Wildbiologische Studie

Investigating the illegal online trade of Indonesian parrots (Psittacine)

283 Facebook-Beiträge mit 861 identifizierbaren Papageien in 22 Arten: Der illegale Online-Handel in Indonesien nahm während der Pandemie zu.

Autorinnen & Autoren
E. Smith, S. Fiennes, C. Heys
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 72, 1 (2025)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: E. Smith, S. Fiennes, C. Heys (2025): Investigating the illegal online trade of Indonesian parrots (Psittacine). In: European Journal of Wildlife Research 72, 1. https://doi.org/10.1007/s10344-025-02035-x

In welchem Umfang und mit welchen Mustern läuft der Handel mit Papageien über soziale Medien innerhalb Indonesiens?

Die Studie in Kürze

Methodik & Datenbasis
Erste detaillierte Dokumentation des Online-Handels mit allen Papageienarten auf Facebook, bezogen auf den Handel innerhalb Indonesiens. Vom 1. Januar 2020 bis 31. August 2021 wurden 283 Beiträge mit 861 identifizierbaren Papageien aus 22 Arten in 38 Facebook-Gruppen visuell und textlich analysiert.
Befunde
Für bestimmte Arten zeigten sich klare Trends, die die Autoren als Hinweis auf gezielte Nachfrage werten. Offene Hinweise auf Illegalität waren in den Bildern häufig, während die Texte verschlüsselt formuliert waren, um Entdeckung zu vermeiden. Der illegale Online-Handel nahm während der Pandemie zu - trotz des strengeren Vorgehens von Facebook gegen den Handel mit lebenden Tieren.
Einordnung für die Praxis
Der Fall zeigt, wie Artenschutzrecht an der Plattformwirklichkeit vorbeigeht: Verbote in Gesetz und Nutzungsbedingungen greifen wenig, solange Angebote nur sprachlich getarnt werden. Für die CITES-Praxis bei Ein- und Ausfuhr heißt das, dass Herkunftsnachweise bei Papageien besonders kritisch zu prüfen sind.
Grenzen der Studie
Untersucht wurde eine Plattform in einem Land über 20 Monate; die Zahlen sind Mindestwerte des Sichtbaren, nicht der Gesamtumfang des Handels. Ob aus den Angeboten tatsächlich Verkäufe wurden, lässt sich nicht ableiten.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt

Die Arbeit im Einzelnen

Fragestellung und Methode

Die Studie untersucht den Online-Handel mit Papageien innerhalb Indonesiens über Facebook und analysiert die Zeitspanne vom 1. Januar 2020 bis 31. August 2021. Die Forschung basiert auf der Analyse von 283 Beiträgen in 38 Facebook-Gruppen, in denen insgesamt 861 identifizierbare Papageien von 22 Arten gefunden wurden. Die Analyse umfasste sowohl visuelle als auch textuelle Elemente, um illegale Handelsindikatoren zu identifizieren, wobei offensichtliche Anzeichen von Illegalität in visuellen Referenzen häufig vorkamen.

Ergebnisse im Einzelnen

Die Studie fand einen signifikant höheren Anteil an wild gefangenen Papageien im Vergleich zu gezähmten oder halb gezähmten Tieren. Die Arten, die signifikant häufiger vorkamen als zufällig zu erwarten, waren Loriculus galgulus, Psittinus cyranus und Psittacula longicauda. Während der Studie (1. Januar 2020 bis 31. August 2021) stiegen die Anzahl der Posts mit lebenden Vögeln für den Verkauf kontinuierlich an. Die Studie fand viele Loriculus-Arten (Hängervögel), da sie gezielt Loriculus-spezifische Gruppen durchsuchte, während größere Papageien und Kakadus seltener vorkamen. Die Studie stellte fest, dass die meisten dieser größeren Papageien aus Gefangenschaft stammten, mit Ausnahme des Palmkakadus, von dem 71 % wild gefangen wurden. Die Studie fand visuelle Hinweise auf den illegalen Ursprung der Vögel in den Posts, wie z. B. Vögel in Papierbeuteln, Fängerkäfigen oder PVC-Rohren. Die Studie fand, dass Preise für Papageisen selten in den ursprünglichen Posts genannt wurden, sondern oft erst in den Kommentaren nach Anfragen von Interessenten. Die Studie fand, dass die meisten wild gefangenen Vögel als 'good' gelistet wurden. Die Studie fand, dass der illegale Wildtierhandel auf Facebook offensichtlich stattfindet, obwohl Facebook dokumentierte Versprechen abgibt, solchen Handel zu verbieten. Die Studie zeigte, dass der illegale Online-Handel mit Papageien während der globalen Pandemie stieg, obwohl Facebook striktere Regeln für den Handel mit lebenden Tieren auf seiner Plattform verfolgte.

Grenzen und Folgerungen der Autoren

Die Autoren erwähnen, dass sie aufgrund ethischer Einschränkungen nicht alle geschlossenen Gruppen durchdringen konnten, weshalb es möglich ist, dass Beweise für diese Arten nur auf geschlossenen Foren zu finden sind. Fünf Gruppen, die während der Forschungsperiode geschlossen wurden, wurden mit ähnlichen Namen wieder geöffnet, was auf Bemühungen seitens der Nutzer hindeutet, um die Durchsetzung zu umgehen. Die Autoren betonen, dass diese Entwicklungen eine erhebliche Herausforderung für die zuständigen Durchsetzungsbehörden darstellen und dazu führen werden, dass die Bestände wild lebender Papageien langfristig zurückgehen, wenn sie nicht sofort angegangen werden. Die Forschung betonte die Notwendigkeit einer intensiveren Überwachung von sozialen Medien, um die negativen Auswirkungen des illegalen Wildtierhandels zu bekämpfen.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Artenschutz & illegaler Handel; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI