Sichere Erkennung

Das Reh ist deutlich kleiner und leichter gebaut als Rot- oder Damwild. Im Sommer ist die Decke rotbraun, im Winter graubraun; der Spiegel ist hell und ohne den schwarzen Rand des Damwilds. Beim Bock sind Rosenstöcke und Gehörn nur während eines Teils des Jahres sichtbar. Geschlecht und Altersklasse werden deshalb nie aus einem Einzelmerkmal, sondern aus Körperbau, Verhalten, Jahreszeit und Genitalmerkmalen zusammen beurteilt.

Ein Sprung von etwa neun Rehen im grauen Winterhaar steht auf einer grünen Saat und sichert; links am Heckenrand ein Leitergestell (wohl Ansitzleiter), im Dunst ein Dorf
Foto: Vera Buhl · CC BY-SA 3.0

Biologie und Lebensweise

Böcke besetzen im Frühjahr und Sommer Territorien, die sie durch Duftmarken, Plätzen und Fegen kenntlich machen. Ricken leben während der Setz- und Aufzuchtzeit eher einzeln; im Winter schließen sich Rehe in Feld- und Mischrevieren zu lockeren Sprüngen zusammen. Rehe sind keine kleinen Rothirsche: Ihre Raumnutzung ist kleinräumiger, und ihre Nahrungsauswahl ist stärker auf nährstoffreiche Pflanzenteile spezialisiert.

Reh in der Steiermark
Foto: Nxr-at · CC BY-SA 4.0

Brunft und Fortpflanzung

Die Paarung liegt im Sommer. Danach folgt eine mehrmonatige Keimruhe: Die Entwicklung des Embryos setzt erst im Winter verstärkt ein, sodass die meisten Kitze im späten Frühjahr geboren werden. Ricken legen die Kitze getrennt in Deckung ab und suchen sie zum Säugen auf. Das Drücken der Kitze schützt vor Fressfeinden, macht sie aber bei der Grünlandmahd besonders gefährdet.

Ein Reh steht am Waldrand und beobachtet.
Foto: Franziska Neubauer · CC BY-SA 4.0

Nahrung und Raumnutzung

Rehe wählen Kräuter, Blätter, Knospen, junge Triebe und Früchte mit hoher Verdaulichkeit. Eine europaweite Auswertung zeigt Kräuter im Frühjahr und Sommer als stabilen Kern der Nahrung; der Anteil von Gräsern und Gehölzen unterscheidet sich regional. Deckung, Äsung und Ruhe müssen räumlich zusammenpassen. Im Feld folgen Rehe dem Wechsel der Kulturen, im Wald nutzen sie Verjüngungsflächen, Säume und lichte Bestände.

Rehbock im Sommerhaar
Foto: Jerzystrzelecki · CC BY 3.0

Wildeinfluss und Wald

Wildeinfluss ist ein natürlicher Faktor im Waldökosystem, der jedoch bei hoher Wilddichte die Waldverjüngung beeinträchtigen kann. Mischwälder weisen generell einen höheren Wildeinfluss auf als reine Nadel- oder Buchenwälder. Eine nachhaltige Entlastung in Bezirken mit starkem Wildeinfluss erfordert eine kontinuierliche Absenkung über mehrere Perioden sowie eine enge Zusammenarbeit von Jagd- und Forstverantwortlichen auf Bezirksebene.

Ein Reh äst mit gesenktem Haupt auf kurzem Gras; das Haar ist im Wechsel und steht fleckig-struppig
Foto: Przykuta · CC BY-SA 3.0

Anatomie und Fährtenbild

Das Trittsiegel ist klein, schmal und vorne zugespitzt; im weichen Boden oder in schneller Gangart können die Afterklauen sichtbar werden. Losung besteht aus kleinen, dunklen, meist länglichen Pillen. Nach dem Erlegen erlauben Zahnwechsel und Zahnabnutzung eine Altersansprache mit abnehmender Genauigkeit bei älteren Stücken. Eine jahrgenaue Altersbestimmung am lebenden Reh oder allein am Gehörn ist nicht möglich.

