Sichere Erkennung
Plains Game ist eine jagdwirtschaftliche Sammelbezeichnung für Steppen- und Buschhuftiere Afrikas, nicht eine biologische Art. Dazu zählen typischerweise Impala, Springbock, Gnu, Hartebeest, Eland, Kudu, Zebra und Warzenschwein. Die Ansprache erfolgt immer artbezogen: Streifung, Hörner, Größe und Gangbild trennen die Gruppen. Ein gemeinsames Feldmerkmal gibt es nicht.
Biologie und Lebensweise
Die Gruppe vereint Grasfresser, Laubäser und Mischäser mit sehr unterschiedlichen Körpermaßen, Tragzeiten und Herdenformen. Zahlen zu Gewicht oder Wurfgröße gelten nur für die jeweilige Art und dürfen nicht auf Impala, Gnu oder Eland übertragen werden. Gemeinsam ist die Bindung an offene bis halboffene Savannen und saisonale Wasser- und Weidewechsel. Artsteckbriefe im Portal ersetzen diese Übersicht. Hartebeests sind soziale Tiere, die in organisierten Herden von bis zu 300 Tieren leben.
Lebensraum und Ansprüche
Offene und halboffene Savannen, Grasland und Busch des östlichen und südlichen Afrika, einschließlich Farmland der Kalahari und des Buschvelds. Dichter tropischer Regenwald und Hochgebirge gehören nicht zum Kern. Wandernde Herden und standorttreue Farmbestände dürfen nicht in einem Wert zusammengezogen werden. Verbreitung folgt den jeweiligen Artbewertungen. Gemsbok (Oryx gazella) leben in der Regel in offenen bis halboffenen Grasland- und Buschgebieten, wie sie im Kalahari Meerkat Project vorkommen. Impalas kommen in Höhen bis zu 6561 Fuß 8 Zoll vor. Gemsbok bevorzugen steinige Ebenen mit mindestens begrenztem Wasserzugang und kommen auch in Dünen, felsigen Bergregionen und ariden Gebieten mit geringem saisonalem Wasser vor. Zu den häufigsten Wildtieren im Kruger National Park gehören unter anderem Impala, Springbock, Gnu, Hartebeest, Eland, Kudu, Zebra und Warzenschwein. Plains Game frequentieren offene Gebiete häufiger als Gebiete mit höherer Baumdichte. Wildebeests bevorzugen die Busch- und Graslandschaften der südlichen Savanne.
Bestand und Management
In Namibia und Südafrika steuern Konzessionen, Farmrecht und Quoten die Entnahme. Das südafrikanische Game Theft Act und die namibische Nature Conservation Ordinance rahmen Eigentum und Nutzung von Wild. Nachhaltigkeit hängt an Monitoring, Altersklassen und dem jeweiligen nationalen Recht, nicht an einer gemeinsamen Plains-Game-Strecke.
Bestandszahlen und Jagdstrecke
Der Besitzer oder Pächter solcher Flächen ist Eigentümer des jagdbaren Wildes, jagdbaren Federwildes und exotischen Wildes, solange das Wild rechtmäßig auf dem Grundstück verbleibt und das Grundstück weiterhin mit einem jagdsicheren Zaun gesichert ist.
Bejagung und Hege
Die Namibian Professional Hunting Association (NAPHA) fördert Praktiken, die Namibias Biodiversität schützen und Wildtier-basierte Landnutzung unterstützen. Die Namibian Professional Hunting Association (NAPHA) hilft, die Balance in Namibias Ökosystemen wiederherzustellen, indem sie ältere, post-prime Tiere wertschätzt. Die Namibian Professional Hunting Association (NAPHA) arbeitet mit der namibischen Regierung, Landeigentümern und ländlichen Gemeinschaften zusammen, um sicherzustellen, dass jede Jagd bedeutend zur Konservierung und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit beiträgt. Die namibische Nature Conservation Ordinance definiert die Funktionen, Befugnisse und Pflichten des Rates zur Beratung über die Kontrolle, Verwaltung und Instandhaltung des Etosha National Parks und anderer Game Parks. Die namibische Nature Conservation Ordinance erlaubt dem Minister, Konzessionen zu erteilen, die andere Personen berechtigen, Tourismus oder Aktivitäten im Zusammenhang mit der nachhaltigen kommerziellen Nutzung von Wildtierressourcen durchzuführen. Konzessionen gemäß Abschnitt (3) der namibischen Nature Conservation Ordinance müssen zur Erreichung der Ziele der Konservierung beitragen. Die namibische Nature Conservation Ordinance erlaubt dem Minister, Konzessionen in Naturschutzgebieten oder auf anderen staatlichen Grundstücken direkt an ländliche Gemeinschaften zu vergeben, die in solchen Gebieten oder deren Nachbarschaft ansässig sind, sofern dies mit den Verwaltungszielen des Naturschutzgebiets übereinstimmt. Für die Jagd auf jagdbares Wild auf Flächen mit jagdsicherem Zaun gelten keine Grenzen. Ansonsten darf in einem Jagdjahr nicht mehr als drei Stück Big Game oder zwölf Stück Small Game bejagt werden. Die Jagd auf jagdbares Wild auf staatlichem Grund in Namibia erfordert die schriftliche Zustimmung des Ministers, die während der Jagd mitgeführt werden muss.
