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Weisstanne mit gerader Stammachse und flach ausladenden Aesten; die glatte, grauweisse Rinde unterscheidet sie von der Fichte
Foto: Crusier · CC BY-SA 3.0

Sichere Erkennung

Das sicherste Merkmal sind die Zapfen: Sie stehen aufrecht auf den Zweigen und zerfallen am Baum, sodass nur die Spindel stehen bleibt. Ganze Tannenzapfen am Boden gibt es nicht. Die Nadeln sind flach, weich und tragen unterseits zwei weiße Streifen.

Standort und Verbreitung

Bergmischwald der mittleren Lagen, oft mit Buche und Fichte. Braucht gleichmäßige Feuchte und verträgt keine Staunässe.

Bedeutung für das Wild

Tannennadeln werden im Winter gern angenommen. Genau das macht die Art zur Schlüsselgröße im Verhältnis von Wald und Wild.

Verbiss, Schäle und Fegen

Die Weißtanne ist die verbissempfindlichste heimische Hauptbaumart. Bei zu hohen Schalenwildbeständen fällt sie aus der Verjüngung vollständig aus - sichtbar an Beständen, in denen die Tanne nur noch als Altholz vorkommt.

Waldbauliche Rolle

Die Pfahlwurzel macht die Tanne im Klimawandel wertvoll: sturmfest, trockenheitstoleranter als die Fichte, dazu schattenertragend. Ihre Wiederherstellung gelingt nur bei angepasstem Wildbestand.

Wissen prüfen

Zu dieser und den übrigen Baumarten gibt es Übungsfragen mit vier Antwortmöglichkeiten und Begründung: Bäume und Waldbau.

Häufige Fragen zu Weißtanne

Warum gilt die Weißtanne als Weiser für den Wildbestand?

Sie wird von Rehwild besonders gern verbissen. Kommt sie in der Naturverjüngung nicht hoch, obwohl Altbäume Samen liefern, ist der Wildeinfluss zu hoch.

Quellen und Evidenz

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