Sichere Erkennung
Das Reh ist deutlich kleiner und leichter gebaut als Rot- oder Damwild. Im Sommer ist die Decke rotbraun, im Winter graubraun; der Spiegel ist hell und ohne den schwarzen Rand des Damwilds. Beim Bock sind Rosenstöcke und Gehörn nur während eines Teils des Jahres sichtbar. Geschlecht und Altersklasse werden deshalb nie aus einem Einzelmerkmal, sondern aus Körperbau, Verhalten, Jahreszeit und Genitalmerkmalen zusammen beurteilt.

Biologie und Lebensweise
Böcke besetzen im Frühjahr und Sommer Territorien, die sie durch Duftmarken, Plätzen und Fegen kenntlich machen. Ricken leben während der Setz- und Aufzuchtzeit eher einzeln; im Winter schließen sich Rehe in Feld- und Mischrevieren zu lockeren Sprüngen zusammen. Rehe sind keine kleinen Rothirsche: Ihre Raumnutzung ist kleinräumiger, und ihre Nahrungsauswahl ist stärker auf nährstoffreiche Pflanzenteile spezialisiert.

Brunft und Fortpflanzung
Die Paarung liegt im Sommer. Danach folgt eine mehrmonatige Keimruhe: Die Entwicklung des Embryos setzt erst im Winter verstärkt ein, sodass die meisten Kitze im späten Frühjahr geboren werden. Ricken legen die Kitze getrennt in Deckung ab und suchen sie zum Säugen auf. Das Drücken der Kitze schützt vor Fressfeinden, macht sie aber bei der Grünlandmahd besonders gefährdet.

Nahrung und Raumnutzung
Rehe wählen Kräuter, Blätter, Knospen, junge Triebe und Früchte mit hoher Verdaulichkeit. Eine europaweite Auswertung zeigt Kräuter im Frühjahr und Sommer als stabilen Kern der Nahrung; der Anteil von Gräsern und Gehölzen unterscheidet sich regional. Deckung, Äsung und Ruhe müssen räumlich zusammenpassen. Im Feld folgen Rehe dem Wechsel der Kulturen, im Wald nutzen sie Verjüngungsflächen, Säume und lichte Bestände.

Wildeinfluss und Wald
Wildeinfluss ist ein natürlicher Faktor im Waldökosystem, der jedoch bei hoher Wilddichte die Waldverjüngung beeinträchtigen kann. Mischwälder weisen generell einen höheren Wildeinfluss auf als reine Nadel- oder Buchenwälder. Eine nachhaltige Entlastung in Bezirken mit starkem Wildeinfluss erfordert eine kontinuierliche Absenkung über mehrere Perioden sowie eine enge Zusammenarbeit von Jagd- und Forstverantwortlichen auf Bezirksebene.

Anatomie und Fährtenbild
Das Trittsiegel ist klein, schmal und vorne zugespitzt; im weichen Boden oder in schneller Gangart können die Afterklauen sichtbar werden. Losung besteht aus kleinen, dunklen, meist länglichen Pillen. Nach dem Erlegen erlauben Zahnwechsel und Zahnabnutzung eine Altersansprache mit abnehmender Genauigkeit bei älteren Stücken. Eine jahrgenaue Altersbestimmung am lebenden Reh oder allein am Gehörn ist nicht möglich.
Trophäe und Bewertung
Das Gehörn wird jährlich abgeworfen und neu gebildet. Stangenform, Endenzahl und Masse hängen von Alter, Kondition, Genetik, Verletzungen und Umwelt ab; ein schwaches Gehörn beweist weder Jugend noch Krankheit. Formale Trophäenbewertung misst unter anderem Gewicht, Volumen und ausgewählte Formmerkmale, ersetzt aber keine populationsbiologische Begründung einer Entnahme.
Bestand und Management
Das Management des Rehwilds erfordert eine Abstimmung zwischen forstlicher Verjüngung und Hegezielen. Das Wildeinflussmonitoring liefert regelmäßige Daten zum Einfluss des Schalenwildes auf die Waldverjüngung als objektive Beurteilungsgrundlage für Jägerschaft und Forstwirtschaft. Auf internationaler Ebene (IUCN) und in der nationalen Roten Liste gilt das Reh als nicht gefährdet.
