Biologie und Lebensweise
Kahlwildverbände bestehen aus weiblichen Stücken und Nachwuchs; Hirsche leben außerhalb der Brunft meist in getrennten Verbänden oder einzeln. Das Geweih wird jährlich abgeworfen und unter Bast neu aufgebaut. In der Brunft sinkt die Nahrungsaufnahme der Hirsche deutlich, während Aktivität und Energieverbrauch steigen. Weibliche Rothirsche (Kahlwild) erreichen ein Gewicht von 70 bis 90 kg, maximal 110 kg. Männliche Rothirsche (Hirsche) erreichen ein Gewicht von 100 bis 160 kg, maximal 250 kg. Die Lebenserwartung eines Rothirsches beträgt in der Regel 10 bis 15 Jahre, maximal 20 Jahre. Rothirsche fressen Gräser, Kräuter, Triebe, Knospen, Blätter, Feldfrüchte und Baumfrüchte. Der Rothirsch ist ein Schalenwildtier und gehört zu den Wiederkäuern.

Jahreszyklus
Auf den winterlichen Energiesparbetrieb folgen Geweihwachstum und Setzzeit im Frühjahr, Feistzeit und Verfegen im Sommer sowie die Brunft im Frühherbst. Die genauen Zeitpunkte verschieben sich mit Region, Höhenlage, Alter und Witterung. Ruhe in Winterlebensräumen ist wichtig, weil Fluchten zusätzliche Energie kosten.

Lebensraum und Ansprüche
Rothirsche benötigen ein Netz aus ruhigen Einständen, Äsungsflächen und saisonal erreichbaren Teilhabitaten. Die Art ist nicht auf geschlossenen Wald beschränkt. Straßen, Siedlungen, Zäune und dauernde Störung können Wanderungen unterbrechen und Vorkommen voneinander isolieren. Mangelnder Austausch zwischen Vorkommen ist eine Herausforderung für den Artenschutz. Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist die größte in Deutschland regelmäßig vorkommende Hirschart und besiedelt etwa 25 Prozent der Fläche des Bundesgebiets. In Deutschland leben etwa 250.000 Rothirsche. In Deutschland darf der Rothirsch in vielen Regionen, insbesondere in den südlichen Bundesländern, nur in gesetzlich ausgewiesenen Rotwildbezirken existieren. Der Rothirsch ist in Deutschland von der Zerschneidung seiner Lebensräume stärker betroffen als viele andere Wildtierarten. In Baden-Württemberg dürfen Rothirsche nur in fünf gesetzlich festgelegten Rotwildbezirken existieren, die zusammen 4 Prozent der Landesfläche umfassen.

Anatomie und Fährtenbild
Die große, längliche Schale und ein auf weichem Grund mit abzeichnendes Geäfter helfen bei der Einordnung. Trittsiegel allein erlauben jedoch keine sichere Bestimmung von Geschlecht oder Alter. Losung, Wechsel, Schälstellen und weitere Spuren werden immer im Zusammenhang bewertet.

Altersansprache und Grenzen
Vor dem Schuss ist eine belastbare Einordnung in Altersklassen das realistische Ziel. Einzelmerkmale wie Geweihenden oder Körperhaltung täuschen. Nach dem Erlegen ist der Zahnwechsel bei jungen Stücken aussagekräftig; bei älteren Tieren ist Abrieb nur eine Schätzung. Für genauere Fragestellungen werden Zahnschliffe beziehungsweise Zementzonen untersucht.
Wildeinfluss und Wald
Verbiss und Schälen können Waldverjüngung und Holzqualität beeinflussen. Das österreichische Wildeinflussmonitoring bewertet Entwicklungen auf standardisierten Flächen und zeigt, dass besonders die für klimafitte Mischwälder wichtigen Baumarten regional stark betroffen sein können. Bestandsregulierung, Ruhe, Äsungsangebot und Waldstruktur müssen gemeinsam betrachtet werden.
Trophäe und Bewertung
Eine formale Trophäenbewertung folgt einem festgelegten Messverfahren; sie ersetzt weder Altersbestimmung noch Beurteilung eines Bestands. Geweihmasse und Endenzahl hängen von Alter, Kondition, Lebensraum und Genetik ab und dürfen nicht als einzelnes Abschusskriterium missverstanden werden.
Jagdliche Einordnung
Die Jagd erfordert sicheres Ansprechen, Muttertierschutz und einen zum Gelände passenden Schuss. Nach dem Schuss werden Anschuss und Fluchtrichtung ruhig dokumentiert; bei Zweifel wird nicht planlos nachgegangen, sondern ein geeignetes Nachsuchengespann eingesetzt.
Wildbret und Verwertung
Rothirsch liefert dunkles, mageres Wildbret. Entscheidend sind ein tierschutzgerechter Schuss, zügige hygienische Erstversorgung, kontrollierte Kühlung und die Untersuchung nach dem jeweils geltenden Lebensmittelrecht; starre Reifezeiten ohne Kenntnis von Temperatur und Stückzustand sind keine sichere Empfehlung.
Sichere Erkennung
Männliche Stücke (Hirsche) tragen ein markantes, ausladendes Geweih, das jährlich abgeworfen und neu gebildet wird. Die Sommerdecke ist rötlich-braun, die Winterdecke graubraun. Typisch ist der deutliche Geschlechtsdimorphismus in Größe und Gewicht.
Bestand und Management
Die Deutsche Wildtier Stiftung nennt für Deutschland einen Bestand in der Größenordnung von rund 220.000 bis 250.000 Tieren und rund 70.000 jährliche Abschüsse. Rotwildbezirke und Zerschneidung isolieren Vorkommen; genetischer Austausch und Muttertierschutz sind zentrale Managementfragen. Verbiss und Schälen werden über Wildeinflussmonitoring bewertet. Jagdzeiten und Abschusspläne gelten ausschließlich regional.
Bestandszahlen und Jagdstrecke
Die Bestände nehmen in einigen Regionen zu. Die Deutsche Wildtier Stiftung nennt für verschiedene Landesteile in Deutschland einen Bestand in der Größenordnung von rund 220.000 Tieren, Tendenz steigend. In Deutschland werden jährlich rund 70.000 Rothirsche erlegt. Die Bestände der Rothirsche in Deutschland sind aktuell nicht bedroht. Die Verinselung der Vorkommen des Rothirsches führt zu einem zunehmenden Verlust an genetischer Vielfalt. Der Bestand in Deutschland beträgt ca. 250.000 Exemplare.
Krankheiten und Fallwild
Deshalb gilt der Abschuss von Alttieren, wodurch Kälber zu Waisen werden, als Straftat. Für die durchgängige Beachtung des Muttertierschutzes bei der Jagd auf Rothirsche engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung.
Bejagung und Hege
Seit Gründung der Deutschen Wildtier Stiftung engagiert sie sich für die Schaffung zusätzlicher Lebensräume für den Rothirsch. Es gibt ein Verbot, Rothirsche zur Nachtzeit zu erlegen, das von 1 1/2 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1 1/2 Stunden vor Sonnenaufgang gilt. Bei der Bejagung des Rothirsches liegt die größte Schwierigkeit darin, Alttiere, das heißt mehrjährige Hirschkühe, tierschutzgerecht zu erlegen. Der Abschuss von Alttieren, also mehrjährigen Hirschkühen, ist bei der Jagd auf Rothirsche in Deutschland unter Berücksichtigung des Muttertierschutzes geregelt.
Schutz und rechtlicher Rahmen
In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Art in Deutschland fast ausgestorben, seitdem entwickelten sich jedoch erneut große Bestände. Durch die Verinselung der Vorkommen geht aber immer mehr genetische Vielfalt verloren. Nach Ansicht der Deutschen Wildtier Stiftung sollen die Rotwildbezirke aufgehoben werden, sodass das Rotwild seinen Lebensraum eigenständig wählen kann. Per Gesetz ist in Baden-Württemberg festgelegt, dass der Rothirsch lediglich auf 4 Prozent der Landesfläche vorkommen darf, während die Art auf den übrigen 96 Prozent beseitigt werden muss. In Österreich ist das Rotwild Teil der Schalenwildgruppe, zu der auch Damwild, Sikawild, Elchwild und Rehwild gehören. In der Jagdpraxis wird der Rothirsch (Cervus elaphus) in Österreich als 'Rothirsch' bezeichnet.
Artenschutz & Handelsstatus: Rothirsch
Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.
- Keine CITES-Genehmigung erforderlich
- Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
- Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten
Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.
Regionalformen
Regionale Populationen bleiben in derselben jagdlichen Klasse. Norwegisches Rotwild ist Rotwild, kein eigener Artsteckbrief.
- Mitteleuropäisches Rotwild – Jagdliche Klasse Rotwild (Cervus elaphus).
- Norwegisches Rotwild – Bleibt Rotwild, kein eigener Artsteckbrief und kein Elch.
- Schottisches Rotwild – Kleinere Insel- und Hochlandformen, jagdlich Rotwild.
- Karpatenrotwild – Schwere östliche Form, jagdlich Rotwild.
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Gebissentwicklung (P3-Wechsel mit ca. 24-28 Monaten, M3-Vollendung); Zahnabschliff / Zementzonenanalyse; Rosenstockneigung und -höhe (alte Hirsche haben kurze, dicke, weit auseinander stehende Rosenstöcke); Stangenmasse (Schwerpunkt im unteren Drittel bei alten Hirschen); Körperhaltung (Träger waagerecht getragen, Wamme, tief eingesenkte Flanken).
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Kalb (Milchgebiss mit 3-teiligem P3); Schmaltier/Spießer (ca. 14-18 Monate: Milch-P3 noch vorhanden oder im Wechsel); 2- bis 3-jährig (Dauergebiss komplett, P3 2-teilig); 5- bis 9-jährig (mäßiger bis deutlicher Abrieb der Molarenkuppen); 10+ Jahre (weitgehender Abschliff des Zahnschmelzes bis zum Zahnfleischrand).
Altersklassen & Klassifizierung
Klasse III (Jugendklasse: Hirsche 1- bis 4-jährig, Kahlwild); Klasse II (Mittelklasse: 5- bis 9-jährig, Bestandsstützen mit Entwicklungspotenzial); Klasse I (Ernteklasse: 10+ Jahre alte Hirsche, vollreife Trophäenträger).
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Große Cerviden.
Sikahirsche sind deutlich kleiner als der Rothirsch, besitzen einen auffälligen weißen, schwarz umrandeten Spiegel und behalten oft im Sommer ein geflecktes Haarkleid; ihr Brunftruf ist ein hohes Pfeifen. Das Damwild ist ebenfalls kleiner und gedrungener, hat einen längeren Schwanz (Wedel) mit deutlichem schwarzem Mittelstrich und entwickelt Schaufeln statt eines reinen Stangengeweihs; das gefleckte Sommerkleid ist typisch für Damwild, kommt beim adulten Rothirsch aber nicht vor. Gegenüber dem nah verwandten nordamerikanischen Wapiti (Cervus canadensis) ist der Rothirsch etwas kleiner und besitzt ein tiefer grollendes Brunftröhren im Gegensatz zum hellen Pfeifton ('Bugle') des Wapitis.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Rothirsch nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
- Argentinien
- Australien
- Belgien
- Bosnien und Herzegowina
- Bulgarien
- Chile
- Deutschland
- Dänemark
- Estland
- Georgien
- Kroatien
- Lettland
- Liechtenstein
- Litauen
- Luxemburg
- Neuseeland
- Niederlande
- Norwegen
- Polen
- Rumänien
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Slowakei
- Spanien
- Türkei
- Ukraine
- Ungarn
- Uruguay
- Vereinigtes Königreich
- Österreich
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Verbreitung von Rothirsch
Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.
- Land mit Nachweis
- Jagdregion mit Profil
Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.
Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Rothirsch

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 23. Oktober 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Rothirsch
Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.
