Worum es in den Leitfäden geht

Die Leitfäden behandeln Notlagen im Revier und auf der Bergjagd: den Notfall mit Sicherung, Notruf und Wärme, die Orientierung ohne Empfang mit Karte, Kompass und Geländelesen, die Notunterkunft mit Feuer als Wärme- und Signalquelle, Wasser und Notnahrung sowie Kälte, Wind und Gebirge mit festem Umkehrpunkt.

Gemeinsam ist ihnen eine Reihenfolge, die Vorsorge vor Improvisation stellt: Die eigene Sicherheit geht der Bergung voraus, die Umkehrzeit wird vor dem Aufbruch festgelegt, und GPS ist Hilfsmittel neben Papierkarte und Kompass. Wärme und Nässe entscheiden über die Zeit bis zur Hilfe; Unterkühlung tötet schneller als Hunger. Wasser aus unbekanntem Gerinne wird erst behandelt, unbestimmte Wildpflanzen sind keine Notnahrung, und Feuer gibt es nur mit Erlaubnis, Übersicht und Löschwasser. Eine Gruppe bleibt zusammen; eine Person geht nur nach Absprache.

Alpine Notfallnummern im DACH-Raum

Im Ernstfall zählt jede Minute. Notfallnummern sind im Mobilfunknetz priorisiert und können meist auch bei schwacher Netzabdeckung oder gesperrter SIM abgesetzt werden:

112

Euro-Notruf

Europaweit gilt die 112 für alle Rettungsdienste und Notfälle (kostenfrei, netzübergreifend).

140

Bergrettung Österreich

Direkte Notrufnummer des Österreichischen Bergrettungsdienstes für alpine Notlagen.

144 / 1414

Schweiz: Sanität & Rega

144 für die kantonale Sanitätsnotrufzentrale; 1414 für direkte Alarmierung der Rega.

Grenze der Selbstrettung: Die Artikel in diesem Bereich vermitteln Grundlagen zur Risikovermeidung und Notfallüberbrückung. Sie ersetzen keinen zertifizierten Ersthelfer-, Lawinen- oder Bergrettungskurs (z. B. ÖBRD, Bergwacht, SAC).