Trophäe und Bewertung

Das Gehörn wird jährlich abgeworfen und neu gebildet. Stangenform, Endenzahl und Masse hängen von Alter, Kondition, Genetik, Verletzungen und Umwelt ab; ein schwaches Gehörn beweist weder Jugend noch Krankheit. Formale Trophäenbewertung misst unter anderem Gewicht, Volumen und ausgewählte Formmerkmale, ersetzt aber keine populationsbiologische Begründung einer Entnahme.

Bestand und Management

Das Management des Rehwilds erfordert eine Abstimmung zwischen forstlicher Verjüngung und Hegezielen. Das Wildeinflussmonitoring liefert regelmäßige Daten zum Einfluss des Schalenwildes auf die Waldverjüngung als objektive Beurteilungsgrundlage für Jägerschaft und Forstwirtschaft. Auf internationaler Ebene (IUCN) und in der nationalen Roten Liste gilt das Reh als nicht gefährdet.

Jagdliche Einordnung

Ansitz und Pirsch verlangen sichere Ansprache, Kugelfang und Rücksicht auf führende Ricken. Bei der Blattjagd kann ein imitierter Fieplaut Rehe heranführen; jedes unerwartet nahe auftauchende Stück muss neu angesprochen werden. Pauschale Monatsangaben ersetzen weder örtliche Beobachtung noch die Jagd- und Schonzeiten des jeweiligen Rechtsraums.

Wildbret und Verwertung

Rehwild liefert mageres, feinfaseriges Wildbret. Entscheidend sind ein sauberer Schuss, unverzügliches Aufbrechen beziehungsweise Versorgen und kontrollierte Kühlung. Rücken und Keulen eignen sich zum Kurzbraten, stärker beanspruchte Partien zum Schmoren; bei auffälligen Organen oder bedenklichen Merkmalen entscheidet die fachkundige Fleischuntersuchung.

Lebensraum und Ansprüche

Die Raumnutzung des Rehwilds ist kleinräumiger als beim Rothirsch. Seine hohe Anpassungsfähigkeit ermöglicht das Vorkommen von der offenen Agrarlandschaft bis in Mittelgebirgs- und Auwälder. Mischwaldregionen weisen im Vergleich zu reinen Nadel- oder Buchenwäldern generell ein reicheres Äsungsangebot auf.

Bestandszahlen und Jagdstrecke

Das Reh ist in Mitteleuropa flächendeckend verbreitet und in der Roten Liste Deutschlands als 'Ungefährdet' eingestuft. Trotz seiner Bindung an waldökologische Strukturen erreicht das Rehwild hohe Dichten in agrarisch geprägten Kulturlandschaften mit reichhaltigem Nahrungsangebot. Die Auswirkungen des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung werden in Österreich durch das Wildeinflussmonitoring (WEM) erfasst: In 45,9 % der Bezirke verbesserte sich die Situation im Vergleich zu früheren Perioden mit der neuen WEM-Methode, während in 40 % der Bezirke der Wildeinfluss anstieg. Bei verbissbegünstigten Baumarten wie Tanne und Eiche zeigt die Höhenentwicklung, dass beide zwar in vielen Bezirken vorkommen, aber nur selten ohne Schutz über 1,3 m hinauswachsen.

Schutz und rechtlicher Rahmen

Das Reh (Capreolus capreolus) ist in der Roten Liste Deutschlands als 'Ungefährdet' eingestuft.

Bejagung und Hege

Die Bejagung des Rehwilds orientiert sich an gesetzlichen Jagdzeiten und waldbaulichen Erfordernissen. Gebräuchliche Methoden sind der Ansitz an Waldrändern und Äsungsflächen, die Pirsch sowie die sommerliche Blattjagd mit dem Fieblaut während der Brunftzeit.

Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES Nicht gelistet · EU Nicht gelistet

Artenschutz & Handelsstatus: Reh

Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.

Bestimmungen für Ein- & Ausfuhr (Jagdtrophäen):
  • Keine CITES-Genehmigung erforderlich
  • Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
  • Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten

Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.

Alters- und Kategorieansprache

Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).

Ansprachemerkmale & Kriterien

Gebissentwicklung (P3-Zahnwechsel mit etwa 12 bis 14 Monaten von dreiteilig auf zweiteilig; Durchbruch des M3); Zahnabschliff an den Molaren; Rosenstöcke (beim alten Bock gedrungener); Gesamtkörperbau und Verhalten im Jahresverlauf.

Gebissentwicklung & Zahnabschliff

Kitz (P3 dreiteilig, M1 vorhanden, M2 bricht durch); Jährling/Schmalreh bis zum ca. 14. Monat (P3 wechselt von dreiteilig zu zweiteilig; M3 bricht durch); Mehrjährig (P3 zweiteilig, M3 voll ausgebildet; zunehmender Abschliff des Zahnschmelzes und Freilegung von Dentin).

Altersklassen & Klassifizierung

1. Jugendklasse (Kitze, Jährlinge und Schmalrehe im ersten Lebensjahr); 2. Mittelklasse (mehrjährige Böcke und Geißen); 3. Reife Rehböcke (mehrjährig, mit voll entwickelter Körpermasse).

Vergleichbare & verwandte Wildarten

Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Mitteleuropäische Cerviden.

Das Reh ist die kleinste heimische Hirschart und zeichnet sich als Konzentratselektierer durch eine kurze Keimruhe (Eiruhe) nach der Blattzeit im Sommer aus. Im Gegensatz zum Rot- und Damwild wirft der Rehbock sein Gehörn bereits im Spätherbst (Oktober-Dezember) ab.

Verbreitung

Nachgewiesene Vorkommen von Reh nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.

Kartengrundlage: Natural Earth (Public Domain, CC0) · Kartenstand: · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.

Verbreitung von Reh

Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.

Ukraine: Vorkommen nachgewiesen Litauen: Vorkommen nachgewiesen Russland: Vorkommen nachgewiesen Tschechien: Vorkommen nachgewiesen Deutschland: Vorkommen nachgewiesen Estland: Vorkommen nachgewiesen Lettland: Vorkommen nachgewiesen Schweden: Vorkommen nachgewiesen Luxemburg: Vorkommen nachgewiesen Belgien: Vorkommen nachgewiesen Georgien: Vorkommen nachgewiesen Nordmazedonien: Vorkommen nachgewiesen Albanien: Vorkommen nachgewiesen Spanien: Vorkommen nachgewiesen Dänemark: Vorkommen nachgewiesen Rumänien: Vorkommen nachgewiesen Ungarn: Vorkommen nachgewiesen Slowakei: Vorkommen nachgewiesen Polen: Vorkommen nachgewiesen Vereinigtes Königreich: Vorkommen nachgewiesen Griechenland: Vorkommen nachgewiesen Österreich: Vorkommen nachgewiesen Schweiz: Vorkommen nachgewiesen Niederlande: Vorkommen nachgewiesen Serbien: Vorkommen nachgewiesen Kroatien: Vorkommen nachgewiesen Bulgarien: Vorkommen nachgewiesen Montenegro: Vorkommen nachgewiesen Bosnien und Herzegowina: Vorkommen nachgewiesen Luxemburg: Vorkommen nachgewiesen Liechtenstein: Vorkommen nachgewiesen Burgenland (Österreich) Kärnten (Österreich) Niederösterreich (Österreich) Oberösterreich (Österreich) Salzburg (Österreich) Steiermark (Österreich) Tirol (Österreich) Vorarlberg (Österreich) Aargau (Schweiz) Appenzell Innerrhoden (Schweiz) Appenzell Ausserrhoden (Schweiz) Bern (Schweiz) Basel-Landschaft (Schweiz) Freiburg (Schweiz) Genf (Schweiz) Glarus (Schweiz) Graubünden (Schweiz) Jura (Schweiz) Luzern (Schweiz) Neuenburg (Schweiz) Nidwalden (Schweiz) Obwalden (Schweiz) St. Gallen (Schweiz) Schaffhausen (Schweiz) Solothurn (Schweiz) Schwyz (Schweiz) Thurgau (Schweiz) Tessin (Schweiz) Uri (Schweiz) Waadt (Schweiz) Wallis (Schweiz) Zug (Schweiz) Zürich (Schweiz) Brandenburg (Deutschland) Baden-Württemberg (Deutschland) Bayern (Deutschland) Hessen (Deutschland) Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) Niedersachsen (Deutschland) Nordrhein-Westfalen (Deutschland) Rheinland-Pfalz (Deutschland) Schleswig-Holstein (Deutschland) Saarland (Deutschland) Sachsen (Deutschland) Sachsen-Anhalt (Deutschland) Thüringen (Deutschland) Ungarn (Donau-Auen, Gemenc, Zala & Puszta) Polen (Masuren, Pommern & Karpaten-Vorland) Rumänien (Europa) Kroatien (Europa) Serbien (Europa) Bulgarien (Europa) Spanien (Europa) Schweden (Europa) Schottische Highlands
  • Land mit Nachweis
  • Jagdregion mit Profil

Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.

Global Biodiversity Information FacilityGBIF Taxon #5220126

Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Reh

GBIF Taxon
GBIF-Nachweise von Reh (Capreolus capreolus) in Europa. Gelbe bis rote Punkte: Dichte wissenschaftlicher Beobachtungen.
Dichte wissenschaftlicher Nachweise
EinzelfundeHohe Dichte

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 23. Oktober 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR

Bürgerwissenschaften & MonitoringiNaturalist

Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Reh

Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.

Wo diese Art vorkommt

Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum

Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Die Tabelle gibt die Zeiten für Reh aus 44 Verordnungen wieder. Verbindlich ist die amtliche Fassung, die auf der jeweiligen Rechtsraumseite verlinkt ist.

Jagdzeiten für Reh nach Rechtsraum
Rechtsraum Wildklasse Jagdzeit
Burgenland (AT) Rehböcke der Klasse I 1. Mai bis 31. Oktober
Burgenland (AT) Rehböcke der Klasse II 16. April bis 31. Oktober
Burgenland (AT) Schmalgeißen 16. April bis 31. Dezember
Burgenland (AT) Rehgeißen und Nachwuchsstücke 16. August bis 31. Dezember
Wien (AT) Rehböcke 16. April bis 15. Oktober
Wien (AT) Jährlinge 1. April bis 15. Oktober
Wien (AT) Schmalgeißen 1. April bis 31. Dezember
Wien (AT) sonstige Rehgeißen und Kitze 16. August bis 31. Dezember
Salzburg (AT) Böcke der Klasse III 1. Mai bis 31. Oktober
Salzburg (AT) Böcke der Klassen II und I 1. Juni bis 31. Oktober
Salzburg (AT) Schmalrehe 1. Mai bis 31. Dezember
Salzburg (AT) nicht führende Geißen 1. Mai bis 31. Dezember
Salzburg (AT) führende Geißen und Kitze 1. August bis 31. Dezember
Kärnten (AT) Böcke der Klasse B 1. Mai bis 31. Oktober
Kärnten (AT) Böcke der Klasse A 1. Juni bis 31. Oktober
Kärnten (AT) Schmalrehe, nicht tragende und nicht führende Geißen 1. Mai bis 31. Dezember
Kärnten (AT) führende Geißen und Kitze 1. August bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) älterer Bock 16. Mai bis 15. Oktober
Niederösterreich (AT) Jährling 16. April bis 15. Oktober
Niederösterreich (AT) Jährling, in Weingärten und in den an Weingärten angrenzenden Grundflächen bis zu einer Tiefe von etwa 200 m sowie in Weingartenrieden 1. April bis 15. Oktober
Niederösterreich (AT) Schmalgeiß 16. April bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) Schmalgeiß, in Weingärten und in den an Weingärten angrenzenden Grundflächen bis zu einer Tiefe von etwa 200 m sowie in Weingartenrieden 1. April bis 31. Dezember
Niederösterreich (AT) sonstige Geißen und Kitze 16. August bis 31. Dezember
Oberösterreich (AT) Ier und IIer Bock 1. Juni bis 30. September
Oberösterreich (AT) IIIer Bock 1. Mai bis 30. September
Oberösterreich (AT) Schmalreh 1. Mai bis 31. Dezember
Oberösterreich (AT) Geiß und Kitz 16. August bis 31. Dezember
Steiermark (AT) Rehböcke Klasse I und II (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) 16. Mai bis 15. Oktober
Steiermark (AT) Rehböcke Klasse I und II (übrige Bezirke) 1. Juni bis 31. Oktober
Steiermark (AT) Rehböcke Klasse III (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) 16. April bis 15. Oktober
Steiermark (AT) Rehböcke Klasse III (übrige Bezirke) 1. Mai bis 31. Oktober
Steiermark (AT) Schmalgeißen (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) 16. April bis 15. Dezember
