Wildbiologische Studie

Renewed coexistence: learning from steering group stakeholders on a beaver reintroduction project in England

Was ein Biber-Wiederansiedlungsprojekt in England gelehrt hat: Der Umgang mit einer zurückgebrachten Art folgt anderen Regeln als der mit einer schon vorhandenen.

Autorinnen & Autoren
Roger E. Auster, Stewart W. Barr, Richard E. Brazier
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 68, 1 (2021)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Roger E. Auster, Stewart W. Barr, Richard E. Brazier (2021): Renewed coexistence: learning from steering group stakeholders on a beaver reintroduction project in England. In: European Journal of Wildlife Research 68, 1. https://doi.org/10.1007/s10344-021-01555-6

Was lässt sich aus den Erfahrungen der Steuerungsgruppe eines Biberprojekts lernen, und worin unterscheidet sich das Zusammenleben mit wiederangesiedelten Arten von dem mit bereits vorhandenen?

Die Studie in Kürze

Methodik & Datenbasis
Qualitative thematische Analyse einer Online-Befragung von Mitgliedern der Steuerungsgruppe eines Wiederansiedlungsprojekts für den Europäischen Biber in England.
Befunde
Die Autoren leiten Lehren in sechs Bereichen ab: Projektsteuerung, Einbindung der Betroffenen, Forschungs- und Monitoringprogramm, Strategie zum Umgang mit auftretenden Konflikten, Öffentlichkeitsarbeit und grundsätzliche Sichtweisen auf Wiederansiedlungsversuche. Sie betonen, dass Zusammenleben von Mensch und Wildtier anpassungsfähig und veränderlich ist und sowohl den Umgang mit Konflikten zwischen Mensch und Tier als auch mit Konflikten zwischen Menschen über das Management erfordert. Als eigenen Begriff führen sie „Renewed Coexistence“ ein - ein erneuertes Zusammenleben, das auf bekanntem Wissen aufbaut, aber die Besonderheiten wiederangesiedelter Arten benennt.
Einordnung für die Praxis
Praktisch für alle, die in Projekte zu Biber oder anderen wiederangesiedelten Arten eingebunden werden: Die Autoren empfehlen, solche Projekte begleitend auszuwerten, damit spätere Vorhaben aus den Erfahrungen lernen.
Grenzen der Studie
Ein Projekt, eine Befragung der Steuerungsgruppe - die Sicht von Betroffenen außerhalb dieses Gremiums ist nicht erfasst. Qualitative Analyse ohne Häufigkeitsangaben.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt

Die Arbeit im Einzelnen

Fragestellung und Methode

Die Studie untersucht, wie die Governance der Koexistenz mit wiedereingeführten Arten sich von der Governance der Koexistenz mit Arten, die bereits im Landschaftsrahmen vorhanden sind, unterscheiden kann. Die Wiedereinführung erfolgte im Rahmen des River Otter Beaver Trials in England zwischen 2015 und 2020. Die Methode bestand aus einer qualitativen inductiven thematischen Analyse einer Online-Umfrage an Stakeholdern, die an der ROBT-Governance beteiligt waren. Die Umfrage wurde über das Qualtrics-Softwaretool erstellt, und die Pilotierung erfolgte intern, um die Fragestellung ausgewogen zu gestalten. Die Teilnehmer wurden gebeten, sich zu Aspekten der Beteiligung am River Otter Beaver Trial zu äußern, darunter Risiken und Herausforderungen, Sichtweisen zu Projekterfolgen oder -misserfolgen, die Wertschätzung ihrer Teilnahme sowie Lektionen für zukünftige Projekte. Die Einladung zur Umfrage wurde ursprünglich nur an Mitglieder der Steering Group (SG) gerichtet. Auf Antrag der SG wurde sie später auf Mitglieder der Beaver Management Strategy Framework Working Group (BMSF) und des Science and Evidence Forum (SandE) ausgeweitet. Die qualitative Methode ermöglichte es, Prozesse und Perspektiven der Beteiligten zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in bestehende Literatur in Beziehung gesetzt.

Ergebnisse im Einzelnen

Im Rahmen des River Otter Beaver Trials in England wurden sechs zentrale Lernbereiche identifiziert: Projektgovernance, Stakeholderbeteiligung, Forschungs- und Monitoringprogramm, Strategie zur Konfliktbewältigung, Öffentlichkeitsarbeit und breite Perspektiven zu Reintroduktionsversuchen. Die Beteiligung von Stakeholdern wurde als entscheidender Erfolg des Projekts angesehen, wobei einige Stakeholder eine unabhängige Gruppenführung zur Förderung der Transparenz wünschten. Kommunikation mit allen betroffenen Stakeholdern und möglichst vielen Grundbesitzern gilt als entscheidend. Die Finanzierung stellte eine Herausforderung dar, sodass Priorisierungen bei der Durchführung des Forschungsprogramms erforderlich waren. Die Anpassung der Managementstrategie an neu auftauchende Erkenntnisse wurde als wichtig erachtet. Die frühzeitige Beteiligung von Stakeholdern kann dazu beitragen, das Risiko von Konflikten zu verringern. Die Fairness von Personalmaßnahmen kann das Vertrauen in die Beteiligung von Interessenvertretern stärken. Die Entwicklung einer geplanten Managementstrategie zur Bewältigung von Konflikten gilt als wichtig, um die Koexistenz mit reintegrierten Arten zu ermöglichen. Die Einführung des Begriffs „renewed coexistence“ betont, dass Koexistenz spezifisch mit reintegrierten Arten verbunden sein kann. Die Beteiligung von Stakeholdern im River Otter Beaver Trial erwies sich als wertvoll, um Wissen auszutauschen und Lösungen zu finden. Es wurde jedoch betont, dass eine angemessene Ressourcierung erforderlich ist. Die Studie identifizierte sechs zentrale Themen: Projektgovernance, Stakeholderbeteiligung, Forschungs- und Monitoringprogramm, Strategie zur Konfliktbewältigung, Öffentlichkeitsarbeit und breite Perspektiven zu Wiedereinführungsversuchen.

Grenzen und Folgerungen der Autoren

Die Ergebnisse der Studie beziehen sich auf den Kontext des River Otter Beaver Trial in England und sind aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht auf andere Kontexte verallgemeinbar.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Mensch-Wild-Konflikt & Akzeptanz; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI