Sichere Erkennung
Kleinstes Raubtier der Welt. Kopf-Rumpf-Länge 15 bis 25 cm, Gewicht 30 bis 105 g, Alter 3 bis 5 Jahre. Männchen etwas größer. Kurzer brauner Schwanz ohne schwarze Spitze. Braune Oberseite, meist unregelmäßig gezackte Linie zur weißen Brust- und Bauchpartie. Heller Nasenspiegel, hinter dem Mundwinkel ein kleiner weißer Fleck.
Biologie und Lebensweise
2 bis 7 Junge pro Wurf. Vorkommen in ganz Europa außer Irland, bis Nordafrika, Kleinasien, Mittel- und Nordasien; außerdem nördliches Nordamerika und Neuseeland.
Nahrung und Raumnutzung
Kleinnager, vor allem Mäuse, dazu junge Kaninchen, Eidechsen, Vögel und Eier. Folgt der Beute in deren Gänge.
Lebensraum und Ansprüche
Strukturreiche Feldflur, Hecken, Säume. Die Artseite beschreibt die weltweite Verbreitung, keine Revierdichte für Bayern.
Bestand und Management
In mehreren Landesverordnungen ganzjährig geschont (unter anderem Niedersachsen, Brandenburg, Saarland). NRW verlangt an Wippbrettkastenfallen für das Hermelin eine Gewichtstarierung gegen den Fang von Mauswieseln. Die jeweilige Rechtsseite gilt.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Mauswiesel nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Wo diese Art vorkommt
DACH 46
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
- Aargau
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
- Baden-Württemberg
- Basel-Landschaft
- Bayern
- Bern
- Brandenburg
- Burgenland
- Freiburg
- Genf
- Glarus
- Graubünden
- Hessen
- Jura
- Kärnten
- Luzern
- Mecklenburg-Vorpommern
- Neuenburg
- Nidwalden
- Niederösterreich
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Oberösterreich
- Obwalden
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Salzburg
- Schaffhausen
- Schleswig-Holstein
- Schwyz
- Solothurn
- St. Gallen
- Steiermark
- Tessin
- Thurgau
- Thüringen
- Tirol
- Uri
- Vorarlberg
- Waadt
- Wallis
- Zug
- Zürich
Jagd- und Schonzeiten nach Rechtsraum
Jagdzeiten setzt jedes Bundesland und jeder Kanton selbst fest, oft getrennt nach Wildklasse. Für Mauswiesel ist noch keine Verordnungstabelle übernommen. Die geltenden Fristen stehen in der Verordnung des jeweiligen Bundeslands oder Kantons.
Häufige Fragen zu Mauswiesel
Wie unterscheide ich Mauswiesel und Hermelin?
Am Schwanz. Beim Hermelin ist die Spitze schwarz, beim Mauswiesel dieselbe Farbe wie das Fell. Das Mauswiesel ist außerdem kleiner.
Ist es jagdbar?
Mehrere deutsche Zeitentabellen schonen das Mauswiesel ganzjährig. Die Tabelle des Rechtsraums gilt, nicht dieser Satz als DACH-Regel.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.9.2026
Artseite im Wildtierportal Bayern
- Amtliche Primärquelle Abruf: 12.9.2026
GBIF Backbone Taxonomy
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 2 Primärquellen hinterlegt
Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: Dr. Wolfgang Spiess-Knafl