Steiermark (AT) Schmalgeißen (übrige Bezirke) 1. Mai bis 31. Dezember
Steiermark (AT) nichtführende Rehgeißen (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) 1. Mai bis 15. Dezember
Steiermark (AT) nichtführende Rehgeißen (übrige Bezirke) 16. Mai bis 31. Dezember
Steiermark (AT) führende Rehgeißen und -kitze (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) 16. August bis 15. Dezember
Steiermark (AT) führende Rehgeißen und -kitze (übrige Bezirke) 16. August bis 31. Dezember
Tirol (AT) Rehböcke der Klassen I und II 1. Juni bis 31. Oktober
Tirol (AT) beschlagene oder führende Geißen und Kitze 1. Juli bis 31. Dezember
Tirol (AT) Schmalgeißen, nichtführende Geißen und Bockjährlinge 1. Mai bis 31. Dezember
Vorarlberg (AT) mehrjährige Rehböcke 1. Juni bis 15. Oktober
Vorarlberg (AT) Schmalgeißen, Bockjährlinge und nichtführende Rehgeißen 1. Mai bis 31. Dezember
Vorarlberg (AT) führende Rehgeißen und Kitze 16. August bis 31. Dezember
Zürich (CH) Böcke, Schmalrehe und Galtgeissen 2. Mai bis 31. Dezember
Zürich (CH) Geissen und Kitze 1. September bis 31. Dezember
Aargau (CH) Rehbock, Schmalreh und Galtgeiss 1. Mai bis 31. Dezember
Aargau (CH) Rehgeiss und Rehkitz 1. September bis 31. Dezember
Basel-Landschaft (CH) Fassung bis Ansitz und Pirsch 1. Mai bis 31. Dezember
Basel-Landschaft (CH) freie, laute Jagd 1. Oktober bis 31. Dezember
Basel-Stadt (CH) Fassung bis Ansitz und Pirsch 1. Mai bis 31. Dezember
Basel-Stadt (CH) freie, laute Jagd 1. Oktober bis 31. Dezember
Solothurn (CH) alle Klassen 1. Mai bis 15. Dezember
Luzern (CH) Fassung bis Böcke und Schmalrehe 1. Mai bis 15. Dezember
Luzern (CH) Geissen 1. September bis 15. Dezember
Luzern (CH) Kitze 1. Oktober bis 15. Dezember
Zug (CH) Fassung bis Niederwildjagd 1. Oktober bis 31. Oktober
Zug (CH) Niederwildjagd 7. November bis 7. November
Zug (CH) Niederwildjagd 14. November bis 14. November
St. Gallen (CH) Fassung bis Böcke, Schmalreh, nicht tragende und nicht führende Geissen 1. Mai bis 19. Dezember
St. Gallen (CH) Geissen und Kitze 15. August bis 19. Dezember
Appenzell Ausserrhoden (CH) Fassung bis Ansitzjagd, nur Böcke und nicht führende Geissen 7. September bis 26. September
Appenzell Ausserrhoden (CH) Niederjagd 28. September bis 7. November
Appenzell Innerrhoden (CH) Fassung bis Hochwildjagd 7. September bis 3. Oktober
Appenzell Innerrhoden (CH) Niederwildjagd 5. Oktober bis 14. November
Graubünden (CH) Fassung bis Hochjagd, erste Phase 3. September bis 13. September
Graubünden (CH) Hochjagd, zweite Phase 21. September bis 30. September
Graubünden (CH) Kitze, nur vorgesehene Jagdbezirke 27. September bis 30. September
Graubünden (CH) Sonderjagd 31. Oktober bis 20. Dezember
Uri (CH) Fassung bis Böcke 12. Oktober bis 17. Oktober
Uri (CH) Geissen 12. Oktober bis 13. Oktober
Uri (CH) Kitze 14. Oktober bis 20. Oktober
Uri (CH) Gabler, nur Gebiet Ursern 12. Oktober bis 13. Oktober
Nidwalden (CH) Fassung bis Niederjagd 15. Oktober bis 4. November
Obwalden (CH) Fassung bis Niederjagd, längstens 5. Oktober bis 24. Oktober
Bern (CH) Patent B 1. Oktober bis 15. November
Waadt (CH) Fassung bis alle Klassen 1. Oktober bis 30. Oktober
Waadt (CH) Ansitz und Pirsch, Dämmerung 1. Oktober bis 31. Oktober
Neuenburg (CH) Fassung bis Patent A 1. Oktober bis 9. November
Jura (CH) Fassung bis Permis général 3. Oktober bis 30. November
Wallis (CH) Fassung bis Permis A, Montag bis Samstag 21. September bis 3. Oktober
Wallis (CH) Permis B, Dienstag und Samstag 6. Oktober bis 24. Oktober
Tessin (CH) Fassung bis Hochjagd, nach Tagesraster der Tabelle 5. September bis 27. September
Bayern (DE) Kitze 1. September bis 15. Januar
Bayern (DE) Schmalrehe 16. April bis 15. Januar
Bayern (DE) Geißen 1. September bis 15. Januar
Bayern (DE) Böcke 16. April bis 15. Oktober
Baden-Württemberg (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Schmalrehe 1. Mai bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Ricken 1. September bis 31. Januar
Baden-Württemberg (DE) Böcke 1. Mai bis 31. Januar
Nordrhein-Westfalen (DE) Fassung bis Kitze und Ricken 1. September bis 31. Januar
Nordrhein-Westfalen (DE) Schmalrehe (Frühjahr) 1. Mai bis 31. Mai
Nordrhein-Westfalen (DE) Schmalrehe (Herbst bis Winter) 1. September bis 31. Januar
Nordrhein-Westfalen (DE) Böcke 1. Mai bis 31. Januar
Niedersachsen (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Niedersachsen (DE) Schmalrehe (Frühjahr) 1. April bis 15. Mai
Niedersachsen (DE) Schmalrehe (Herbst bis Winter) 1. September bis 31. Januar
Niedersachsen (DE) Rehböcke 1. April bis 31. Januar
Brandenburg (DE) Ricke und Kitz 1. September bis 15. Januar
Brandenburg (DE) Rehbock und Schmalreh 16. April bis 15. Januar
Sachsen (DE) Böcke und Schmalrehe 16. April bis 31. Januar
Sachsen (DE) Kitze und Ricken 1. August bis 31. Januar
Berlin (DE) Ricken/Kitze 1. September bis 31. Januar
Berlin (DE) Böcke/Schmalrehe 1. April bis 31. Mai (zweite Jagdzeit 01.08. bis 31.01.)
Berlin (DE) Böcke/Schmalrehe 1. August bis 31. Januar
Bremen (DE) Kitz 1. September bis 31. Januar
Bremen (DE) Schmalreh 1. September bis 31. Januar
Hamburg (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Hamburg (DE) Schmalrehe 1. Mai bis 15. Juni (zweite Jagdzeit 01.09. bis 31.01.)
Hamburg (DE) Schmalrehe 1. September bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Schmalrehe 15. April bis 31. Januar (LVwA-VO 21.06.2017)
Sachsen-Anhalt (DE) Ricken 1. September bis 31. Januar
Sachsen-Anhalt (DE) Böcke 15. April bis 31. Januar (LVwA-VO 21.06.2017)
Schleswig-Holstein (DE) Böcke 1. Mai bis 31. Januar
Schleswig-Holstein (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Schleswig-Holstein (DE) Schmalrehe 1. Mai bis 31. Mai (und 01.09. bis 31.01.)
Schleswig-Holstein (DE) Schmalrehe 1. September bis 31. Januar
Saarland (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Saarland (DE) Schmalrehe 1. April bis 15. Mai (und 01.09. bis 31.01.)
Saarland (DE) Schmalrehe 1. September bis 31. Januar
Saarland (DE) Ricken 1. September bis 31. Januar
Saarland (DE) Böcke 1. April bis 31. Januar
Thüringen (DE) Fassung bis Ricken, Kitze 1. September bis 15. Januar
Thüringen (DE) Böcke 1. April bis 15. Oktober (ThürVSRVO: Schonzeitende 31.03. bis 31.03.2027; ThürJZVO selbst: 01.05.)
Thüringen (DE) Böcke durch Gesellschaftsjagd 16. Oktober bis 15. Januar
Thüringen (DE) Schmalrehe 1. April bis 15. Januar (ThürVSRVO: Schonzeitende 31.03. bis 31.03.2027)
Rheinland-Pfalz (DE) Fassung bis Schmalrehe, Böcke 1. Mai bis 31. Januar
Rheinland-Pfalz (DE) Kitze, Ricken 1. September bis 31. Januar
Mecklenburg-Vorpommern (DE) Kitze 1. September bis 31. Januar
Mecklenburg-Vorpommern (DE) Böcke und Schmalrehe 16. April bis 31. Januar

