Herkunft und Zucht
Carl Peitinger, Industrieller in der Steiermark, begann 1870 die Zucht dieser Rasse. Als Zuchtbasis dienten die Hannoveraner Schweißhündin „Hela I“ und ein jagdlich vorzüglicher, im Exterieur hervorragender rauhhaariger Istrianer Brackenrüde.
Aus diesem Wurf wurden die besten Hunde aufgezogen und für die Weiterzucht ausgewählt. Das raue Haarkleid wurde gezielt gefestigt, um die Hunde gegen alpine Wettereinflüsse widerstandsfähig zu machen. Der offizielle FCI-Standard Nr. 62 datiert vom 10. Oktober 1995. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Leistungsprofil
Die jagdliche Verwendung der Steirischen Rauhaarbracke umfasst das Brackieren ebenso wie vielfach die reine Schweißarbeit in schwierigen Gebirgsgegenden.
Sie beweist auf der Fährte großen Spurwillen und verlässliche Spursicherheit. Ihr Spurlaut ist locker. Das widerstandsfähige Rauhhaarkleid schützt sie zuverlässig bei nasskalter Witterung und im rauen Gebirgsgelände.
Gesundheit und Vorsorge
Zur Zucht dürfen laut Standard ausschließlich funktional und klinisch gesunde Hunde mit rassetypischem Gebäude zugelassen werden. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden im Hodensack aufweisen.
Hunde mit deutlichen physischen Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen werden von der Zucht ausgeschlossen. Das harte Rauhhaar ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und bedarf nur grundlegender Pflege.
Haltung und Auslastung
Als harter, passionierter Jagdhund mit Arbeitsprüfung erfordert die Steirische Rauhaarbracke eine regelmäßige jagdliche Führung. Ihre Eignung für Schweiß- und Fährtenarbeit im Gebirge setzt anspruchsvolle Revierpraxis voraus.
Eine konsequente und ruhige Abrichtung ermöglicht eine sichere Zusammenarbeit auf der Fährte und im Jagdbetrieb.
Rassestandard
Nach dem FCI-Standard Nr. 62 ist die Steirische Rauhaarbracke ein mittelgroßer Hund von kräftiger Muskulatur und ernstem, aber nicht bösartigem Ausdruck. Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden 47 bis 53 cm und bei Hündinnen 45 bis 51 cm.
Der Schädel ist leicht gewölbt mit deutlich ausgeprägtem Stopp. Der Nasenschwamm ist schwarz, der Fang kräftig und gerade mit anliegenden Lefzen. Die Kiefer bilden ein starkes Scherengebiss. Die Augen sind braun, die Behänge von mittlerer Größe und flach anliegend.
Die Rückenlinie ist gerade und breit, die Brust tief und breit. Die Rute ist mittellang, am Ansatz kräftig und wird säbelförmig aufwärts getragen (niemals eingerollt), an der Unterseite mit Bürstenhaar bedeckt. Das Haarkleid ist rauh, nicht zottig, glanzlos, hart und grob; am Kopf ist es kürzer und bildet einen Schnurrbart. Als Farben sind Rot und Fahlgelb zugelassen; ein weißer Bruststern ist gestattet.
Wesen und Arbeitsweise
Der FCI-Standard beschreibt die Steirische Rauhaarbracke als passionierten, harten Jagdhund mit ernstem Ausdruck, der jedoch nicht bösartig ist.
Gegenüber Wild zeigt sie Entschlossenheit und Ausdauer auf der Spur. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde sind laut Standard disqualifizierende Zuchtfehler.
Prüfungen und Zuchtzulassung
Die Steirische Rauhaarbracke wird im FCI-Standard in der Gruppe 6, Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde) mit Arbeitsprüfung (Brackier- und Schweißprüfung) geführt.
Die Prüfungen überprüfen die Spursicherheit, den Spurwillen, den lockeren Spurlaut sowie die Zuverlässigkeit bei der Schweißarbeit in schwierigem Gelände.
Vor der Anschaffung
Der Haken wird nur in diesem Browser gespeichert. Es werden keine Daten übertragen.
Häufige Fragen zu Steirische Rauhaarbracke
Wer begründete die Zucht der Steirischen Rauhaarbracke?
Die Zucht wurde 1870 von Carl Peitinger in der Steiermark begründet, der eine Hannoveraner Schweißhündin mit einem rauhhaarigen Istrianer Brackenrüden verpaarte und mit den besten Nachkommen weiterzüchtete.
Für welche jagdlichen Aufgaben wird die Steirische Rauhaarbracke eingesetzt?
Laut FCI-Standard besteht ihre Arbeit nicht nur aus dem Brackieren, sondern vielfach aus reiner Schweißarbeit in schwierigen Gebirgsgegenden. Sie zeichnet sich durch Spursicherheit, Spurwillen und lockeren Spurlaut aus.
Welche Farbgebung und welches Haarkleid verlangt der Standard?
Zugelassen sind Rot und Fahlgelb, wobei ein weißer Bruststern gestattet ist. Das Haarkleid ist hartes, grobes, nicht zottiges Rauhhaar, das am Kopf einen Schnurrbart bildet.
Welche Größe haben Rüden und Hündinnen nach dem FCI-Standard?
Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden 47 bis 53 cm und bei Hündinnen 45 bis 51 cm. Das Gewicht ist im Standard nicht als feste Zahl festgeschrieben.
Wie ist die Kopfform im Rassestandard beschrieben?
Der Schädel ist leicht gewölbt mit deutlich ausgeprägtem Stopp. Der Fang ist kräftig und gerade, der Nasenschwamm schwarz und die Kiefer besitzen ein starkes Scherengebiss.
Quellen und Evidenz
3 Einträge- Fachverband / Körperschaft Abruf: 9.8.2026
Laufhunde
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 11.9.2026
FCI-Nomenklatur der Hunderassen
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 13.9.2026
FCI-Standard Nr. 62: Steirische Rauhaarbracke
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Österreich, Deutschland, Schweiz
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 3 Fachquellen hinterlegt