Jagdliche Einordnung
Ansitz und Pirsch verlangen sichere Ansprache, Kugelfang und Rücksicht auf führende Ricken. Bei der Blattjagd kann ein imitierter Fieplaut Rehe heranführen; jedes unerwartet nahe auftauchende Stück muss neu angesprochen werden. Pauschale Monatsangaben ersetzen weder örtliche Beobachtung noch die Jagd- und Schonzeiten des jeweiligen Rechtsraums.
Wildbret und Verwertung
Rehwild liefert mageres, feinfaseriges Wildbret. Entscheidend sind ein sauberer Schuss, unverzügliches Aufbrechen beziehungsweise Versorgen und kontrollierte Kühlung. Rücken und Keulen eignen sich zum Kurzbraten, stärker beanspruchte Partien zum Schmoren; bei auffälligen Organen oder bedenklichen Merkmalen entscheidet die fachkundige Fleischuntersuchung.
Lebensraum und Ansprüche
Die Raumnutzung des Rehwilds ist kleinräumiger als beim Rothirsch. Seine hohe Anpassungsfähigkeit ermöglicht das Vorkommen von der offenen Agrarlandschaft bis in Mittelgebirgs- und Auwälder. Mischwaldregionen weisen im Vergleich zu reinen Nadel- oder Buchenwäldern generell ein reicheres Äsungsangebot auf.
Bestandszahlen und Jagdstrecke
Das Reh ist in Mitteleuropa flächendeckend verbreitet und in der Roten Liste Deutschlands als 'Ungefährdet' eingestuft. Trotz seiner Bindung an waldökologische Strukturen erreicht das Rehwild hohe Dichten in agrarisch geprägten Kulturlandschaften mit reichhaltigem Nahrungsangebot. Die Auswirkungen des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung werden in Österreich durch das Wildeinflussmonitoring (WEM) erfasst: In 45,9 % der Bezirke verbesserte sich die Situation im Vergleich zu früheren Perioden mit der neuen WEM-Methode, während in 40 % der Bezirke der Wildeinfluss anstieg. Bei verbissbegünstigten Baumarten wie Tanne und Eiche zeigt die Höhenentwicklung, dass beide zwar in vielen Bezirken vorkommen, aber nur selten ohne Schutz über 1,3 m hinauswachsen.
Schutz und rechtlicher Rahmen
Das Reh (Capreolus capreolus) ist in der Roten Liste Deutschlands als 'Ungefährdet' eingestuft.
Bejagung und Hege
Die Bejagung des Rehwilds orientiert sich an gesetzlichen Jagdzeiten und waldbaulichen Erfordernissen. Gebräuchliche Methoden sind der Ansitz an Waldrändern und Äsungsflächen, die Pirsch sowie die sommerliche Blattjagd mit dem Fieblaut während der Brunftzeit.
Artenschutz & Handelsstatus: Reh
Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.
- Keine CITES-Genehmigung erforderlich
- Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
- Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten
Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Gebissentwicklung (P3-Zahnwechsel mit etwa 12 bis 14 Monaten von dreiteilig auf zweiteilig; Durchbruch des M3); Zahnabschliff an den Molaren; Rosenstöcke (beim alten Bock gedrungener); Gesamtkörperbau und Verhalten im Jahresverlauf.
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Kitz (P3 dreiteilig, M1 vorhanden, M2 bricht durch); Jährling/Schmalreh bis zum ca. 14. Monat (P3 wechselt von dreiteilig zu zweiteilig; M3 bricht durch); Mehrjährig (P3 zweiteilig, M3 voll ausgebildet; zunehmender Abschliff des Zahnschmelzes und Freilegung von Dentin).
Altersklassen & Klassifizierung
1. Jugendklasse (Kitze, Jährlinge und Schmalrehe im ersten Lebensjahr); 2. Mittelklasse (mehrjährige Böcke und Geißen); 3. Reife Rehböcke (mehrjährig, mit voll entwickelter Körpermasse).
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Mitteleuropäische Cerviden.
Das Reh ist die kleinste heimische Hirschart und zeichnet sich als Konzentratselektierer durch eine kurze Keimruhe (Eiruhe) nach der Blattzeit im Sommer aus. Im Gegensatz zum Rot- und Damwild wirft der Rehbock sein Gehörn bereits im Spätherbst (Oktober-Dezember) ab.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Reh nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
- Albanien
- Belgien
- Bosnien und Herzegowina
- Bulgarien
- Deutschland
- Dänemark
- Estland
- Georgien
- Griechenland
- Kroatien
- Lettland
- Liechtenstein
- Litauen
- Luxemburg
- Montenegro
- Niederlande
- Nordmazedonien
- Polen
- Rumänien
- Russland
- Schweden
- Schweiz
- Serbien
- Slowakei
- Spanien
- Tschechien
- Ukraine
- Ungarn
- Vereinigtes Königreich
- Österreich
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Verbreitung von Reh
Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.
- Land mit Nachweis
- Jagdregion mit Profil
Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.
Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Reh

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 23. Oktober 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Reh
Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.
Wo diese Art vorkommt
DACH 46
Bundesländer und Kantone mit Regionsprofil
- Aargau
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
- Baden-Württemberg
- Basel-Landschaft
- Bayern
- Bern
- Brandenburg
- Burgenland
- Freiburg
- Genf
- Glarus
- Graubünden
- Hessen
- Jura
- Kärnten
- Luzern
- Mecklenburg-Vorpommern
- Neuenburg
- Nidwalden
- Niederösterreich
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Oberösterreich
- Obwalden
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Salzburg
- Schaffhausen
- Schleswig-Holstein
- Schwyz
- Solothurn
- St. Gallen
- Steiermark
- Tessin
- Thurgau
- Thüringen
- Tirol
- Uri
- Vorarlberg
- Waadt
- Wallis
- Zug
- Zürich
Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum
Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Die Tabelle gibt die Zeiten für Reh aus 44 Verordnungen wieder. Verbindlich ist die amtliche Fassung, die auf der jeweiligen Rechtsraumseite verlinkt ist.
| Rechtsraum | Wildklasse | Jagdzeit |
|---|---|---|
| Burgenland (AT) | Rehböcke der Klasse I | 1. Mai bis 31. Oktober |
| Burgenland (AT) | Rehböcke der Klasse II | 16. April bis 31. Oktober |
| Burgenland (AT) | Schmalgeißen | 16. April bis 31. Dezember |
| Burgenland (AT) | Rehgeißen und Nachwuchsstücke | 16. August bis 31. Dezember |
| Wien (AT) | Rehböcke | 16. April bis 15. Oktober |
| Wien (AT) | Jährlinge | 1. April bis 15. Oktober |
| Wien (AT) | Schmalgeißen | 1. April bis 31. Dezember |
| Wien (AT) | sonstige Rehgeißen und Kitze | 16. August bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | Böcke der Klasse III | 1. Mai bis 31. Oktober |
| Salzburg (AT) | Böcke der Klassen II und I | 1. Juni bis 31. Oktober |
| Salzburg (AT) | Schmalrehe | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | nicht führende Geißen | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Salzburg (AT) | führende Geißen und Kitze | 1. August bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | Böcke der Klasse B | 1. Mai bis 31. Oktober |
| Kärnten (AT) | Böcke der Klasse A | 1. Juni bis 31. Oktober |
| Kärnten (AT) | Schmalrehe, nicht tragende und nicht führende Geißen | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Kärnten (AT) | führende Geißen und Kitze | 1. August bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | älterer Bock | 16. Mai bis 15. Oktober |
| Niederösterreich (AT) | Jährling | 16. April bis 15. Oktober |
| Niederösterreich (AT) | Jährling, in Weingärten und in den an Weingärten angrenzenden Grundflächen bis zu einer Tiefe von etwa 200 m sowie in Weingartenrieden | 1. April bis 15. Oktober |
| Niederösterreich (AT) | Schmalgeiß | 16. April bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | Schmalgeiß, in Weingärten und in den an Weingärten angrenzenden Grundflächen bis zu einer Tiefe von etwa 200 m sowie in Weingartenrieden | 1. April bis 31. Dezember |
| Niederösterreich (AT) | sonstige Geißen und Kitze | 16. August bis 31. Dezember |
| Oberösterreich (AT) | Ier und IIer Bock | 1. Juni bis 30. September |
