Sichere Erkennung
Kleinste Möwe Bayerns, etwa taubengroß, kleinerer Kopf, längerer Hals, kürzerer Stoß als andere Möwen. Dunkle Kapuze im Prachtkleid bzw. dunkler Ohrfleck. Weißes Körpergefieder, hellgraue Flügeldecken, schwarze Binde an den Flügelspitzen. Schnabel und Ständer kräftig rot. Länge 34 bis 43 cm. Weibchen 195 bis 300 g, Männchen 250 bis 400 g. Jungvögel bis zum dritten Lebensjahr vom Altvogel verschieden.
Biologie und Lebensweise
Koloniebrüter und stimmfreudig; der Name kommt von den Lautäußerungen in den Brutkolonien. Neben den Brutkolonien sind von Herbst bis Frühjahr Durchzügler und Überwinterungsgäste anzutreffen. Jungvögel unterscheiden sich bis zum dritten Lebensjahr von den Altvögeln.
Nahrung und Raumnutzung
Die Artseite des Wildtierportals Bayern beschreibt Häufigkeit, Kolonien und das Prachtkleid, keine eigene Futtermengenliste. Die Ansprache erfolgt über Kapuze, Schnabel- und Ständerfarbe, nicht über die Nahrung.
Lebensraum und Ansprüche
Brutbestand 17.500 bis 27.000 Paare. Brutplätze unter anderem Altmühlsee, Mohrhof-, Charlottenhofer- und Rötelseeweihergebiet, Seen des südlichen Alpenvorlandes.
Bestand und Management
In einzelnen Tabellen namentlich (Bayern), sonst Sammelgruppe Möwen oder ohne Jagdzeit. Die Tabelle des Rechtsraums gilt. BJagdG § 19 Abs. 1 Nr. 4 nimmt Möwen vom Nachtjagdverbot auf Federwild aus, wo die Jagd zulässig ist.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Lachmöwe nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Wo diese Art vorkommt
DACH 46
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
- Aargau
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
- Baden-Württemberg
- Basel-Landschaft
- Bayern
- Bern
- Brandenburg
- Burgenland
- Freiburg
- Genf
- Glarus
- Graubünden
- Hessen
- Jura
- Kärnten
- Luzern
- Mecklenburg-Vorpommern
- Neuenburg
- Nidwalden
- Niederösterreich
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Oberösterreich
- Obwalden
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Salzburg
- Schaffhausen
- Schleswig-Holstein
- Schwyz
- Solothurn
- St. Gallen
- Steiermark
- Tessin
- Thurgau
- Thüringen
- Tirol
- Uri
- Vorarlberg
- Waadt
- Wallis
- Zug
- Zürich
Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum
Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Für Lachmöwe ist noch keine Verordnungstabelle übernommen. Die geltenden Fristen stehen in der Verordnung des jeweiligen Bundeslands oder Kantons.
Häufige Fragen zu Lachmöwe
Warum heißt die Lachmöwe so?
Wegen der Lautäußerungen. In großen Brutkolonien ist das Stimmkonzert nicht zu überhören.
Wo brütet sie in Bayern?
Unter anderem Altmühlsee, Mohrhof-, Charlottenhofer- und Rötelseeweihergebiet sowie Seen des südlichen Alpenvorlandes. Bestand 17.500 bis 27.000 Brutpaare.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.9.2026
Artseite im Wildtierportal Bayern
- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.9.2026
GBIF Backbone Taxonomy
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 2 Primärquellen hinterlegt
Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: Dr. Wolfgang Spiess-Knafl