Jagdrecht und Verordnungen aller Bundesländer und Kantone

Wissenschaftliche Arbeiten zu Reh

Ausgewählte Studien zur Biologie, Raumnutzung, Nahrung oder dem Management dieser Art.

Häufige Fragen zu Reh

Was ist die Blattzeit beim Rehwild?

Als Blattzeit wird die sommerliche Paarungszeit bezeichnet. Ihr genauer Verlauf schwankt regional und mit der Witterung; Fieplaute können zur Beobachtung oder Lockjagd imitiert werden. Jagdzeiten sind davon getrennt und ausschließlich regional zu prüfen.

Was bedeutet 'Fegen' beim Rehbock?

Das Gehörn wächst unter einer durchbluteten Hauthülle (Bast). Im Frühjahr streift der Bock diesen vertrockneten Bast an Sträuchern und Bäumen ab - diesen Vorgang nennt man Fegen.

Wie unterscheidet man Geiß und Bock im Winterkleid?

Nach dem Abwerfen des Gehörns reicht ein einzelnes Merkmal nicht. Körperform, Verhalten, Stellung im Sprung sowie Schürze beziehungsweise Pinsel werden gemeinsam beurteilt; verdeckte oder ungünstig stehende Stücke bleiben unbestimmt.

Kann man das Alter eines Rehbocks am Gehörn sicher erkennen?

Nein. Gehörnmasse, Endenzahl und Rosen liefern im Feld keine jahrgenaue Altersangabe. Vor dem Schuss ist nur eine vorsichtige Altersklassenschätzung aus Körperbau, Verhalten und mehreren Merkmalen vertretbar.

Warum ist Kitzrettung vor der Mahd wichtig?

Ricken setzen Kitze häufig in hohes Grünland; die Jungtiere drücken sich bei Gefahr. Flächenabsprache, Suche unmittelbar vor der Mahd und Mähen von innen nach außen senken das Risiko, ersetzen aber nicht die örtlichen Sicherheits- und Tierschutzvorgaben.

Quellen und Evidenz

6 Einträge
  1. Amtliche Primärquelle Abruf: 10.8.2026

    BFW-Praxisinformation 57: Mischwälder sind stärker vom Wildeinfluss betroffen

    Bundesforschungszentrum für Wald Primärdokument öffnen ↗
  2. Peer-Review Studie Abruf: 10.8.2026

    Characterising the dietary patterns of the European Roe Deer across biogeographical regions

    European Journal of Wildlife Research DOI: 10.1007/s10344-025-02038-8 ↗
  3. Peer-Review Studie

    Modelling the relative abundance of roe deer along environmental gradients

  4. Peer-Review Studie Abruf: 24.10.2026

    Home range and habitat use of roe deer (Capreolus capreolus) reared in captivity and released in the wild (Pandini & Cesaris 1997, Hystrix 9: 45-50)

    Hystrix, the Italian Journal of Mammalogy; Zusammenfassung bei Conservation Evidence (keine DOI registriert) Primärdokument öffnen ↗
  5. Amtliche Primärquelle Abruf: 12.10.2026

    Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere Deutschlands

    Rote-Liste-Zentrum / BfN Primärdokument öffnen ↗
  6. Amtliche Primärquelle Abruf: 24.10.2026

    Neues vom Reh. Rehforschung und Rehwildmanagement im Nationalpark Bayerischer Wald (Marco Heurich, LWF aktuell 79/2010)

    Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) Primärdokument öffnen ↗

Geltung und Prüfstand

Gilt für
Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
Inhalt geprüft