Mongolei · Jagdregion
Mongolei (Asien)
Die Mongolei kombiniert das raue Altai-Hochgebirge und die trockene Gobi-Wüste zur ultimativen Argali- und Steinbock-Destination.

Lage
- Haupt- oder Landeshauptstadt
- Gipfel mit Höhe
- Fluss
Gelände zeigt Höhenlage, Luftbild Wald und Alm. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
- Markanter Gipfel
- Mönchchairchan Uul (4231 m)
- Gebirge
- Altai · Changai-Gebirge
- Trockenräume
- Gobi · Tsagaan Nuur · Biger Nuur
- Becken und Ebenen
- Mongolisches Plateau
- Gewässer
- Chöwsgöl Nuur · Uws Nuur · Khar-Us-Nuur · Chjargas Nuur · Buir Nur · Reg Nuur
- Flüsse
- Ideriyn · Selenga · Shishhid Gol
- Internationale Flughäfen
- Chinggis Khaan (ULN)
Landschaft und Topografie
Permanente Wasserstellen sind in der Gobi der Dreh- und Angelpunkt der Wildbewegungen; Unterbringung zumeist in traditionellen, gut beheizten Ger-Zelten.
Die Mongolei ist ein Hochland: Der größte Teil des Landes liegt über 1.000 Meter, im Mongolischen Altai im Westen erreichen vergletscherte Gipfel mehr als 4.000 Meter. Nach Osten und Süden schließen der Gobi-Altai und die Wüstensteppen der Gobi an, in der Landesmitte das Changai-Gebirge mit Bergsteppe und Lärchenwald. Das Klima ist extrem kontinental mit kurzen, warmen Sommern, langen, sehr kalten Wintern und großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht. Niederschlag fällt fast nur im Sommer.
Wildbestand und Erwartung
Nach dem Aktionsplan der Bonner Konvention (CMS) zum Schutz des Argalis von 2014 fand die letzte landesweite Erhebung in der Mongolei im Herbst 2009 statt. Die Feldteams beobachteten 3.373 Argalis in 385 Gruppen und schätzten den Bestand auf 19.701 Tiere (95-Prozent-Vertrauensbereich 9.193 bis 43.135); nach Korrekturen gilt 17.903 als beste Einzelschätzung. Neuere landesweite Zahlen lagen dem Übersichtsbericht des CMS-Sekretariats vom August 2024 nicht vor; WWF Mongolei zählte 2023 in den Grenzgebieten der Provinzen Bajan-Ölgii und Uws 4.024 Argalis, 16 Prozent mehr als 2019.
Anreise, Unterkunft und Logistik
Die Anreise nach Mongolei läuft in der Regel über den internationalen Flughafen der Hauptstadt oder eine regionale Drehscheibe, danach folgen oft lange Überlandfahrten. Unterkunft, Träger, Bergung und Wetterfenster gehören in den Vertrag, bevor eine Anzahlung fließt.
Vorbereitung der Reise
Auslandsjagden werden in aller Regel über einen Vermittler oder direkt über den Outfitter gebucht. Zu klären sind vor der Buchung: Wer führt, welche Arten sind im Paket enthalten, was kostet die einzelne Erlegung zusätzlich, wie wird die Trophäe behandelt und versandt, und wer trägt das Risiko, wenn die Einfuhr scheitert.
Ausrüstung
Die Ausrüstung folgt dem Gelände, nicht dem Landnamen: Steppe, Altai, Wüste Gobi. Entfernung, Wetterumschwung, Wasser und Bergung sind vor der Buchung mit dem Führenden zu klären.
Dokumente und Waffenmitnahme
Einreise, Waffenausfuhr und -einfuhr, Jagdlizenz, CITES und die Einfuhr von Trophäen in die EU sind vor der Reise mit den Behörden beider Länder zu klären. Diese Regeln ändern sich und hängen an der Art.
Das Argali steht in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und in Anhang B der EU-Artenschutzverordnung. Für Jagdtrophäen dieser Art verlangt die EU zusätzlich zur Ausfuhrgenehmigung des Herkunftslands eine Einfuhrgenehmigung, die vor der Einfuhr bei der Artenschutzbehörde des eigenen Landes zu beantragen ist (Art. 57 Abs. 3a der Verordnung (EG) Nr. 865/2006 mit Anhang XIII). Wird sie versagt, bleibt die Trophäe im Herkunftsland. Der Sibirische Steinbock steht auf Antrag Pakistans in Anhang III des Übereinkommens und in Anhang C der EU-Verordnung; seine Einfuhr ist dem Zoll mit einer Einfuhrmeldung anzuzeigen, zu der ein Ursprungszeugnis des Ausfuhrlands gehört.