Wo diese Art vorkommt
DACH 37
Bundesländer und Kantone mit Regionsprofil
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Bern
- Brandenburg
- Burgenland
- Freiburg
- Glarus
- Graubünden
- Hessen
- Kärnten
- Luzern
- Mecklenburg-Vorpommern
- Neuenburg
- Nidwalden
- Niederösterreich
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Oberösterreich
- Obwalden
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Salzburg
- Schleswig-Holstein
- Schwyz
- St. Gallen
- Steiermark
- Tessin
- Thüringen
- Tirol
- Uri
- Vorarlberg
- Waadt
- Wallis
Europa 11
Ziele im übrigen Europa
Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum
Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Die Tabelle gibt die Zeiten für Rothirsch aus 40 Verordnungen wieder. Verbindlich ist die amtliche Fassung, die auf der jeweiligen Rechtsraumseite verlinkt ist.
| Rechtsraum | Wildklasse | Jagdzeit |
|---|---|---|
| Burgenland (AT) | Hirsche der Klassen I, II, III | 15. August bis 31. Dezember |
| Burgenland (AT) | Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Burgenland (AT) | Schmaltiere | 1. Mai bis 15. Januar |
| Burgenland (AT) | Tiere und Nachwuchsstücke | 1. August bis 15. Januar |
| Wien (AT) | Hirsche | 1. August bis 31. Dezember |
| Wien (AT) | Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Wien (AT) | Schmaltiere | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Wien (AT) | sonstige Tiere und Kälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | Spießer | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | Hirsche der Klasse III | 1. August bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | Hirsche der Klassen II und I | 1. August bis 15. November |
| Salzburg (AT) | Schmaltiere | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | Tiere und Kälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nicht führende Tiere | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | Hirsche der Klasse III | 1. August bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | Hirsche der Klasse I und II | 1. August bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | führende Tiere und Rotwildkälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | Hirsche der Altersklassen I und II | 1. August bis 30. November |
| Niederösterreich (AT) | Hirsche der Altersklasse III | 1. August bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | Schmaltiere | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | Kalb | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | sonstige Tiere | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Oberösterreich (AT) | Ier, IIer und IIIer Hirsch (mit Ausnahme des Schmalspießers) | 1. August bis 31. Dezember |
| Oberösterreich (AT) | führendes Tier, nichtführendes Tier, Kalb | 16. Juli bis 31. Dezember |
| Oberösterreich (AT) | Schmaltier und Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | Hirsche der Klassen I und II | 1. August bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | Hirsche der Klasse III | 1. August bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | nichtführende Tiere | 1. Juni bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | Schmaltiere und Schmalspießer | 15. Mai bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | führende Tiere und Kälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Tirol (AT) | Hirsche der Klasse I | 1. August bis 15. November |
| Tirol (AT) | Hirsche der Klassen II und III (ausgenommen Schmalspießer) | 1. August bis 31. Dezember |
| Tirol (AT) | beschlagene oder führende Tiere und Kälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Tirol (AT) | Schmalspießer, Schmaltiere und nichtführende Tiere | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Vorarlberg (AT) | Hirsche der Klasse IIa | ganzjährig geschont |
| Vorarlberg (AT) | Hirsche der Klasse I und IIb | 16. August bis 15. November |
| Vorarlberg (AT) | Hirsche der Klasse III | 16. August bis 30. November |
| Vorarlberg (AT) | Schmaltiere, nichtführende Tiere und Schmalspieße | 1. Juni bis 31. Dezember |
| Vorarlberg (AT) | führende Tiere und Kälber | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Zürich (CH) | alle Klassen | 2. August bis 31. Dezember |
| Aargau (CH) | alle Klassen | 1. August bis 14. September |
| Aargau (CH) | alle Klassen | 16. Oktober bis 31. Dezember |
| Solothurn (CH) | alle Klassen | 1. August bis 30. September |
| Luzern (CH) Fassung bis | alle Klassen | 1. August bis 15. Dezember |
| Zug (CH) Fassung bis | Hochwildjagd | 1. September bis 23. September |
| St. Gallen (CH) Fassung bis | alle Klassen | 15. August bis 19. Dezember |
| Appenzell Ausserrhoden (CH) Fassung bis | erste Jagdperiode | 1. September bis 19. September |
| Appenzell Ausserrhoden (CH) | zweite Jagdperiode | 9. November bis 5. Dezember |
| Graubünden (CH) Fassung bis | Hochjagd, erste Phase | 3. September bis 13. September |
| Graubünden (CH) | Hochjagd, zweite Phase | 21. September bis 30. September |
| Graubünden (CH) | Sonderjagd | 31. Oktober bis 20. Dezember |
| Uri (CH) Fassung bis | Hochwildjagd | 7. September bis 19. September |
| Uri (CH) | Hirschspiesser über Lauscherhöhe | 18. September bis 19. September |
| Uri (CH) | zusätzliche Hirschjagd, nicht führende Kühe und Schmaltiere | 28. September bis 30. September |
| Schwyz (CH) Fassung bis | Hochwildjagd | 1. September bis 19. September |
| Schwyz (CH) | zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild | 7. November bis 7. November |
| Schwyz (CH) | zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild | 12. November bis 14. November |
| Schwyz (CH) | zweites Fenster, Spiesser bis Lauscherhöhe und Kahlwild | 19. November bis 21. November |
| Nidwalden (CH) Fassung bis | Hochjagd | 1. September bis 22. September |
| Obwalden (CH) Fassung bis | Hochjagd, längstens | 1. September bis 24. September |
| Obwalden (CH) | Regulationsjagd an den in Art. 16 genannten Tagen | 30. Oktober bis 12. Dezember |
| Bern (CH) | Patent C | 1. September bis 20. September |
| Bern (CH) | Patent C | 10. Oktober bis 15. November |
| Waadt (CH) Fassung bis | Equipe Alpen und Ebene, genannte Tage | 1. September bis 11. September |
| Waadt (CH) | Equipe Alpen und Ebene, genannte Tage | 2. November bis 12. Dezember |
| Waadt (CH) | Einzeljagd | 1. Oktober bis 11. Dezember |
| Wallis (CH) Fassung bis | Permis A, Montag bis Samstag | 21. September bis 3. Oktober |
| Tessin (CH) Fassung bis | Hochjagd, nach Tagesraster der Tabelle | 5. September bis 27. September |
| Bayern (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Bayern (DE) | Schmaltiere | 1. Juni bis 31. Januar |
| Bayern (DE) | Alttiere | 1. August bis 31. Januar |
| Bayern (DE) | Schmalspießer | 1. Juni bis 31. Januar |
| Bayern (DE) | alle übrigen Hirsche | 1. August bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Schmalspießer und Schmaltiere (Frühjahr) | 1. Mai bis 15. Juni |
| Baden-Württemberg (DE) | Schmalspießer und Schmaltiere (Sommer bis Winter) | 1. August bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Hirsche und Alttiere | 1. August bis 31. Januar |
| Nordrhein-Westfalen (DE) Fassung bis | alle Klassen | 1. August bis 31. Januar |
| Nordrhein-Westfalen (DE) | Schmaltiere und Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Mai |
| Niedersachsen (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Niedersachsen (DE) | Schmalspießer und Schmaltiere (Frühjahr) | 1. April bis 15. Mai |
| Niedersachsen (DE) | Schmalspießer und Schmaltiere (Sommer bis Winter) | 1. August bis 31. Januar |
| Brandenburg (DE) | Schmalspießer und Schmaltier | 16. April bis 15. Januar |
| Brandenburg (DE) | Hirsch, Alttier und Kalb | 1. August bis 15. Januar |
| Sachsen (DE) | Kälber, Schmalspießer und Schmaltiere | 1. August bis 31. Januar |
| Berlin (DE) | Kälber | 1. August bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Berlin (DE) | Schmalspießer | 1. Juni bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Berlin (DE) | Schmaltiere | 1. Juni bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Berlin (DE) | Hirsche und Alttiere | 1. August bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Bremen (DE) | Kälber | 1. August bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Bremen (DE) | Schmalspießer | 1. Juni bis 28. Februar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Bremen (DE) | Schmaltiere | 1. Juni bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Bremen (DE) | Hirsche und Alttiere | 1. August bis 31. Januar (nach JagdzeitV des Bundes) |
| Hamburg (DE) | Schmalspießer | 1. Juni bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Schmaltiere | 1. Mai bis 30. Juni (und 01.08. bis 31.01.) |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Schmaltiere | 1. August bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Hirsche und Alttiere | 1. August bis 31. Januar |
| Schleswig-Holstein (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Schleswig-Holstein (DE) | Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Januar |
| Schleswig-Holstein (DE) | Schmaltiere | 1. Mai bis 31. Mai (und 01.08. bis 31.01.) |
| Schleswig-Holstein (DE) | Schmaltiere | 1. August bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Schmalspießer | 1. Juni bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Schmaltiere | 1. Juni bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Hirsche u. Alttiere | 1. August bis 31. Januar |
| Thüringen (DE) Fassung bis | Alttiere, Kälber | 1. August bis 15. Januar |
| Thüringen (DE) | Schmaltiere, Hirsche 1-jährig | 16. Juni bis 15. Januar |
| Thüringen (DE) | Hirsche 2-jährig und älter | 1. August bis 15. Januar |
| Rheinland-Pfalz (DE) Fassung bis | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Rheinland-Pfalz (DE) | Schmaltiere, Schmalspießer | 1. Mai bis 31. Januar |
| Rheinland-Pfalz (DE) | Alttiere, Hirsche | 1. August bis 31. Januar |
| Mecklenburg-Vorpommern (DE) | Kälber | 1. August bis 31. Januar |
| Mecklenburg-Vorpommern (DE) | Schmalspießer und Schmaltiere | 16. April bis 31. Januar |
Wissenschaftliche Arbeiten zu Rothirsch
Ausgewählte Studien zur Biologie, Raumnutzung, Nahrung oder dem Management dieser Art.
- Forage availability and quality of supplemental feeding impact red deer reproduction and trophy value in Serbian red deer
- Exploring the use of REM in compact hunting grounds comparing site specific to average parameters
- The essential, but complex, role of red deer as an ecosystem service provider: a comprehensive review across Europe
- The spatial dynamics of red deer (Cervus elaphus) in fenced Mediterranean landscapes during periods of limited resources
- Cost-effectiveness of lures in attracting mammals: a large scale camera-trapping field test on European species
- Variation of antlers in individual red deer (Cervus elaphus) stags: repeatability, age and side effects
Häufige Fragen zu Rothirsch
Wie erkennt man das Alter eines Rothirsches im Revier?
Vor dem Schuss ist nur eine Altersklasse abschätzbar. Körperbau, Haupt- und Trägerhaltung, Verhalten und Geweihentwicklung liefern Hinweise, aber kein exaktes Alter. Auch der Zahnabschliff nach dem Erlegen bleibt standortabhängig; präziser sind standardisierte Zahnschliff- beziehungsweise Zementzonenverfahren.
Wann brunftet der Rothirsch?
In Mitteleuropa liegt die Brunft überwiegend im Frühherbst, regional und witterungsbedingt mit Verschiebungen. Jagdzeiten sind davon getrennt und ausschließlich in der geltenden Verordnung des jeweiligen Rechtsraums zu prüfen.
Was sind Grandeln beim Rothirsch?
Grandeln sind die verkümmerten Eckzähne im Oberkiefer des Rothirsches (und der Hirschkuh). Sie gelten als begehrte Jagdtrophäe und werden häufig in Trachtenschmuck eingefasst.
Ist der Rothirsch ein reines Waldtier?
Nein. Die Art nutzt strukturreiche, halboffene Landschaften und wechselt großräumig zwischen Äsungs-, Ruhe- und Winterlebensräumen. Störung und Zerschneidung können sie stärker in deckungsreiche Wälder drängen.
Warum entstehen Schälschäden?
Beim Schälen wird Rinde aufgenommen. Umfang und räumliche Konzentration hängen unter anderem von Bestand, Äsungsangebot, Winterlebensraum und Störung ab. Für die Bewertung zählt ein standardisiertes Monitoring der Waldverjüngung statt einer Einzelbeobachtung.
Quellen und Evidenz
8 Einträge- Fachverband / Körperschaft Abruf: 9.8.2026
Rothirsch
- Amtliche Primärquelle Abruf: 9.8.2026
BFW-Praxisinformation 57: Mischwälder sind stärker vom Wildeinfluss betroffen
- Ergänzende Fachquelle Abruf: 9.8.2026
Jahresbericht 2023 - Altersdiagnostik an Zahnschliffen
- Ergänzende Fachquelle
Der Rothirsch
- Ergänzende Fachquelle
Schalenwild: Rotwild
- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.10.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere Deutschlands
- Ergänzende Fachquelle Abruf: 12.10.2026
CITES Checklist / Species+ Database
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 12.10.2026
Österreichische Jagdstatistik 2023/24
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Klasse Rotwild, inklusive norwegischer und anderer Regionalformen. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 3 Primärquellen hinterlegt
