Sichere Erkennung
Etwa 51 cm groß, Flügelspannweite 90 cm, Gewicht 200 bis 230 g. Auffällig sind die ungewöhnlich langen Schwanzfedern. Schultern und Bauch sind weiß, Kopf, Brust, Rücken, Schwingen und Stoß dunkel mit grünem bis blauem Schimmer. Im Flug fallen die weißen Handschwingen auf. Der schackernde Ruf klingt wie eine halbvoll geschüttelte Streichholzschachtel.
Biologie und Lebensweise
Balz je nach Witterung ab Mitte Februar bis März. Das Weibchen legt etwa fünf bis sieben Eier und bebrütet sie im Schnitt 17 Tage. Die Nestlingszeit dauert 22 bis 27 Tage, danach folgt eine etwa sechswöchige Führungsphase im Juli und August. Elstern bilden monogame Dauerehen, gelegentlich Jahresehen. Junge Elstern streichen die ersten ein bis zwei Lebensjahre in lockeren Trupps umher.
Nahrung und Raumnutzung
Allesfresser mit klarem Jahresgang: Zur Brutzeit vorwiegend Insekten, Wirbellose wie Schnecken und Regenwürmer sowie Kleintiere; im Winter Sämereien wie Weizen, Mais und Hülsenfrüchte, dazu Eicheln, Bucheckern, Früchte und Aas.
Lebensraum und Ansprüche
Ursprünglich ein Vogel des Grünlands, heute in halboffenen Landschaften mit Gehölzen und auch in Städten. Standvogel und in der Brutsaison äußerst reviertreu; die Reviere messen üblicherweise vier bis sechs Hektar. Geschlossene Waldgebiete und enge Tallagen werden gemieden. In Bayern brütet sie flächendeckend außerhalb der Alpen, im Alpenraum nur in Tallagen.
Bestand und Management
Der bayerische Bestand wird auf 85.000 bis 235.000 Brutpaare geschätzt und gilt als stabil. Zur Nesträuberei stellt die amtliche Einschätzung fest: Die Entnahme einzelner Küken aus Nestern kleiner Singvögel kann einen zeitweisen Verlust für die lokale Population bedeuten, ein langfristiger negativer Einfluss auf deren Bestände entsteht dadurch nicht. Jagdzeit in Bayern nach Art. 33 Abs. 1 AVBayJG vom 16. Juli bis 14. März; Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen setzen 1. August bis 28. Februar, Sachsen 1. August bis 15. März.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Elster nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Wo diese Art vorkommt
DACH 46
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
- Aargau
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
- Baden-Württemberg
- Basel-Landschaft
- Bayern
- Bern
- Brandenburg
- Burgenland
- Freiburg
- Genf
- Glarus
- Graubünden
- Hessen
- Jura
- Kärnten
- Luzern
- Mecklenburg-Vorpommern
- Neuenburg
- Nidwalden
- Niederösterreich
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Oberösterreich
- Obwalden
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Salzburg
- Schaffhausen
- Schleswig-Holstein
- Schwyz
- Solothurn
- St. Gallen
- Steiermark
- Tessin
- Thurgau
- Thüringen
- Tirol
- Uri
- Vorarlberg
- Waadt
- Wallis
- Zug
- Zürich
Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum
Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Für Elster ist noch keine Verordnungstabelle übernommen. Die geltenden Fristen stehen in der Verordnung des jeweiligen Bundeslands oder Kantons.
Häufige Fragen zu Elster
Rottet die Elster Singvögel aus?
Nach amtlicher Einschätzung nicht. Nesträuberei kann lokal und zeitweise Verluste verursachen, ein langfristiger negativer Einfluss auf die Bestände kleiner Singvögel ist daraus nicht abzuleiten.
Wie groß ist der Elsternbestand?
In Bayern wird er auf 85.000 bis 235.000 Brutpaare geschätzt und gilt als stabil.
Woran erkenne ich die Elster im Flug?
Am sehr langen Schwanz und an den weißen Handschwingen, die im Flug deutlich aufblitzen.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Artseite im Wildtierportal Bayern
- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
GBIF Backbone Taxonomy
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 2 Primärquellen hinterlegt
Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: Dr. Wolfgang Spiess-Knafl