Schutz und rechtlicher Rahmen
Jagd auf jagdbares Wild unterliegt Beschränkungen, die je nach Art und Kombination von Big Game und Small Game festgelegt sind. Diese gelten nicht, wenn die Jagd auf einer mit einem wilddichten Zaun umzäunten Farm stattfindet. Die namibische Naturschutzverordnung von 1975 (Nature Conservation Ordinance 4 of 1975) fasst unter „game“ besonders geschütztes Wild, geschütztes Wild, jagdbares Wild, jagdbares Federwild und exotisches Wild zusammen. Der Besitz von Trophäen von jagdbarem Wild erfordert eine Erlaubnis der zuständigen Behörde.
Artenschutz & Handelsstatus: Plains Game (Afrikanisches Steppenwild)
Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.
- Keine CITES-Genehmigung erforderlich
- Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
- Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten
Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Hornabnutzung, Hornbasis-Verdickung, Gesichtszeichnung, Wamme und Körperproportionen je Art
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Vollständiges Boviden-Gebiss im Unterkiefer mit Molarenabrieb; Wechsel der Schneidezähne (I1 bis I4) in den ersten 4 Lebensjahren
Altersklassen & Klassifizierung
Jugendklasse (schlanker Träger, dünne Hornspitzen), Mittelklasse (ausgeprägte Hornmasse), Ernteklasse (abgekaute/stumpfe Hornspitzen, schwere Basis, tiefe Wamme)
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Afrikanisches Wild.
Plains Game steht im Kontrast zu Dangerous Game (Kaffernbüffel, Elefant, Großkatzen) und umfasst sowohl Grasfresser der Weite als auch selektiv äsende Buschlandarten.
Verbreitung
Nachgewiesene Vorkommen von Plains Game (Afrikanisches Steppenwild) nach Ländern. Die Karte markiert die Jagdregionen mit Vorkommen, keine Reviergrenzen.
Verbreitung von Plains Game (Afrikanisches Steppenwild)
Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.
- Land mit Nachweis
- Jagdregion mit Profil
Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.
Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Plains Game (Afrikanisches Steppenwild)

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 12. September 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Plains Game (Afrikanisches Steppenwild)
Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.
Wo diese Art vorkommt
Jagdzeiten & Regulierung
Jagdzeiten, Lizenzen und Kontingente legt das jeweilige Land fest.
Häufige Fragen zu Plains Game (Afrikanisches Steppenwild)
Was unterscheidet Plains Game von Dangerous Game?
Plains Game umfasst friedliche Steppenhuftiere (Antilopen, Gazellen, Zebras). Dangerous Game (Big Five) umfasst wehrhaftes Großwild wie Elefant, Kaffernbüffel, Nashorn, Löwe und Leopard mit speziellen Kaliber- und Sicherheitsanforderungen (Mindestkaliber meist .375 H&H).
Welche Kaliber eignen sich für Plains Game?
Für mittelstarkes Steppenwild (Impala, Springbock, Warzenschwein) eignen sich Kaliber von .270 Win, 7x64, .308 Win bis .30-06. Für schweres Wild (Kudu, Oryx, Gnu, Eland) werden .300 Win Mag, 8x68S, 9,3x62 oder .375 H&H empfohlen.
Quellen und Evidenz
14 Einträge- Fachverband / Körperschaft Abruf: 21.8.2026
Hunting in Namibia - Plains Game & Conservation Hunting Guidelines
- Ergänzende Fachquelle
Impala Species Profile
- Ergänzende Fachquelle
Springbok (Antidorcas marsupialis)
- Peer-Review Studie
Mammals of the Kalahari Research Centre
- Ergänzende Fachquelle
Impala (Aepyceros melampus)
- Peer-Review Studie
AnAge entry for Antidorcas marsupialis
- Ergänzende Fachquelle
General Game Guide
- Peer-Review Studie
Sustainability of Hunting Tourism
- Peer-Review Studie
The value of pastoral ranches for wildlife
- Amtliche Primärquelle
The Red List of Mammals of South Africa, Swaziland and Lesotho: Tragelaphus strepsiceros
- Peer-Review Studie
Trophy Hunting and Sustainable Use
- Peer-Review Studie
Trophy Size and Age at Harvest Patterns in Wild Herbivores
- Amtliche Primärquelle
Game Theft Act 105 of 1991
- Amtliche Primärquelle
Nature Conservation Ordinance 4 of 1975
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 9 Primärquellen hinterlegt
