Sichere Erkennung
Kräftige Wildziege; Böcke besitzen lange nach hinten gebogene Hörner, Bart und saisonal dunklere Zeichnung. Weibchen sind deutlich kleiner und kurzhörniger.

Biologie und Lebensweise
Perfekt an extremes Hochgebirgsklima adaptiert. Gummierte Hufinnenflächen sorgen für Griffigkeit auf steilem Fels.

Lebensraum und Ansprüche
Steilste Felswände, Geröllfelder und hochalpine Matten von 1.500 bis über 5.000 m Höhe.

Nahrung und Raumnutzung
Gräser, Kräuter, Blätter und Zwergsträucher werden je nach Höhenstufe und Jahreszeit genutzt. Schnee begrenzt die erreichbare Nahrung.

Bestand und Management
Zählungen müssen Gelände, Sichtbarkeit und saisonale Verteilung berücksichtigen. Konkurrenz mit Vieh, Krankheiten, Wilderei und harte Winter sind wichtige Faktoren.
Schutz und rechtlicher Rahmen
Jagdstatus und Quoten sind populations- und gebietsbezogen. Herkunftsnachweis, Ausfuhr und Einfuhr müssen verbindlich geklärt werden.
Jagdpraxis
Höhe, Absturzgefahr, Wetterumschwung und lange Bergung verlangen konservative Tourenplanung. Körperliche Eignung und Rettungskette haben Vorrang.
Jahreszyklus
Die Brunft fällt in den Spätherbst/Winter (November-Dezember). Verbitterte Rangkämpfe an Klippen prägen das Verhalten.
Anatomie und Fährtenbild
Kompakte, harte Schalen mit scharfem Außenrand für Trittsicherheit im Steilgelände. Trittsiegel, Losung und Wechsel werden immer im Zusammenhang bewertet, nie als Einzelbeleg.
Altersansprache und Grenzen
Hornlänge, Anzahl der Schmuckringe (Querwülste) und Bartlänge dienen der Altersansprache. Vor dem Schuss ist nur eine Altersklasse realistisch. Einzelmerkmale täuschen.
Wildeinfluss und Wald
Keine forstliche Relevanz; Schutz vor Nahrungskonkurrenz durch domestizierte Herden steht im Vordergrund.
Trophäe und Bewertung
SCI und CIC bewerten die Hornlänge entlang des Schluches, die Basisumfänge und die Symmetrie der Wülste.
Jagdliche Einordnung
Körperlich extrem fordernde Hochgebirgspirsch. Wegen Distanzen (300-500 m) und Schusswinkeln kommen präzise Magnumkaliber (.300 Win Mag, 6.5-286) mit Weitschussoptiken zum Einsatz.
Wildbret und Verwertung
Dunkles, Mageres Gebirgswildbret, das zügig versorgt werden muss. Die Qualität hängt an Schuss, Hygiene und Kühlung, nicht an einer starren Reifezeit.
Artenschutz & Handelsstatus: Sibirischer Steinbock
Status: Jagdbar mit Lizenz / Nicht CITES-gelistet. Der Sibirische Steinbock (Capra sibirica) ist aktuell nicht in den CITES-Anhängen gelistet. Für den Trophäenimport aus Kirgisistan, Tadschikistan, der Mongolei oder Russland sind offizielle Jagdlizenzen, Ausfuhrpapiere des Erlegungslandes und veterinärrechtliche Zeugnisse erforderlich.
- Offizielle Jagdlizenz und Ausfuhrerlaubnis des Jagdstaaates
- Amtstierärztliches Zeugnis über Seuchenfreiheit
- Keine CITES-Genehmigung erforderlich
Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Wildziegen.
Der Sibirische Steinbock (Capra sibirica) unterscheidet sich als Ziegenart (Caprinae) deutlich von den Wildschafen wie dem Argali (Ovis ammon): Steinböcke tragen einen Kinnbart, haben Duftdrüsen unter dem Schwanz (statt vor den Augen) und stark gebogene Säbelhörner mit Querwülsten (statt massiger, nach außen gedrehter Schnecken). Von der Bezoarziege (Capra aegagrus), die etwas kleinere, schärfer gekielte Hörner und eine hellere, kontrastreichere Zeichnung besitzt, ist er durch seinen massigeren Körperbau und die gewaltigen, stark knotigen Hörner gut zu unterscheiden. Der Himalaya-Tahr (Hemitragus jemlahicus) hat im Vergleich wesentlich kürzere Hörner und fällt durch seine dichte, zottelige, mähnenartige Hals- und Schulterbehaarung auf.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Sibirischer Steinbock nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Verbreitung von Sibirischer Steinbock
Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.
- Land mit Nachweis
- Jagdregion mit Profil
Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.
Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Sibirischer Steinbock

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 12. September 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Sibirischer Steinbock
Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.
Wo diese Art vorkommt
Jagdzeiten & Regulierung
Jagdzeiten, Lizenzen und Kontingente legt das jeweilige Land fest.
Häufige Fragen zu Sibirischer Steinbock
Wie lebt Sibirischer Steinbock?
Geschlechter leben außerhalb der Brunft oft getrennt. Im Winter schließen sich die Gruppen zur Fortpflanzung zusammen; Kitze werden nach der Schneeschmelze geboren. Steile Felsen, Schluchten und alpine Matten bieten Fluchträume und Nahrung. Saisonale Höhenwechsel reagieren auf Schnee, Vegetation und Störung.
Quellen und Evidenz
3 Einträge- Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.8.2026
Capra sibirica in der IUCN Red List
- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.8.2026
Capra sibirica - Art- und Taxonomiedaten
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 11.8.2026
Internationaler Expertenbericht Wildtiermanagement
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 1 Primärquelle hinterlegt
