Gestalt und Ansprache

Schulterhöhe oft über 1,2 Meter, hoher Vorderkörper, abfallende Kruppe. Das Gesicht ist auffällig lang. Hörner beider Geschlechter bilden je nach Unterart ein U, V oder ein starkes Knickhorn.

Biologie und Lebensweise

Hartebeest sind standorttreue Grasfresser offener Savannen. Sie leben in Harems oder gemischten Gruppen, Stiere markieren Reviere in der Brunft.

Jagdliche Einordnung

Red Hartebeest im südlichen Afrika, Coke's und Lichtenstein in Ost- und Zentralafrika. Die jagdliche Klasse bleibt Hartebeest, analog zum Rotwild mit Regionalformen.

Sichere Erkennung

Langes Gesicht, hohe Schulter, geknickte Hörner. Gnu ist schwerer und barttragend, Topi/Tsessebe ähnlicher, aber meist dunkler und anders gehörnt.

Lebensraum und Ansprüche

Sie bewohnt offenes Grasland und Savanne, selten dichten Wald. Sie braucht Übersicht und Äsung aus mittelhohem Gras. Die Serengeti ist ein Ökosystem in Nordtansania, das unter anderem das Serengeti National Park umfasst. Das Serengeti-Ökosystem umfasst Gebiete wie den Serengeti National Park, den Ngorongoro Conservation Area, den Maswa Game Reserve, den Loliondo Game Controlled Area und reicht bis in das Masai Mara in Kenia.

Bestand und Management

Red Hartebeest im südlichen Afrika, Coke's und Lichtenstein in Ost- und Zentralafrika werden über nationale Quoten und Konzessionen bewirtschaftet. Swayne's Hartebeest in Äthiopien ist stark gefährdet und kein reguläres Jagdwild. Luftzählungen liefern regionale Indizes.

Bestandszahlen und Jagdstrecke

Die Kuhantilope ist in allen Verwaltungsgebieten des Serengeti-Ökosystems verbreitet, mit höherer Dichte im Serengeti National Park, insbesondere auf den Serengeti Plains. Die Hartebeest (Kongoni) kommt in der Serengeti-Region häufig vor und weist eine höhere Dichte auf in Gebieten wie dem Serengeti National Park und den Serengeti Plains.

Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES Nicht gelistet · EU Nicht gelistet

Artenschutz & Handelsstatus: Kuhantilope

Status: Jagdbar / Nicht CITES-reguliert. Diese Art unterliegt nicht den CITES-Artenschutzbestimmungen. Für den grenzüberschreitenden Transport gelten die allgemeinen veterinär- und zollrechtlichen Vorschriften sowie das nationale Jagdrecht des Herkunfts- und Ziellandes.

Bestimmungen für Ein- & Ausfuhr (Jagdtrophäen):
  • Keine CITES-Genehmigung erforderlich
  • Beachtung des nationalen Jagd- und Schonzeitenrechts
  • Veterinärrechtliche Bestimmungen bei Fleischtransport beachten

Was bei der Einfuhr einer Trophäe zusätzlich zu CITES gilt – TRACES NT, Veterinärbescheinigung, Zoll –, steht im Leitfaden zum Trophäenimport.

Vergleichbare & verwandte Wildarten

Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Kuhantilopen (Alcelaphinae).

Die Kuhantilope (Hartebeest) fällt in der Savanne durch ihr langes, schmales Gesicht, die hohe Schulterpartie und die stark abfallende Kruppe auf. Verwechslungen sind vor allem mit anderen großen Grasfressern möglich: 1. Gnu (Connochaetes): Gnus sind massiger und wirken durch Mähne und Bart am Hals 'bulliger'. Ihre Hörner biegen sich (ähnlich einem Rind) seitlich und nach oben, während das Hartebeest hoch ansetzende, nach hinten-oben oder U-förmig geknickte Hörner trägt. 2. Blesbock / Topi / Tsessebe: Diese Verwandten teilen die abfallende Rückenlinie. Der Blesbock ist jedoch deutlich kleiner und zeigt eine markante weiße Gesichtsblässe (Blesse). Topi und Tsessebe sind in Statur und Gesichtslänge dem Hartebeest sehr ähnlich, weisen aber ein dunkleres, oft violett schimmerndes Haarkleid und anders geschwungene (leierförmige) Hörner auf.

Verwandte Arten im Atlas:

Verbreitung

Nachgewiesene Vorkommen von Kuhantilope nach Ländern.

Verbreitung von Kuhantilope

Grün: Länder mit Nachweis. Punkte: Jagdregionen mit eigenem Profil.

  • Land mit Nachweis

Staatsgrenzen: Natural Earth (gemeinfrei) · Darstellung: JAGDNAVIGATOR · Die Grenzen zeigen Staaten, keine Jagdgebiete.

Global Biodiversity Information FacilityGBIF Taxon #5220185

Wissenschaftliche Nachweise & Vorkommen: Kuhantilope

GBIF Taxon
GBIF-Nachweise von Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) in Afrika. Gelbe bis rote Punkte: Dichte wissenschaftlicher Beobachtungen.
Dichte wissenschaftlicher Nachweise
EinzelfundeHohe Dichte

Kartengrundlage: GBIF-Basiskarte, © OpenStreetMap contributors, © OpenMapTiles · Nachweise: GBIF.org, CC0 · Stand: 12. September 2026 · Darstellung: JAGDNAVIGATOR

Bürgerwissenschaften & MonitoringiNaturalist

Bürgerbeobachtungen & Fotobelege: Kuhantilope

Neben amtlichen Zählungen liefern wissenschaftlich verifizierte Sichtungen (Research Grade) von Jägern, Förstern und Naturbeobachtern Daten zu Ausbreitung, Wechseln und Vorkommen dieser Art in ihrem Verbreitungsgebiet.

Jagdzeiten & Regulierung

Jagdzeiten, Lizenzen und Kontingente legt das jeweilige Land fest.

Artenschutz, CITES-Quoten und Trophäenimport nach Europa

Häufige Fragen zu Kuhantilope

Ist Red Hartebeest eine eigene Art?

Es wird oft als Unterart oder nahestehende Form der Kuhantilope geführt. Jagdlich bleibt es Hartebeest, kein eigener Atlas-Split.

Wo kommt Hartebeest vor?

Je nach Form in Süd-, Ost- und Teilen Zentralafrikas. Quoten und Schutzstatus sind gebietsspezifisch.

Quellen und Evidenz

6 Einträge
  1. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    Alcelaphus buselaphus in der IUCN Red List

  2. Amtliche Primärquelle Abruf: 19.8.2026

    Alcelaphus buselaphus in GBIF

  3. Peer-Review Studie

    Swayne's hartebeest in Ethiopia: population estimate, genetic variability and competition with livestock

  4. Peer-Review Studie

    Biogeographical origins of the extinct Levantine and North African hartebeest

    Zoological Journal of the Linnean Society Primärdokument öffnen ↗
  5. Peer-Review Studie

    Swayne's hartebeest (Alcelaphus buselaphus swaynei): home range and activity patterns in Maze National Park, Ethiopia

    Journal of Mammalogy Primärdokument öffnen ↗
  6. Amtliche Primärquelle

    Aerial Census in the Serengeti Ecosystem, Wet Season 2010

    Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI) Primärdokument öffnen ↗

Geltung und Prüfstand

Gilt für
Biologie und jagdliche Einordnung. Jagd- und Schonzeiten gelten nur im jeweiligen Rechtsraum.
Inhalt geprüft