Wildbiologische Studie

Hunting techniques and their harvest as indicators of mammal diversity and threat in Northern Angola

Nordangola: Jäger halten im Schnitt 92 Fallen und Schlingen und fangen damit monatlich etwa 25 Tiere - Nagetiere zuerst, dann Primaten und Ducker.

Autorinnen & Autoren
Nele Teutloff, Paulina Meller, Manfred Finckh, Almeida Segredo Cabalo, Guedes José Ramiro, Christoph Neinhuis, Thea Lautenschläger
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 67, 101 (2021)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Nele Teutloff, Paulina Meller, Manfred Finckh, Almeida Segredo Cabalo, Guedes José Ramiro, Christoph Neinhuis, Thea Lautenschläger (2021): Hunting techniques and their harvest as indicators of mammal diversity and threat in Northern Angola. In: European Journal of Wildlife Research 67, 101. https://doi.org/10.1007/s10344-021-01541-y

Welche Fangtechniken werden im Bushmeat-Fang in Nordangola eingesetzt, welche Arten werden erbeutet, und welchen wirtschaftlichen Wert haben sie?

Die Studie in Kürze

Methodik & Datenbasis
Erfassung des Bushmeat-Fangs in 27 Ortschaften der Provinz Uíge; die Autoren begleiteten Jäger entlang ihrer Schlingenlinien und befragten zusätzlich 20 Einwohner. Sieben Haupttypen von Schlingen und Fallen wurden definiert und beschrieben.
Befunde
Die Jäger besitzen im Mittel 92 ± 128,7 Schlingen und Fallen und fangen monatlich etwa 25,3 ± 23,6 Tiere. Insgesamt erkannten die Befragten 28 Säugetierarten, von denen eine als ausgestorben und zwei als sehr selten gelten; die Mehrzahl der erfassten Arten wird regelmäßig bejagt. Am häufigsten gefangen werden Nagetiere, gefolgt von Primaten und Duckern. Die Fangraten sinken mit zunehmender Körpergröße, weshalb seltene, große Tiere hohe wirtschaftliche Werte und Preise erzielen.
Einordnung für die Praxis
Zeigt das Grundproblem unregulierten Fangs: Die Preisbildung belohnt genau die Arten, deren Bestände am dünnsten sind - ein sich selbst verstärkender Druck. Die Autoren fordern eine aktivere Rolle des Staates bei der Durchsetzung des bestehenden Jagdrechts. Zugleich benennen sie das Zoonoserisiko, das mit dem Umgang und Verzehr von Wildfleisch aus unkontrollierten Quellen verbunden ist.
Grenzen der Studie
Befragungen und Begleitung in 27 Ortschaften einer Provinz; Artangaben stammen teils aus Nennungen der Befragten, nicht aus eigener Bestimmung. Bestandsgrößen wurden nicht erhoben.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt

Die Arbeit im Einzelnen

Fragestellung und Methode

Die Studie untersucht die häufigsten Jagdtechniken, regelmäßig gefangene Arten und deren wirtschaftlichen Wert in der Provinz Uíge im Norden Angolas. In 27 Orten der Provinz Uíge wurden Jäger entlang ihrer Fallelinien begleitet und 20 Einwohner interviewt. Im Studie wurden sieben Haupttypen von Fallen und deren Merkmale beschrieben.

Ergebnisse im Einzelnen

Ratte und Primaten werden am häufigsten gefangen, Duiker kommen nach ihnen. Außerdem gefährdet dies die Ökosystemintegrität, die ländliche Existenzsicherung und die menschliche Gesundheit durch das Risiko neuer Zoonosen. Die Studie betont den dringenden Bedarf nach nachhaltigen Lösungen und fordert, dass die angolanische Regierung eine aktive Rolle bei der Durchsetzung des bestehenden Jagdgesetzes spielen sollte, um den illegalen Wildbret-Handel zu reduzieren. Die meisten der in dieser Studie aufgezeichneten Tierarten werden regelmäßig gejagt. Rodentien sind am häufigsten gefangene Tiere, gefolgt von Primaten und Duiker. Die Fangraten nehmen mit der Körpersgröße der Arten ab, was zu höheren wirtschaftlichen Werten für seltene, große Tiere führt. Die Ergebnisse dokumentieren den Jagddruck auf Säugetiere und die anhaltende Beliebtheit von Wildfleisch im Norden Angolas, was eine unmittelbare Bedrohung für verbleibende Säugetierpopulationen darstellt. Jäger besitzen im Durchschnitt 92 ± 128,7 Fallen und fangen etwa 25,3 ± 23,6 Tiere monatlich. Die Befragten in Nord-Angola erkannten insgesamt 28 Säugetierarten, darunter eine, die als ausgestorben gilt, und zwei, die als sehr selten gelten.

Grenzen und Folgerungen der Autoren

Die Autoren beschreiben, dass ihre Methoden hauptsächlich auf Interviews mit Jägern und Marktforschungen beruhten. Die Forschung konzentrierte sich auf traditionelle Jagdmethoden wie Schlingen und Fallen, da der Besitz und die Nutzung von Schusswaffen in Angola meist verboten ist, was zu begrenzten Rückmeldungen von Jägern führte. Die Ergebnisse der Umfrage sind aufgrund der geringen Stichprobengröße (23 Jäger und 20 Einwohner) anfällig für verzerrte Antworten. Die Forschung deckt nicht alle Jagdmethoden in Angola ab, da Schusswaffen dort unter Auflagen genutzt werden und der Zugang zu Informationen über Nachtjagd schwierig ist. Die Autoren betonen, dass Jagd auf Wildtiere eng mit globalen Problemen wie Artenverlust verbunden ist. Die Autoren erwähnen, dass der aktuelle Zustand der Jagd in Nordangola nicht nachhaltig ist und Lösungen dringend benötigt werden, um die Jagddruck zu reduzieren, gefährdete Arten zu schützen, das Risiko von Zoonosen einzuschränken und den ländlichen Familien alternative Proteine anzubieten.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Jagdmanagement & Bejagung, Artenschutz & illegaler Handel; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI