Wildbiologische Studie

Understanding deer management dilemmas: A mixed methods approach to understand diverse stakeholder values in human-wildlife conflicts

Befragung zum Schalenwildmanagement in Irland: Biodiversitätsverlust und Wildunfälle stehen oben - und über die Notwendigkeit der Entnahme herrscht breiter Konsens.

Autorinnen & Autoren
Kilian J. Murphy, Ursula Kenny, Simone Ciuti, Andrew W. Byrne
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 71, 78 (2025)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Kilian J. Murphy, Ursula Kenny, Simone Ciuti, Andrew W. Byrne (2025): Understanding deer management dilemmas: A mixed methods approach to understand diverse stakeholder values in human-wildlife conflicts. In: European Journal of Wildlife Research 71, 78. https://doi.org/10.1007/s10344-025-01954-z

Wie bewerten die verschiedenen Interessengruppen steigende Schalenwildbestände und die möglichen Managementmaßnahmen?

Die Studie in Kürze

Befragung zum Schalenwildmanagement in Irland: Biodiversitätsverlust und Wildunfälle stehen oben - und über die Notwendigkeit der Entnahme herrscht breiter Konsens.

Methodik & Datenbasis
Multidisziplinäre Mixed-Methods-Studie zu Sichtweisen der Beteiligten am Beispiel des Schalenwildmanagements in Irland: quantitative Rangfolgen von Problemen, Maßnahmen und Hemmnissen, ergänzt um eine qualitative thematische Analyse.
Befunde
Am höchsten eingestuft wurden Biodiversitätsverlust und das Risiko von Wildunfällen. Die Gewichtung hing vom Landeigentumsstatus ab, von der Selbstzuordnung als städtisch oder ländlich und vom Herkunftsland (Irland gegenüber anderen). Auch die Bewertung von Maßnahmen und Hemmnissen unterschied sich zwischen den Gruppen, etwa zwischen Jägern und Landwirten. Große Übereinstimmung gab es in zwei Punkten: Entnahme als wichtiges Instrument und Zusammenarbeit als Weg über die Hemmnisse. Die qualitative Auswertung ergab sechs Kernthemen, darunter die wahrgenommenen Probleme durch zu hohe Bestände, den Bedarf an besseren Managementsystemen und unterschiedliche Auffassungen darüber, wer für die Probleme zuständig ist - staatliche oder nichtstaatliche Akteure.
Einordnung für die Praxis
Bemerkenswert für die Jagdpraxis: Über die Notwendigkeit der Entnahme sind sich die Gruppen weitgehend einig, gestritten wird über Zuständigkeit und Gewichtung. Wer Konflikte um Schalenwildbestände entschärfen will, findet den tragfähigen Ansatzpunkt bei Zusammenarbeit und gemeinsamem Monitoring - nicht bei der Frage, ob überhaupt entnommen wird.
Grenzen der Studie
Befragungsstudie in einem Land. Rangfolgen sind Meinungsbilder und keine Messung tatsächlicher Wildschäden oder Unfallzahlen.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Wildunfälle & Infrastruktur, Jagdmanagement & Bejagung, Mensch-Wild-Konflikt & Akzeptanz, Artenschutz & illegaler Handel; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI