Wie bewerten die verschiedenen Interessengruppen steigende Schalenwildbestände und die möglichen Managementmaßnahmen?
Die Studie in Kürze
Befragung zum Schalenwildmanagement in Irland: Biodiversitätsverlust und Wildunfälle stehen oben - und über die Notwendigkeit der Entnahme herrscht breiter Konsens.
- Methodik & Datenbasis
- Multidisziplinäre Mixed-Methods-Studie zu Sichtweisen der Beteiligten am Beispiel des Schalenwildmanagements in Irland: quantitative Rangfolgen von Problemen, Maßnahmen und Hemmnissen, ergänzt um eine qualitative thematische Analyse.
- Befunde
- Am höchsten eingestuft wurden Biodiversitätsverlust und das Risiko von Wildunfällen. Die Gewichtung hing vom Landeigentumsstatus ab, von der Selbstzuordnung als städtisch oder ländlich und vom Herkunftsland (Irland gegenüber anderen). Auch die Bewertung von Maßnahmen und Hemmnissen unterschied sich zwischen den Gruppen, etwa zwischen Jägern und Landwirten. Große Übereinstimmung gab es in zwei Punkten: Entnahme als wichtiges Instrument und Zusammenarbeit als Weg über die Hemmnisse. Die qualitative Auswertung ergab sechs Kernthemen, darunter die wahrgenommenen Probleme durch zu hohe Bestände, den Bedarf an besseren Managementsystemen und unterschiedliche Auffassungen darüber, wer für die Probleme zuständig ist - staatliche oder nichtstaatliche Akteure.
- Einordnung für die Praxis
- Bemerkenswert für die Jagdpraxis: Über die Notwendigkeit der Entnahme sind sich die Gruppen weitgehend einig, gestritten wird über Zuständigkeit und Gewichtung. Wer Konflikte um Schalenwildbestände entschärfen will, findet den tragfähigen Ansatzpunkt bei Zusammenarbeit und gemeinsamem Monitoring - nicht bei der Frage, ob überhaupt entnommen wird.
- Grenzen der Studie
- Befragungsstudie in einem Land. Rangfolgen sind Meinungsbilder und keine Messung tatsächlicher Wildschäden oder Unfallzahlen.
Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren.
Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.