Schweiz · Jagdregion
Tessin (Schweiz)
Alpensüdseite mit mediterran-alpinem Relief, Caccia alta/bassa, Segugio-Laufhundjagd und Kastanienurwäldern.

Lage
- Haupt- oder Landeshauptstadt
- Ort
- Fluss
Gelände zeigt Höhenlage, Luftbild Wald und Alm. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
- Gebirge
- Alpen
- Gewässer
- Luganersee
- Flüsse
- Ticino
Landschaft und Topografie
Tessiner Kastanienurwälder, alpine Felsregionen und dichte, feuchte Laubwälder im Süden.
Wildbestand und Erwartung
Die Eidgenössische Jagdstatistik des BAFU erfasst, was erlegt und was als Fallwild gefunden wurde, nicht wie viel Wild lebt. Im Jagdjahr 2025 (in den meisten Kantonen 1. April 2025 bis 31. März 2026) kamen im Kanton Tessin 239 Rehe (2024: 389), 2.651 Stück Rotwild (2024: 2.499), 463 Gämsen (2024: 619) und 1.677 Wildschweine (2024: 2.904) zur Strecke. Beim Fallwild stehen 133 Rehe, 209 Stück Rotwild, 56 Gämsen und 69 Wildschweine.
Beim Raubwild wurden 0 Füchse erlegt (2024: 0), aber 0 als Fallwild gemeldet; beim Dachs stehen 28 Abschüssen 35 Fallwildtiere gegenüber, beim Steinmarder 0 zu 0.
Strecke ist kein Bestand: Sie folgt Abschussplanung, Witterung und Jagddruck und sagt nichts darüber, was in einem einzelnen Revier oder mit einem einzelnen Patent freigegeben ist.
Anreise, Unterkunft und Logistik
Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem eigenen PKW. Unterkünfte reichen von einfachen Jagdhütten bis hin zu Pensionen. Der Transport von Waffen und Munition unterliegt den nationalen Transportbestimmungen (verschlossen und getrennt).
Dokumente und Waffenmitnahme
Gültiger Jagdschein (bzw. Jagdkarte des jeweiligen Bundeslandes/Kantons), amtlicher Lichtbildausweis sowie bei eigener Waffe der Europäische Feuerwaffenpass. Gastjäger benötigen zudem eine Jagdgasteinladung oder Jagdgastkarte.
Kostenbestandteile
Die Kosten umfassen Jagdbetriebskosten (Jagdkarte/Patent, ggf. Gastkarte), Abschussgebühren nach Wildart und Trophäenstärke sowie Nebenkosten für Pirschführung und Wildbretübernahme.
Rechtliche Orientierung
Der Bund regelt die Grundsätze, der Vollzug liegt beim Kanton. Die Kantone unterscheiden sich grundlegend im Jagdsystem; maßgeblich ist die kantonale Jagdgesetzgebung. Das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986 (Stand am 1. Februar 2025) regelt die Jagd in der Schweiz. Die Kantone regeln und planen die Jagd nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und koordinieren die Jagdplanung soweit erforderlich untereinander. Die Kantone bestimmen die Voraussetzungen für die Jagdberechtigung, legen das Jagdsystem und das Jagdgebiet fest und sorgen für eine wirkungsvolle Aufsicht. Wer jagen will, braucht eine kantonale Jagdberechtigung. Die Jagdberechtigung wird Bewerbern erteilt, die in einer vom Kanton festgelegten Prüfung nachweisen, dass sie über die erforderlichen Kenntnisse verfügen. Den Kantonen steht es frei, Personen in der Vorbereitung auf die Jagdprüfung sowie Jagdgästen eine Jagdberechtigung zu erteilen, die auf einzelne Tage beschränkt ist. Die Kantone regeln insbesondere den Schutz der Muttertiere und der Jungtiere während der Jagd sowie der Altvögel während der Brutzeit. Beim Anstellen muss der Berufswildhüter (im Folgenden: Wildhüter) mindestens das Wissen eines Jägers besitzen. Er wird durch den Präfekten vereidigt.
Jagdlicher Charakter
Strikte Trennung in Hoch- und Niederjagd, intensive Treibjagden mit Segugio-Hunden auf Sauen.
Besonderheiten der Region
Enorme Schwarzwildvermehrung durch Kastanienmast, Kontrollstationen-Pflicht für Rotwildtrophäen und Unterkiefer.
Waffen, Trophäen und Artenschutz
Die Kontrolle erlegten Schalenwilds in Tessin ist verpflichtend, wenn es nicht im Jägerhaus zerlegt wird. Sie muss durch eine fachkundige Person erfolgen, also durch Jäger, die ihre Ausbildung und Jagdprüfung im Kanton Wallis absolviert haben. Für die Abgabe von Schalenwildfleisch als Lebensmittel ist eine Bescheinigung für die Abgabe als Lebensmittel (Begleitschein Wild) erforderlich.
Jagdwetter & Ansitzfenster: Tessin
Wildarten in dieser Region
Häufige Fragen zu Tessin (Schweiz)
Wie wird die Schwarzwildvermehrung in den Tessiner Kastanienwäldern bewältigt?
Während der 'Caccia bassa' werden laute Treibjagden mit ausdauernden Segugio-Laufhunden durchgeführt, die für das Steilgelände ideal sind.
Quellen und Evidenz
1 Eintrag- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0)
Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Verantwortlich: WSK
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Tessin (Schweiz); geltendes Jagdrecht: Tessin
- Inhalt geprüft
- Prüfvermerk
- Fachlich geprüft von WSK
- Primärquellen
- 1 Quelle hinterlegt






































