. Juni bis 31. Dezember
Steiermark (AT) Schmaltiere und Schmalspießer 15. Mai bis 31. Dezember
Steiermark (AT) führende Tiere und Kälber 1. Juli bis 31. Dezember
Tirol (AT) Hirsche der Klasse I 1. August bis 15. November
Tirol (AT) Hirsche der Klassen II und III (ausgenommen Schmalspießer) 1. August bis 31. Dezember
Tirol (AT) beschlagene oder führende Tiere und Kälber 1. Juli bis 31. Dezember
Tirol (AT) Schmalspießer, Schmaltiere und nichtführende Tiere 1. Mai bis 31. Dezember
Vorarlberg (AT) Hirsche der Klasse IIa ganzjährig geschont
Vorarlberg (AT) Hirsche der Klasse I und IIb 16. August bis 15. November
Vorarlberg (AT) Hirsche der Klasse III 16. August bis 30. November
Vorarlberg (AT) Schmaltiere, nichtführende Tiere und Schmalspieße 1. Juni bis 31. Dezember
Vorarlberg (AT) führende Tiere und Kälber 1. Juli bis 31. Dezember
Zürich (CH) alle Klassen 2. August bis 31. Dezember
Aargau (CH) alle Klassen 1. August bis 14. September
Aargau (CH) alle Klassen 16. Oktober bis 31. Dezember
Solothurn (CH) alle Klassen 1. August bis 30. September
Luzern (CH) Fassung bis alle Klassen 1. August bis 15. Dezember
Zug (CH) Fassung bis Hochwildjagd 1. September bis 23. September
St. Gallen (CH) Fassung bis alle Klassen 15. August bis 19. Dezember
Appenzell Ausserrhoden (CH) Fassung bis erste Jagdperiode 1. September bis 19. September
Appenzell Ausserrhoden (CH) zweite Jagdperiode 9. November bis 5. Dezember
Graubünden (CH) Fassung bis Hochjagd, erste Phase 3. September bis 13. September
Graubünden (CH) Hochjagd, zweite Phase 21. September bis 30. September
Graubünden (CH) Sonderjagd 31. Oktober bis 20. Dezember
Uri (CH) Fassung bis Hochwildjagd 7. September bis 19. September
Uri (CH) Hirschspiesser über Lauscherhöhe 18. September bis 19. September
Uri (CH) zusätzliche Hirschjagd, nicht führende Kühe und Schmaltiere 28. September bis 30. September
Schwyz (CH) Fassung bis Hochwildjagd 1. September bis 19. September
Schwyz (CH) zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild 7. November bis 7. November
Schwyz (CH) zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild 12. November bis 14. November
Schwyz (CH) zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild 19. November bis 21. November
Nidwalden (CH) Fassung bis Hochjagd 1. September bis 22. September
Obwalden (CH) Fassung bis Hochjagd, längstens 1. September bis 24. September
Obwalden (CH) Regulationsjagd an den in Art. 16 genannten Tagen 30. Oktober bis 12. Dezember
Bern (CH) Patent C 1. September bis 20. September
Bern (CH) Patent C 10. Oktober bis 15. November
Waadt (CH) Fassung bis Equipe Alpen und Ebene, genannte Tage 1. September bis 11. September
Waadt (CH) Equipe Alpen und Ebene, genannte Tage 2. November bis 12. Dezember
Waadt (CH) Einzeljagd 1. Oktober bis 11. Dezember
Wallis (CH) Fassung bis Permis A, Montag bis Samstag 21. September bis 3. Oktober
Tessin (CH) Fassung bis Hochjagd, nach Tagesraster der Tabelle 5. September bis 27. September
Bayern (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Bayern (DE) Schmaltiere 1. Juni bis 31. Januar
Bayern (DE) Alttiere 1. August bis 31. Januar
Bayern (DE) Schmalspießer 1. Juni bis 31. Januar
Bayern (DE) alle übrigen Hirsche 1. August bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Schmalspießer und Schmaltiere (Frühjahr) 1. Mai bis 15. Juni
Baden-Württemberg (DE) Schmalspießer und Schmaltiere (Sommer bis Winter) 1. August bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Hirsche und Alttiere 1. August bis 31. Januar
Nordrhein-Westfalen (DE) Fassung bis alle Klassen 1. August bis 31. Januar
Nordrhein-Westfalen (DE) Schmaltiere und Schmalspießer 1. Mai bis 31. Mai
Niedersachsen (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Niedersachsen (DE) Schmalspießer und Schmaltiere (Frühjahr) 1. April bis 15. Mai
Niedersachsen (DE) Schmalspießer und Schmaltiere (Sommer bis Winter) 1. August bis 31. Januar
Brandenburg (DE) Schmalspießer und Schmaltier 16. April bis 15. Januar
Brandenburg (DE) Hirsch, Alttier und Kalb 1. August bis 15. Januar
Sachsen (DE) Kälber, Schmalspießer und Schmaltiere 1. August bis 31. Januar
Berlin (DE) Kälber 1. August bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes)
Berlin (DE) Schmalspießer 1. Juni bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes)
Berlin (DE) Schmaltiere 1. Juni bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes)
Berlin (DE) Hirsche und Alttiere 1. August bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes)
Bremen (DE) Kälber 1. August bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes)
Bremen (DE) Schmalspießer 1. Juni bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes)
Bremen (DE) Schmaltiere 1. Juni bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes)
Bremen (DE) Hirsche und Alttiere 1. August bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes)
Hamburg (DE) Schmalspießer 1. Juni bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Schmalspießer 1. Mai bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Schmaltiere 1. Mai bis 30. Juni (und 01.08. bis 31.01.)
Sachsen-Anhalt (DE) Schmaltiere 1. August bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Hirsche und Alttiere 1. August bis 31. Januar
Schleswig-Holstein (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Schleswig-Holstein (DE) Schmalspießer 1. Mai bis 31. Januar
Schleswig-Holstein (DE) Schmaltiere 1. Mai bis 31. Mai (und 01.08. bis 31.01.)
Schleswig-Holstein (DE) Schmaltiere 1. August bis 31. Januar
Saarland (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Saarland (DE) Schmalspießer 1. Juni bis 31. Januar
Saarland (DE) Schmaltiere 1. Juni bis 31. Januar
Saarland (DE) Hirsche u. Alttiere 1. August bis 31. Januar
Thüringen (DE) Fassung bis Alttiere, Kälber 1. August bis 15. Januar
Thüringen (DE) Schmaltiere, Hirsche 1-jährig 16. Juni bis 15. Januar
Thüringen (DE) Hirsche 2-jährig und älter 1. August bis 15. Januar
Rheinland-Pfalz (DE) Fassung bis Kälber 1. August bis 31. Januar
Rheinland-Pfalz (DE) Schmaltiere, Schmalspießer 1. Mai bis 31. Januar
Rheinland-Pfalz (DE) Alttiere, Hirsche 1. August bis 31. Januar
Mecklenburg-Vorpommern (DE) Kälber 1. August bis 31. Januar
Mecklenburg-Vorpommern (DE) Schmalspießer und Schmaltiere 16. April bis 31. Januar

Jagdrecht und Verordnungen aller Bundesländer und Kantone

Wissenschaftliche Arbeiten zu Rothirsch

Ausgewählte Studien zur Biologie, Raumnutzung, Nahrung oder dem Management dieser Art.

Häufige Fragen zu Rothirsch

Wie erkennt man das Alter eines Rothirsches im Revier?

Vor dem Schuss ist nur eine Altersklasse abschätzbar. Körperbau, Haupt- und Trägerhaltung, Verhalten und Geweihentwicklung liefern Hinweise, aber kein exaktes Alter. Auch der Zahnabschliff nach dem Erlegen bleibt standortabhängig; präziser sind standardisierte Zahnschliff- beziehungsweise Zementzonenverfahren.

Wann brunftet der Rothirsch?

In Mitteleuropa liegt die Brunft überwiegend im Frühherbst, regional und witterungsbedingt mit Verschiebungen. Jagdzeiten sind davon getrennt und ausschließlich in der geltenden Verordnung des jeweiligen Rechtsraums zu prüfen.

Was sind Grandeln beim Rothirsch?

Grandeln sind die verkümmerten Eckzähne im Oberkiefer des Rothirsches (und der Hirschkuh). Sie gelten als begehrte Jagdtrophäe und werden häufig in Trachtenschmuck eingefasst.

Ist der Rothirsch ein reines Waldtier?

Nein. Die Art nutzt strukturreiche, halboffene Landschaften und wechselt großräumig zwischen Äsungs-, Ruhe- und Winterlebensräumen. Störung und Zerschneidung können sie stärker in deckungsreiche Wälder drängen.

Warum entstehen Schälschäden?

Beim Schälen wird Rinde aufgenommen. Umfang und räumliche Konzentration hängen unter anderem von Bestand, Äsungsangebot, Winterlebensraum und Störung ab. Für die Bewertung zählt ein standardisiertes Monitoring der Waldverjüngung statt einer Einzelbeobachtung.

Quellen und Evidenz

8 Einträge
  1. Fachverband / Körperschaft Abruf: 9.8.2026

    Rothirsch

    Deutsche Wildtier Stiftung Primärdokument öffnen ↗
  2. Amtliche Primärquelle Abruf: 9.8.2026

    BFW-Praxisinformation 57: Mischwälder sind stärker vom Wildeinfluss betroffen

    Bundesforschungszentrum für Wald Primärdokument öffnen ↗
  3. Ergänzende Fachquelle Abruf: 9.8.2026

    Jahresbericht 2023 - Altersdiagnostik an Zahnschliffen

    Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Vetmeduni Wien Primärdokument öffnen ↗
  4. Ergänzende Fachquelle

    Der Rothirsch

    Franckh-Kosmos Verlags-GmbH Primärdokument öffnen ↗
  5. Ergänzende Fachquelle

    Schalenwild: Rotwild

    jagdwissen-online.de Primärdokument öffnen ↗
  6. Amtliche Primärquelle Abruf: 12.10.2026

    Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere Deutschlands

    Rote-Liste-Zentrum / BfN Primärdokument öffnen ↗
  7. Ergänzende Fachquelle Abruf: 12.10.2026

    CITES Checklist / Species+ Database

  8. Fachverband / Körperschaft Abruf: 12.10.2026

    Österreichische Jagdstatistik 2023/24

    Hohe Jagd & Fischerei Primärdokument öffnen ↗

Geltung und Prüfstand

Gilt für
Biologie und jagdliche Klasse Rotwild, inklusive norwegischer und anderer Regionalformen. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
Inhalt geprüft