Lage

Nidwalden (Schweiz)
  • Haupt- oder Landeshauptstadt
Kartengrundlage: Natural Earth (Public Domain, CC0) · Schummerung: Terrain Tiles (Mapzen, AWS Open Data), Nachweis der Höhendaten unter Bild- und Kartenquellen · Luftbild: EOxCloudless https://cloudless.eox.at by EOX IT Services GmbH (Contains modified Copernicus Sentinel data 2016 & 2017), Lizenz CC BY 4.0, über EOX::Maps · Kartenstand: · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Gelände zeigt Höhenlage, Luftbild Wald und Alm. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Gebirge
Alpen

Landschaft und Topografie

Bergfichtenwälder, alpine Matten, Gletscher und intensiv touristisch genutzte Zonen.

Wildbestand und Erwartung

Die Eidgenössische Jagdstatistik des BAFU erfasst, was erlegt und was als Fallwild gefunden wurde, nicht wie viel Wild lebt. Im Jagdjahr 2025 (in den meisten Kantonen 1. April 2025 bis 31. März 2026) kamen in Nidwalden 204 Rehe (2024: 199), 75 Gämsen (2024: 63), 67 Stück Rotwild (2024: 71) und 8 Steinböcke zur Strecke; Wildschweine kommen in der Statistik nicht vor. Als Fallwild wurden 35 Rehe und 12 Gämsen gemeldet.

Beim Kleinwild stehen 37 Murmeltiere und 5 Schneehasen, beim Raubwild 118 Füchse (2024: 151), 25 Dachse, 10 Steinmarder und 5 Baummarder in der Statistik. Federwild: 42 Stockenten, 40 Rabenkrähen, 18 Kormorane und ein Blässhuhn; Raufußhühner werden nicht bejagt. Nidwalden gehört damit zu den kleinsten Streckenkantonen der Schweiz.

Strecke ist kein Bestand: Sie folgt Abschussplanung, Witterung und Jagddruck und sagt nichts darüber, was in einem einzelnen Revier oder mit einem einzelnen Patent freigegeben ist.

Anreise, Unterkunft und Logistik

Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem eigenen PKW. Unterkünfte reichen von einfachen Jagdhütten bis hin zu Pensionen. Der Transport von Waffen und Munition unterliegt den nationalen Transportbestimmungen (verschlossen und getrennt).

Dokumente und Waffenmitnahme

Gültiger Jagdschein (bzw. Jagdkarte des jeweiligen Bundeslandes/Kantons), amtlicher Lichtbildausweis sowie bei eigener Waffe der Europäische Feuerwaffenpass. Gastjäger benötigen zudem eine Jagdgasteinladung oder Jagdgastkarte.

Kostenbestandteile

Die Kosten umfassen Jagdbetriebskosten (Jagdkarte/Patent, ggf. Gastkarte), Abschussgebühren nach Wildart und Trophäenstärke sowie Nebenkosten für Pirschführung und Wildbretübernahme.

Rechtliche Orientierung

Der Bund regelt die Grundsätze, der Vollzug liegt beim Kanton. Die Kantone unterscheiden sich grundlegend im Jagdsystem; maßgeblich ist die kantonale Jagdgesetzgebung. Die Jagdplanung in Nidwalden hat zum Ziel, das jagdbare Wild nach biologischen Grundsätzen zu regulieren und einen Ausgleich zwischen Nutzung und Schutz der Natur herzustellen. Die zuständige Behörde für die Jagd in Nidwalden ist das Amt für Justiz, Jagd und Fischerei. Das Jagdpatent in Nidwalden ist persönlich und nicht übertragbar. Die Jagd in Nidwalden wird durch die Jagdkommission unterstützt, die aus sieben Mitgliedern besteht und in allen wichtigen Fragen der Jagd sowie des Wild- und Vogelschutzes beratend tätig ist. Dabei sind die verschiedenen am Jagdwesen interessierten Kreise angemessen zu berücksichtigen. Die Vollzugsverordnung zum kantonalen Jagdgesetz (kJSV) legt detaillierte Vorschriften über die Jagdplanung fest. Die Jagdplanung in Nidwalden soll sicherstellen, dass die Erhaltung des Waldes, insbesondere seine natürliche Verjüngung mit einheimischen, standortgerechten Baumarten, ohne Wildschadenverhütungsmassnahmen erfolgen kann. Die Jägerinnen und Jäger in Nidwalden sind verpflichtet, die Jagd weidgerecht auszuüben. Die Kantone regeln die Jagd nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und koordinieren die Jagdplanung soweit erforderlich untereinander. Für die Jagd auf Schalenwild und übriges jagdbares Wild müssen die Kugelpatronen folgende Mindestwerte erreichen: 2000 Joule bei 200 m für Rothirsch, Steinbock, Schwarzwild; 1500 Joule bei 150 m für Gämse und Reh; 450 Joule bei 100 m für Murmeltier und übriges jagdbares Wild.

