Schweiz · Jagdregion
Nidwalden (Schweiz)
Alpiner Patentkanton zwischen Vierwaldstättersee und Titlis mit rigoroser Kahlwildquote vor Trophäenfreigabe.

Lage
- Haupt- oder Landeshauptstadt
Gelände zeigt Höhenlage, Luftbild Wald und Alm. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
- Gebirge
- Alpen
Landschaft und Topografie
Bergfichtenwälder, alpine Matten, Gletscher und intensiv touristisch genutzte Zonen.
Wildbestand und Erwartung
Die Eidgenössische Jagdstatistik des BAFU erfasst, was erlegt und was als Fallwild gefunden wurde, nicht wie viel Wild lebt. Im Jagdjahr 2025 (in den meisten Kantonen 1. April 2025 bis 31. März 2026) kamen in Nidwalden 204 Rehe (2024: 199), 75 Gämsen (2024: 63), 67 Stück Rotwild (2024: 71) und 8 Steinböcke zur Strecke; Wildschweine kommen in der Statistik nicht vor. Als Fallwild wurden 35 Rehe und 12 Gämsen gemeldet.
Beim Kleinwild stehen 37 Murmeltiere und 5 Schneehasen, beim Raubwild 118 Füchse (2024: 151), 25 Dachse, 10 Steinmarder und 5 Baummarder in der Statistik. Federwild: 42 Stockenten, 40 Rabenkrähen, 18 Kormorane und ein Blässhuhn; Raufußhühner werden nicht bejagt. Nidwalden gehört damit zu den kleinsten Streckenkantonen der Schweiz.
Strecke ist kein Bestand: Sie folgt Abschussplanung, Witterung und Jagddruck und sagt nichts darüber, was in einem einzelnen Revier oder mit einem einzelnen Patent freigegeben ist.
Anreise, Unterkunft und Logistik
Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem eigenen PKW. Unterkünfte reichen von einfachen Jagdhütten bis hin zu Pensionen. Der Transport von Waffen und Munition unterliegt den nationalen Transportbestimmungen (verschlossen und getrennt).
Dokumente und Waffenmitnahme
Gültiger Jagdschein (bzw. Jagdkarte des jeweiligen Bundeslandes/Kantons), amtlicher Lichtbildausweis sowie bei eigener Waffe der Europäische Feuerwaffenpass. Gastjäger benötigen zudem eine Jagdgasteinladung oder Jagdgastkarte.
Kostenbestandteile
Die Kosten umfassen Jagdbetriebskosten (Jagdkarte/Patent, ggf. Gastkarte), Abschussgebühren nach Wildart und Trophäenstärke sowie Nebenkosten für Pirschführung und Wildbretübernahme.
Rechtliche Orientierung
Der Bund regelt die Grundsätze, der Vollzug liegt beim Kanton. Die Kantone unterscheiden sich grundlegend im Jagdsystem; maßgeblich ist die kantonale Jagdgesetzgebung. Die Jagdplanung in Nidwalden hat zum Ziel, das jagdbare Wild nach biologischen Grundsätzen zu regulieren und einen Ausgleich zwischen Nutzung und Schutz der Natur herzustellen. Die zuständige Behörde für die Jagd in Nidwalden ist das Amt für Justiz, Jagd und Fischerei. Das Jagdpatent in Nidwalden ist persönlich und nicht übertragbar. Die Jagd in Nidwalden wird durch die Jagdkommission unterstützt, die aus sieben Mitgliedern besteht und in allen wichtigen Fragen der Jagd sowie des Wild- und Vogelschutzes beratend tätig ist. Dabei sind die verschiedenen am Jagdwesen interessierten Kreise angemessen zu berücksichtigen. Die Vollzugsverordnung zum kantonalen Jagdgesetz (kJSV) legt detaillierte Vorschriften über die Jagdplanung fest. Die Jagdplanung in Nidwalden soll sicherstellen, dass die Erhaltung des Waldes, insbesondere seine natürliche Verjüngung mit einheimischen, standortgerechten Baumarten, ohne Wildschadenverhütungsmassnahmen erfolgen kann. Die Jägerinnen und Jäger in Nidwalden sind verpflichtet, die Jagd weidgerecht auszuüben. Die Kantone regeln die Jagd nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und koordinieren die Jagdplanung soweit erforderlich untereinander. Für die Jagd auf Schalenwild und übriges jagdbares Wild müssen die Kugelpatronen folgende Mindestwerte erreichen: 2000 Joule bei 200 m für Rothirsch, Steinbock, Schwarzwild; 1500 Joule bei 150 m für Gämse und Reh; 450 Joule bei 100 m für Murmeltier und übriges jagdbares Wild.
Jagdlicher Charakter
Patentjagd in extremen Steillagen, strenge Erfüllung von Kahlwildquoten vor Trophäenfreigabe.
Besonderheiten der Region
Massive touristische Störungen am Bürgenstock erfordern jagdliche Sonderregeln und Zeitfenster.
Naturraum und Lebensräume
Die Kantone regeln die Jagd nach Grundsätzen, die der Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel beinhalten.
Waffen, Trophäen und Artenschutz
Bei Widerhandlungen bei der Ein-, Durch- und Ausfuhr verfolgt und beurteilt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen diese. Bei gleichzeitiger Widerhandlung gegen das Zollgesetz oder das Mehrwertsteuergesetz ist das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit zuständig.
Jagdwetter & Ansitzfenster: Nidwalden
Wildarten in dieser Region
Häufige Fragen zu Nidwalden (Schweiz)
Welche Sicherheitsregeln gelten für die Jagd am touristischen Bürgenstock?
Aufgrund des Seilbahn- und Wandertourismus unterliegt die Schussabgabe extremen Auflagen und beschränkt sich oft auf frühe Morgenstunden.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0)
- Amtliche Primärquelle Abruf: 14.9.2026
Eidgenössische Jagdstatistik: Abschuss und Fallwild nach Kanton, Jagdjahre 2024 und 2025
Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Verantwortlich: WSK
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Nidwalden (Schweiz); geltendes Jagdrecht: Nidwalden
- Inhalt geprüft
- Prüfvermerk
- Fachlich geprüft von WSK
- Primärquellen
- 2 Quellen hinterlegt



































