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Baumarten
14 Baumarten: Erkennung, Standort, Äsung und Wildschäden.
Erkennen und Wildschaden auf einen Blick
Ob eine Baumart in der Verjüngung ankommt, entscheidet oft das Schalenwild: Verbiss am Leittrieb, Schäle an der Rinde, Fegen durch Rehböcke. Die Tabelle nennt für 14 heimische Baumarten das sichere Erkennungsmerkmal und den Schaden, der sie am stärksten trifft. Der Name führt zum Profil.
| Baumart | Erkennen an | Lichtbedarf | Typischer Wildschaden |
|---|---|---|---|
| Gemeine Fichte Picea abies | Nadeln einzeln, spitz und stechend, rundum am Zweig stehend, vierkantig | Halbschatten | Die Fichte ist die von Schälschäden am stärksten betroffene Baumart. |
| Weißtanne Abies alba | Nadeln flach, weich, stumpf, unterseits mit zwei weißen Wachsstreifen | Schatten | Die Weißtanne ist die verbissempfindlichste heimische Hauptbaumart. |
| Waldkiefer Pinus sylvestris | Nadeln zu zweit in einer Scheide, 4 bis 7 cm, blaugrün gedreht | Licht | Verbiss am Leittrieb führt zu Zwieselbildung und Wertverlust. |
| Europäische Lärche Larix decidua | Weiche Nadeln, einzeln an Langtrieben, in Büscheln an Kurztrieben; laubabwerfend | Schatten | Lärchenholz ist wegen seiner Dauerhaftigkeit für Kanzeln und Hochsitze gefragt. |
| Douglasie Pseudotsuga menziesii | Nadeln weich, flach, beim Zerreiben mit deutlichem Zitrus- oder Orangenduft | Halbschatten | Fege- und Schälschäden kommen vor, sind aber seltener als bei der Fichte. |
| Eibe Taxus baccata | Nadeln flach, weich, dunkelgrün, unterseits mattgrün | Schatten | Umgekehrt gefährdet zu hoher Verbiss die Art selbst: Wo Eiben stark verbissen werden, bleibt Verjüngung aus. |
| Rotbuche Fagus sylvatica | Wechselständig, eiförmig, am Rand gewellt und bewimpert | Schatten | Buchenverjüngung wird verbissen, ist aber weniger empfindlich als Tanne oder Eiche. |
| Stieleiche Quercus robur | Wechselständig, buchtig gelappt, fast sitzend, am Grund geöhrt | Licht | Eichenverjüngung ist stark verbissgefährdet, weil sie im Vergleich zur Buche länger im Äsungsbereich bleibt. |
| Hainbuche Carpinus betulus | Wechselständig, doppelt gesägt, mit deutlich eingeprägten Blattnerven | Schatten | Wird verbissen, treibt aber nach Verbiss und Rückschnitt kräftig wieder aus - daher als Niederhecke robust. |
| Gemeine Esche Fraxinus excelsior | Gegenständig, unpaarig gefiedert mit 9 bis 15 Fiederblättchen | Halbschatten | Neben Verbiss ist derzeit das Eschentriebsterben - eine eingeschleppte Pilzkrankheit - das größere Problem und lässt ganze Bestände absterben. |
| Bergahorn Acer pseudoplatanus | Gegenständig, handförmig fünflappig, Buchten spitz, Unterseite graugrün | Halbschatten | Der Bergahorn ist stark verbiss- und schälgefährdet. |
| Sandbirke Betula pendula | Wechselständig, dreieckig-rautenförmig, doppelt gesägt, lang zugespitzt | Licht | Wird verbissen und gefegt, verträgt das aber wegen ihres raschen Wuchses besser als andere Arten. |
| Schwarzerle Alnus glutinosa | Wechselständig, rundlich, an der Spitze eingebuchtet oder gestutzt, klebrig jung | Licht | Geringe Verbissbelastung, weil das Laub wenig angenommen wird. |
| Vogelbeere Sorbus aucuparia | Wechselständig, unpaarig gefiedert mit 9 bis 19 gesägten Fiederblättchen | Licht | Gerade weil sie gern angenommen wird, kommt sie bei hohem Wildbestand kaum über Äsungshöhe hinaus. |
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Nadelbäume
Gemeine Fichte
Picea abies
Häufigster Nadelbaum Mitteleuropas mit spitzen, rundum am Zweig stehenden Nadeln und hängenden Zapfen, die als Ganzes abfallen.
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Nadelbäume
Weißtanne
Abies alba
Tiefwurzelnde Schattbaumart mit flachen, weichen Nadeln und aufrecht stehenden Zapfen, die am Baum zerfallen.
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Nadelbäume
Waldkiefer
Pinus sylvestris
Anspruchslose Lichtbaumart mit Nadelpaaren und orangeroter Rinde im oberen Stammbereich.
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Nadelbäume
Europäische Lärche
Larix decidua
Einziger heimischer Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft; ausgeprägte Lichtbaumart der Gebirgslagen.
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Nadelbäume
Douglasie
Pseudotsuga menziesii
Aus Nordamerika eingeführte Nadelbaumart; die zerriebenen Nadeln duften deutlich nach Zitrus.
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Nadelbäume
Eibe
Taxus baccata
Schattenertragender, sehr langlebiger Nadelbaum - in allen Teilen giftig außer dem roten Samenmantel.
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Laubbäume
Rotbuche
Fagus sylvatica
Die prägende Schattbaumart Mitteleuropas - glatte silbergraue Rinde, Bucheckern als Mastfrucht.
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Laubbäume
Stieleiche
Quercus robur
Lichtbaumart mit lang gestielten Eicheln und fast sitzenden Blättern; ökologisch die artenreichste heimische Baumart.
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Laubbäume
Hainbuche
Carpinus betulus
Trotz des Namens keine Buche, sondern ein Birkengewächs - kenntlich am gedrehten, spannrückigen Stamm.
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Laubbäume
Gemeine Esche
Fraxinus excelsior
Rasch wachsender Laubbaum mit gegenständigen, gefiederten Blättern und tiefschwarzen Winterknospen.
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Laubbäume
Bergahorn
Acer pseudoplatanus
Laubbaum der Berglagen mit gegenständigen, handförmig gelappten Blättern und geflügelten Spaltfrüchten.
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Laubbäume
Sandbirke
Betula pendula
Anspruchslose Pionierbaumart mit weißer Rinde - besiedelt Kahlflächen und Brachen zuerst.
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Laubbäume
Schwarzerle
Alnus glutinosa
Baum der nassen Standorte; bindet über Wurzelknöllchen Luftstickstoff und gedeiht dort, wo andere Arten versagen.
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Laubbäume
Vogelbeere
Sorbus aucuparia
Pionierbaum mit gefiederten Blättern und roten Früchten - wichtige Äsung und Vogelnahrung, zugleich stark verbissgefährdet.
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