Kostenbestandteile
Typischerweise trennen sich Lizenz oder Konzession, Führungstag, Unterkunft, Trophäenvorbereitung, Ausfuhrpapiere und Flug.
Rechtliche Orientierung
Die Jagd in der Mongolei auf Altai-Argali, Hangay-Argali, Gobi-Argali und Sibirischen Steinbock wird vom Ministerium für Umwelt und Klimawandel reguliert. Laut dem Übersichtsbericht, den Conservation X Labs 2025 für das Sekretariat der Bonner Konvention (CMS) zur Zentralasiatischen Säugetierinitiative erstellt hat, hat die Mongolei die Trophäenjagd auf Argali seit 2020 ausgesetzt. In ihrem eigenen Länderbericht an die CMS von 2025 führt die Mongolei den Argali unter den Arten, die gesetzlich bejagt werden dürfen. Die Jagdausübung ist nur über anerkannte mongolische Jagdagenturen und in Begleitung einheimischer Guides und Ranger zulässig. Für die Waffeneinfuhr über den Flughafen Ulaanbaatar ist eine polizeiliche Genehmigung erforderlich. Für Argali-Trophäen ist das CITES-Verfahren lückenlos zu durchlaufen.
Jagdlicher Charakter
Extensives Abglasen riesiger Areale mit Hochleistungsoptik; rasche Annäherung per Allrad, gefolgt von einer finalen Kriechpirsch.
Im Altai wird das Wild vom Kamm aus gesucht, teils nach einem Anritt zu Pferd; die Lager stehen auf 2.000 bis 3.000 Metern. In der Gobi ist das Gelände niedriger und offener, dafür fehlt Deckung, und das Wild sieht den Jäger auf große Entfernung. In beiden Gebieten entscheidet die Kondition darüber, ob eine Annäherung gelingt.
Besonderheiten der Region
Hohe Treffsicherheit auf Distanzen von 300 bis 500 Metern bei starkem Seitenwind ist zwingend; CITES-Papiere für Argali sind unerlässlich.
Wildarten in dieser Region
Häufige Fragen zu Mongolei (Asien)
Wie wirkt sich die Wasserverfügbarkeit auf die Gobi-Jagd aus?
Da Argalis neben Nahrung auch auf freies Wasser angewiesen sind, konzentrieren sich Populationen massiv um permanente Quellen, was die Pirschstrategie bestimmt.
Was ist der Unterschied zwischen Altai- und Gobi-Argali?
Das Altai-Argali ist massiger und bildet die weltgrößten Hörner aus, während das Gobi-Argali etwas kleiner ist und feinere Schnecken besitzt.
Quellen und Evidenz
6 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 18.8.2026
Legalinfo Mongolia – Einstieg ins amtliche Recht
- Amtliche Primärquelle Abruf: 21.10.2026
International Single Species Action Plan for the Conservation of the Argali (Mallon, Singh & Röttger, April 2014)
- Amtliche Primärquelle Abruf: 21.10.2026
Draft Overview Report on the Implementation of the International Single Species Action Plan for the Conservation of the Argali (Ovis ammon) (2014-2024), UNEP/CMS/ARG/RS1/Doc.3
- Amtliche Primärquelle Abruf: 21.10.2026
Draft Overview Report on the Implementation of the Programme of Work for the Central Asian Mammals Initiative 2021-2026, UNEP/CMS/CAMI3/Doc.2 (prepared by Conservation X Labs for the Secretariat)
- Amtliche Primärquelle Abruf: 21.10.2026
Implementation of the Central Asian Mammals Initiative (CAMI): Reporting Form Mongolia, UNEP/CMS/CAMI/RS3/Inf.7
- Amtliche Primärquelle Abruf: 21.10.2026
Байгаль орчин, уур амьсгалын өөрчлөлтийн яам (Ministerium für Umwelt und Klimawandel), amtliche Website
Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Verantwortlich: WSK
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Mongolei (Asien)
- Inhalt geprüft
- Prüfvermerk
- Fachlich geprüft von WSK
- Primärquellen
- 6 Quellen hinterlegt

