Schweiz · Jagdregion
Genf (Schweiz)
Weltweiter Sonderfall: Staatliches Regiesystem ohne Milizjäger seit 1974 mit Berufs-Wildhütern und Nachtsichttechnik.

Lage
- Haupt- oder Landeshauptstadt
- Internationaler Flughafen (IATA-Code)
- Fluss
Gelände zeigt Höhenlage, Luftbild Wald und Alm. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
- Flüsse
- Rhone
- Internationale Flughäfen
- Genf (GVA)
Landschaft und Topografie
Intensive Wein- und Agrarkulturen, urbanisierte Zonen und kleine, isolierte Restwälder.
Wildbestand und Erwartung
Die Eidgenössische Jagdstatistik erfasst, was erlegt und was als Fallwild gefunden wurde, und nach den Vorschriften des Bundesrates auch den Bestand der wichtigsten Arten. Im Jagdjahr 2025 (in den meisten Kantonen 1. April 2025 bis 31. März 2026) kamen im Kanton Genf 0 Rehe (2024: 0), 0 Stück Rotwild (2024: 0), 0 Gämsen (2024: 0) und 0 Wildschweine (2024: 0) zur Strecke. Beim Fallwild stehen 98 Rehe, 10 Stück Rotwild, 0 Gämsen und 25 Wildschweine.
Beim Raubwild wurden 0 Füchse erlegt (2024: 0), aber 0 als Fallwild gemeldet; beim Dachs stehen 0 Abschüssen 51 Fallwildtiere gegenüber, beim Steinmarder 0 zu 17.
Strecke ist kein Bestand: Sie folgt Abschussplanung, Witterung und Jagddruck und sagt nichts darüber, was in einem einzelnen Revier oder mit einem einzelnen Patent freigegeben ist.
Anreise, Unterkunft und Logistik
Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem eigenen PKW. Unterkünfte reichen von einfachen Jagdhütten bis hin zu Pensionen. Der Transport von Waffen und Munition unterliegt den nationalen Transportbestimmungen (verschlossen und getrennt).
Dokumente und Waffenmitnahme
Gültiger Jagdschein (bzw. Jagdkarte des jeweiligen Bundeslandes/Kantons), amtlicher Lichtbildausweis sowie bei eigener Waffe der Europäische Feuerwaffenpass. Gastjäger benötigen zudem eine Jagdgasteinladung oder Jagdgastkarte.
Kostenbestandteile
Die Kosten umfassen Jagdbetriebskosten (Jagdkarte/Patent, ggf. Gastkarte), Abschussgebühren nach Wildart und Trophäenstärke sowie Nebenkosten für Pirschführung und Wildbretübernahme.
Rechtliche Orientierung
Der Bund regelt die Grundsätze, der Vollzug liegt beim Kanton. Die Kantone unterscheiden sich grundlegend im Jagdsystem; maßgeblich ist die kantonale Jagdgesetzgebung. Die Schweiz regelt die Jagdgrundsätze durch das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986. Die Kantone planen und regeln die Jagd nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit und stimmen die Jagdplanung bei Bedarf miteinander ab. Die Direction de la biodiversité et des forêts des Office cantonal de l'agriculture et de la nature (OCAN) ist für Biodiversitäts- und Forstwirtschaftsfragen zuständig. Im Kanton Genf sind die gardes de l'environnement an der Wildtierverwaltung beteiligt, darunter Observation, Überwachung, Prävention von Wildschäden und gelegentliche Regulierungen. Im Kanton Genf ist die Loi sur la faune (LFaune) die Kantonalverordnung. Die Kantonalverordnung rsGE M 5 05 trägt den Titel 'Loi sur la faune' (LFaune). Für die Jagd verbotene Hilfsmittel bestimmt der Bundesrat. Die Kantone bestimmen die Voraussetzungen für die Jagdberechtigung, legen das Jagdsystem und das Jagdgebiet fest und sorgen für eine wirkungsvolle Aufsicht.
Jagdlicher Charakter
Keine Milizjagd; ausschließliche Regulation durch staatliche Wildhüter mittels Nachtabschuss.
Besonderheiten der Region
Steuerfinanziertes Wildmanagement, Einsatz von Saufängen, Verhaltensänderung des Wildes (tagaktiv).
Naturraum und Lebensräume
Der Kanton Genf ist ein Kanton ohne Jagen, da seit 1974 auf seinem gesamten Gebiet die Jagd verboten ist. Die für die Jagd verbotenen Hilfsmittel legt der Bundesrat fest und sorgt für die Erstellung einer eidgenössischen Jagdstatistik. Es ist Aufgabe der Kantone, wildlebende Säugetiere und Vögel ausreichend vor Störungen zu schützen. Weitere Jagdbanngebiete und Vogelreservate können von den Kantonen ausgeschieden werden. In diesen Gebieten ist die Jagd verboten. Im Einvernehmen mit den Kantonen bestimmt der Bundesrat Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung. Die Kantone ergreifen Massnahmen, um Wildschäden vorzubeugen. Der Bund fördert und koordiniert die Massnahmen der Kantone zur Verhütung von Wildschaden. Die Kantone regeln die Entschädigungspflicht. Sie gilt nur insoweit, als es sich nicht um Bagatellschäden handelt und die zumutbaren Massnahmen zur Verhütung von Wildschaden getroffen wurden. Der Bundesrat lässt eine eidgenössische Jagdstatistik erstellen.
Was ein Jagdgast braucht
Eine Jagdberechtigung, die nur für einzelne Tage gilt, können die Kantone sowohl Jagdgästen als auch Personen erteilen, die sich auf die Jagdprüfung vorbereiten. Den Kantonen steht es frei, jagdbare Tiere auszusetzen, wenn dafür ein geeigneter Lebensraum besteht und eine ausreichende Schonung sichergestellt ist. Das Aussetzen von Tieren ist verboten, wenn sie grossen Schaden verursachen oder die einheimische Artenvielfalt gefährden. Wer jagen will, benötigt eine kantonale Jagdberechtigung. Die Kantone führen nach den Vorschriften des Bundesrates eine Statistik über den Abschuss und den Bestand der wichtigsten Arten.
Jagdwetter & Ansitzfenster: Genf
Wildarten in dieser Region
Häufige Fragen zu Genf (Schweiz)
Wie funktioniert das Schwarzwildmanagement in Genf ohne private Jäger?
Staatliche Wildhüter führen behördlich angeordnete Nachtabschüsse mit Wärmebildtechnik durch und setzen Saufänge an Schadflächen ein.
Wie hat sich das Verhalten von Feldhasen und Rehen im jagdfreien Genf verändert?
Ohne kontinuierlichen Milizjagddruck sind sie tagaktiv und wenig scheu geworden; bei Totalschäden greift der Staat punktuell lethal ein.
Quellen und Evidenz
1 Eintrag- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0)
Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Verantwortlich: WSK
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Genf (Schweiz); geltendes Jagdrecht: Genf
- Inhalt geprüft
- Prüfvermerk
- Fachlich geprüft von WSK
- Primärquellen
- 1 Quelle hinterlegt

