| Oberösterreich (AT) | IIIer Bock | 1. Mai bis 30. September |
| Oberösterreich (AT) | Schmalreh | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Oberösterreich (AT) | Geiß und Kitz | 16. August bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | Rehböcke Klasse I und II (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) | 16. Mai bis 15. Oktober |
| Steiermark (AT) | Rehböcke Klasse I und II (übrige Bezirke) | 1. Juni bis 31. Oktober |
| Steiermark (AT) | Rehböcke Klasse III (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) | 16. April bis 15. Oktober |
| Steiermark (AT) | Rehböcke Klasse III (übrige Bezirke) | 1. Mai bis 31. Oktober |
| Steiermark (AT) | Schmalgeißen (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) | 16. April bis 15. Dezember |
| Steiermark (AT) | Schmalgeißen (übrige Bezirke) | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | nichtführende Rehgeißen (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) | 1. Mai bis 15. Dezember |
| Steiermark (AT) | nichtführende Rehgeißen (übrige Bezirke) | 16. Mai bis 31. Dezember |
| Steiermark (AT) | führende Rehgeißen und -kitze (Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Graz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Südoststeiermark) | 16. August bis 15. Dezember |
| Steiermark (AT) | führende Rehgeißen und -kitze (übrige Bezirke) | 16. August bis 31. Dezember |
| Tirol (AT) | Rehböcke der Klassen I und II | 1. Juni bis 31. Oktober |
| Tirol (AT) | beschlagene oder führende Geißen und Kitze | 1. Juli bis 31. Dezember |
| Tirol (AT) | Schmalgeißen, nichtführende Geißen und Bockjährlinge | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Vorarlberg (AT) | mehrjährige Rehböcke | 1. Juni bis 15. Oktober |
| Vorarlberg (AT) | Schmalgeißen, Bockjährlinge und nichtführende Rehgeißen | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Vorarlberg (AT) | führende Rehgeißen und Kitze | 16. August bis 31. Dezember |
| Zürich (CH) | Böcke, Schmalrehe und Galtgeissen | 2. Mai bis 31. Dezember |
| Zürich (CH) | Geissen und Kitze | 1. September bis 31. Dezember |
| Aargau (CH) | Rehbock, Schmalreh und Galtgeiss | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Aargau (CH) | Rehgeiss und Rehkitz | 1. September bis 31. Dezember |
| Basel-Landschaft (CH) Fassung bis | Ansitz und Pirsch | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Basel-Landschaft (CH) | freie, laute Jagd | 1. Oktober bis 31. Dezember |
| Basel-Stadt (CH) Fassung bis | Ansitz und Pirsch | 1. Mai bis 31. Dezember |
| Basel-Stadt (CH) | freie, laute Jagd | 1. Oktober bis 31. Dezember |
| Solothurn (CH) | alle Klassen | 1. Mai bis 15. Dezember |
| Luzern (CH) Fassung bis | Böcke und Schmalrehe | 1. Mai bis 15. Dezember |
| Luzern (CH) | Geissen | 1. September bis 15. Dezember |
| Luzern (CH) | Kitze | 1. Oktober bis 15. Dezember |
| Zug (CH) Fassung bis | Niederwildjagd | 1. Oktober bis 31. Oktober |
| Zug (CH) | Niederwildjagd | 7. November bis 7. November |
| Zug (CH) | Niederwildjagd | 14. November bis 14. November |
| St. Gallen (CH) Fassung bis | Böcke, Schmalreh, nicht tragende und nicht führende Geissen | 1. Mai bis 19. Dezember |
| St. Gallen (CH) | Geissen und Kitze | 15. August bis 19. Dezember |
| Appenzell Ausserrhoden (CH) Fassung bis | Ansitzjagd, nur Böcke und nicht führende Geissen | 7. September bis 26. September |
| Appenzell Ausserrhoden (CH) | Niederjagd | 28. September bis 7. November |
| Appenzell Innerrhoden (CH) Fassung bis | Hochwildjagd | 7. September bis 3. Oktober |
| Appenzell Innerrhoden (CH) | Niederwildjagd | 5. Oktober bis 14. November |
| Graubünden (CH) Fassung bis | Hochjagd, erste Phase | 3. September bis 13. September |
| Graubünden (CH) | Hochjagd, zweite Phase | 21. September bis 30. September |
| Graubünden (CH) | Kitze, nur vorgesehene Jagdbezirke | 27. September bis 30. September |
| Graubünden (CH) | Sonderjagd | 31. Oktober bis 20. Dezember |
| Uri (CH) Fassung bis | Böcke | 12. Oktober bis 17. Oktober |
| Uri (CH) | Geissen | 12. Oktober bis 13. Oktober |
| Uri (CH) | Kitze | 14. Oktober bis 20. Oktober |
| Uri (CH) | Gabler, nur Gebiet Ursern | 12. Oktober bis 13. Oktober |
| Nidwalden (CH) Fassung bis | Niederjagd | 15. Oktober bis 4. November |
| Obwalden (CH) Fassung bis | Niederjagd, längstens | 5. Oktober bis 24. Oktober |
| Bern (CH) | Patent B | 1. Oktober bis 15. November |
| Waadt (CH) Fassung bis | alle Klassen | 1. Oktober bis 30. Oktober |
| Waadt (CH) | Ansitz und Pirsch, Dämmerung | 1. Oktober bis 31. Oktober |
| Neuenburg (CH) Fassung bis | Patent A | 1. Oktober bis 9. November |
| Jura (CH) Fassung bis | Permis général | 3. Oktober bis 30. November |
| Wallis (CH) Fassung bis | Permis A, Montag bis Samstag | 21. September bis 3. Oktober |
| Wallis (CH) | Permis B, Dienstag und Samstag | 6. Oktober bis 24. Oktober |
| Tessin (CH) Fassung bis | Hochjagd, nach Tagesraster der Tabelle | 5. September bis 27. September |
| Bayern (DE) | Kitze | 1. September bis 15. Januar |
| Bayern (DE) | Schmalrehe | 16. April bis 15. Januar |
| Bayern (DE) | Geißen | 1. September bis 15. Januar |
| Bayern (DE) | Böcke | 16. April bis 15. Oktober |
| Baden-Württemberg (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Schmalrehe | 1. Mai bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Ricken | 1. September bis 31. Januar |
| Baden-Württemberg (DE) | Böcke | 1. Mai bis 31. Januar |
| Nordrhein-Westfalen (DE) Fassung bis | Kitze und Ricken | 1. September bis 31. Januar |
| Nordrhein-Westfalen (DE) | Schmalrehe (Frühjahr) | 1. Mai bis 31. Mai |
| Nordrhein-Westfalen (DE) | Schmalrehe (Herbst bis Winter) | 1. September bis 31. Januar |
| Nordrhein-Westfalen (DE) | Böcke | 1. Mai bis 31. Januar |
| Niedersachsen (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Niedersachsen (DE) | Schmalrehe (Frühjahr) | 1. April bis 15. Mai |
| Niedersachsen (DE) | Schmalrehe (Herbst bis Winter) | 1. September bis 31. Januar |
| Niedersachsen (DE) | Rehböcke | 1. April bis 31. Januar |
| Brandenburg (DE) | Ricke und Kitz | 1. September bis 15. Januar |
| Brandenburg (DE) | Rehbock und Schmalreh | 16. April bis 15. Januar |
| Sachsen (DE) | Böcke und Schmalrehe | 16. April bis 31. Januar |
| Sachsen (DE) | Kitze und Ricken | 1. August bis 31. Januar |
| Berlin (DE) | Ricken/Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Berlin (DE) | Böcke/Schmalrehe | 1. April bis 31. Mai (zweite Jagdzeit 01.08. bis 31.01.) |
| Berlin (DE) | Böcke/Schmalrehe | 1. August bis 31. Januar |
| Bremen (DE) | Kitz | 1. September bis 31. Januar |
| Bremen (DE) | Schmalreh | 1. September bis 31. Januar |
| Hamburg (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Hamburg (DE) | Schmalrehe | 1. Mai bis 15. Juni (zweite Jagdzeit 01.09. bis 31.01.) |
| Hamburg (DE) | Schmalrehe | 1. September bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Schmalrehe | 15. April bis 31. Januar (LVwA-VO 21.06.2017) |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Ricken | 1. September bis 31. Januar |
| Sachsen-Anhalt (DE) | Böcke | 15. April bis 31. Januar (LVwA-VO 21.06.2017) |
| Schleswig-Holstein (DE) | Böcke | 1. Mai bis 31. Januar |
| Schleswig-Holstein (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Schleswig-Holstein (DE) | Schmalrehe | 1. Mai bis 31. Mai (und 01.09. bis 31.01.) |
| Schleswig-Holstein (DE) | Schmalrehe | 1. September bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Schmalrehe | 1. April bis 15. Mai (und 01.09. bis 31.01.) |
| Saarland (DE) | Schmalrehe | 1. September bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Ricken | 1. September bis 31. Januar |
| Saarland (DE) | Böcke | 1. April bis 31. Januar |
| Thüringen (DE) Fassung bis | Ricken, Kitze | 1. September bis 15. Januar |
| Thüringen (DE) | Böcke | 1. April bis 15. Oktober (ThürVSRVO: Schonzeitende 31.03. bis 31.03.2027; ThürJZVO selbst: 01.05.) |
| Thüringen (DE) | Böcke durch Gesellschaftsjagd | 16. Oktober bis 15. Januar |
| Thüringen (DE) | Schmalrehe | 1. April bis 15. Januar (ThürVSRVO: Schonzeitende 31.03. bis 31.03.2027) |
| Rheinland-Pfalz (DE) Fassung bis | Schmalrehe, Böcke | 1. Mai bis 31. Januar |
| Rheinland-Pfalz (DE) | Kitze, Ricken | 1. September bis 31. Januar |
| Mecklenburg-Vorpommern (DE) | Kitze | 1. September bis 31. Januar |
| Mecklenburg-Vorpommern (DE) | Böcke und Schmalrehe | 16. April bis 31. Januar |
Wissenschaftliche Arbeiten zu Reh
Ausgewählte Studien zur Biologie, Raumnutzung, Nahrung oder dem Management dieser Art.
- Distinctive antler morphology in European roe deer: implications for evolution, conservation and game management
- Spatial strategies and harvest dynamics in roe deer hunting
- Exploring the use of REM in compact hunting grounds comparing site specific to average parameters
- Characterising the dietary patterns of the European Roe Deer across biogeographical regions
- Food security and the value of game animals-a study of Sweden
- Cost-effectiveness of lures in attracting mammals: a large scale camera-trapping field test on European species
Häufige Fragen zu Reh
Was ist die Blattzeit beim Rehwild?
Als Blattzeit wird die sommerliche Paarungszeit bezeichnet. Ihr genauer Verlauf schwankt regional und mit der Witterung; Fieplaute können zur Beobachtung oder Lockjagd imitiert werden. Jagdzeiten sind davon getrennt und ausschließlich regional zu prüfen.
Was bedeutet 'Fegen' beim Rehbock?
Das Gehörn wächst unter einer durchbluteten Hauthülle (Bast). Im Frühjahr streift der Bock diesen vertrockneten Bast an Sträuchern und Bäumen ab - diesen Vorgang nennt man Fegen.
Wie unterscheidet man Geiß und Bock im Winterkleid?
Nach dem Abwerfen des Gehörns reicht ein einzelnes Merkmal nicht. Körperform, Verhalten, Stellung im Sprung sowie Schürze beziehungsweise Pinsel werden gemeinsam beurteilt; verdeckte oder ungünstig stehende Stücke bleiben unbestimmt.
Kann man das Alter eines Rehbocks am Gehörn sicher erkennen?
Nein. Gehörnmasse, Endenzahl und Rosen liefern im Feld keine jahrgenaue Altersangabe. Vor dem Schuss ist nur eine vorsichtige Altersklassenschätzung aus Körperbau, Verhalten und mehreren Merkmalen vertretbar.
Warum ist Kitzrettung vor der Mahd wichtig?
Ricken setzen Kitze häufig in hohes Grünland; die Jungtiere drücken sich bei Gefahr. Flächenabsprache, Suche unmittelbar vor der Mahd und Mähen von innen nach außen senken das Risiko, ersetzen aber nicht die örtlichen Sicherheits- und Tierschutzvorgaben.
Quellen und Evidenz
6 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.8.2026
BFW-Praxisinformation 57: Mischwälder sind stärker vom Wildeinfluss betroffen
- Peer-Review Studie Abruf: 10.8.2026
Characterising the dietary patterns of the European Roe Deer across biogeographical regions
- Peer-Review Studie
Modelling the relative abundance of roe deer along environmental gradients
- Peer-Review Studie Abruf: 24.10.2026
Home range and habitat use of roe deer (Capreolus capreolus) reared in captivity and released in the wild (Pandini & Cesaris 1997, Hystrix 9: 45-50)
- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.10.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere Deutschlands
- Amtliche Primärquelle Abruf: 24.10.2026
Neues vom Reh. Rehforschung und Rehwildmanagement im Nationalpark Bayerischer Wald (Marco Heurich, LWF aktuell 79/2010)
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 6 Primärquellen hinterlegt