Jagdlicher Charakter

Patentjagd in extremen Steillagen, strenge Erfüllung von Kahlwildquoten vor Trophäenfreigabe.

Besonderheiten der Region

Massive touristische Störungen am Bürgenstock erfordern jagdliche Sonderregeln und Zeitfenster.

Naturraum und Lebensräume

Die Kantone regeln die Jagd nach Grundsätzen, die der Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel beinhalten.

Waffen, Trophäen und Artenschutz

Bei Widerhandlungen bei der Ein-, Durch- und Ausfuhr verfolgt und beurteilt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen diese. Bei gleichzeitiger Widerhandlung gegen das Zollgesetz oder das Mehrwertsteuergesetz ist das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit zuständig.

Live Open-Meteo (DWD/ICON & ECMWF) Noch nicht abgerufen

Jagdwetter & Ansitzfenster: Nidwalden

Alpine Sicherheitslage & Lawinenbericht

Schweizer Alpen & Jura

Live-Lagebericht öffnen ↗

Offizielles Schweizer Lawinenbulletin mit Gefahrenkarte und Schneehöhenmessstationen.

Amtlicher WarndienstSLF – Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung
Notruf im alpinen GeländeRega: 1414 · Bergrettung Schweiz: 144 / 112
Jagdpraxis im Hochgebirge (Gams- & Steinwildjagd):
  • Vor jedem Aufstieg aktuellen Lawinenlagebericht und Schneeprofil für Nord-/Südhänge prüfen.
  • Schneeverfrachtungen (Triebschnee) hinter Berggraten und Rinnen meiden.
  • Im alpinen Steilgelände (>30° Hangneigung) LVS-Gerät, Sonde, Schaufel und Erste-Hilfe-Set mitführen.

Live-Webcams & Bergwetterkameras

Nidwalden (Schweiz) (46,93° N, 8,40° O)

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Sichtprüfung vor dem Reviergang: Wetterlage, Sichtweite und Schneelage, soweit im gewählten Ausschnitt Kameras betrieben werden. Verfügbarkeit und Aktualisierungstakt bestimmen die Anbieter.

Wildarten in dieser Region

Häufige Fragen zu Nidwalden (Schweiz)

Welche Sicherheitsregeln gelten für die Jagd am touristischen Bürgenstock?

Aufgrund des Seilbahn- und Wandertourismus unterliegt die Schussabgabe extremen Auflagen und beschränkt sich oft auf frühe Morgenstunden.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026

    Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0)

    Bundeskanzlei, Fedlex Primärdokument öffnen ↗
  2. Amtliche Primärquelle Abruf: 14.9.2026

    Eidgenössische Jagdstatistik: Abschuss und Fallwild nach Kanton, Jagdjahre 2024 und 2025

    Bundesamt für Umwelt (BAFU), Sektion Wildtiere und Artenförderung; Applikation Wildtier Schweiz Primärdokument öffnen ↗

Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Verantwortlich: WSK

Geltung und Prüfstand

Gilt für
Nidwalden (Schweiz); geltendes Jagdrecht: Nidwalden
Inhalt geprüft
Prüfvermerk
Fachlich geprüft von WSK
Primärquellen
2 Quellen hinterlegt