Ablauf und Struktur

Praxisorientierter Lehrgang zur strategischen, forstlichen und betriebswirtschaftlichen Führung eines Jagdreviers. Vermittelt werden die Aufstellung und Erfüllung von Abschussplänen, Wildschadensverhütung in Feld- und Waldkulturen, Reviereinrichtungen nach den UVV-Richtlinien (VSG 4.4), Anlage von Äsungsflächen und Wildäckern sowie revierbezogene Seuchenprävention.

Prüfungsabschnitte

Erstellung eines mehrjährigen Revierbewirtschaftungsplans, Kalkulation von Schadenskosten und Sicherheitsüberprüfung von Kanzeln und Leitern anhand realer Revierdaten.

Nach der Prüfung

Zertifikat und einsatzfertige digitale Vorlagen für Kanzelkataster, Streckenlisten, Pachtverträge und Wildschadensmeldungen zur sofortigen praktischen Umsetzung.

Für wen der Kurs gedacht ist

Für angehende Jagdpächter, Mitpächter, Jagdaufseher und Begehungsscheininhaber mit eigenem Revierabschnitt vor der Pachtübernahme oder Neugründung einer Jagdgesellschaft.

Lernziele

Fundierte Beurteilung von forstlichen Gutachten zur Waldverjüngung, Schadensregulierung mit Landwirten, wirtschaftliche Budgetierung von Pachtzins und Berufsgenossenschaftsbeiträgen sowie rechtssichere Organisation von Bewegungsjagden.

Ablauf

Intensivseminar über zwei Tage mit gemeinsamen Geländebegehungen, Besichtigung von Weiserflächen, Verbissgutachten und beispielhaften Jagdeinrichtungen im Forstlehrrevier.

Anerkennung

Wird von vielen Kreisjägerschaften und Verpächtern als Nachweis kaufmännischer und hegerischer Eignung positiv bewertet und empfohlen. Der Kurs ist in Österreich relevant, da das Wildeinflussmonitoring (WEM) regelmäßig landesweite Daten zum Einfluss des Wildes auf die Waldverjüngung liefert.

Folgekosten

Keine Folgekosten abgesehen von der forstlichen und handwerklichen Grundausstattung für den praktischen Reviereinsatz.

Zulassung, Prüfungsfächer und Ablauf

Im Vergleich zu Nadel- oder Buchenwäldern zeigen Mischwälder generell einen erhöhten Wildeinfluss. Die Prüfung umfasst die Verhinderung übermäßigen Wildschadens durch Wildbestandsverringerung nach Anordnung der zuständigen Behörde. In bestimmten Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt ist der Abschussplan in Zusammenarbeit mit der zuständigen Behörde zu erstellen. Es steht den Ländern frei, für die Zulassung zur Jägerprüfung eine theoretische und praktische Ausbildung nachweisen zu lassen.

Vorbereitung

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Lerninhalte

  • Revierbegehung und Bestandsaufnahme
  • Jahresplanung (Jagd, Hege, Infrastruktur)
  • Abschussplanung und Dokumentation
  • Wildschadensmanagement
  • Kommunikation mit Grundeigentümern und Behörden
  • Sicherheit bei Revierarbeiten

Häufige Fragen zu Reviermanagement-Grundkurs

Brauche ich den Kurs, wenn ich 'nur' Mitpächter bin?

Ja, auch als Mitpächter oder Begehungsscheininhaber profitieren Sie vom Verständnis der Revierstruktur, der Kommunikation und der rechtlichen Pflichten.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Amtliche Primärquelle Abruf: 11.8.2026

    Bundesjagdgesetz (BJagdG)

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de Primärdokument öffnen ↗
  2. Amtliche Primärquelle Abruf: 10.8.2026

    BFW-Praxisinformation 57: Mischwälder sind stärker vom Wildeinfluss betroffen

    Bundesforschungszentrum für Wald Primärdokument öffnen ↗

Geltung und Prüfstand

Gilt für
Österreich, Deutschland, Schweiz
Inhalt geprüft