Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: WSK
Lebensräume: Feuchtgebiet, Wald, Schilf- und Roehrichtzonen
Übliche Jagdarten: Fallenjagd, Ansitzjagd, Baujagd
Brunft oder Paarung: Februar bis März
Jagdliche Klasse: Marderhund · Haarwild und Neozoen
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Körpermasse, Habitus, Zahnabrieb und Ausprägung artspezifischer Trophäen- oder Gefiedermerkmale.
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Zahndurchbruch und Abkauung der Mahl- und Schneidezähne bei Säugetieren.
Altersklassen & Klassifizierung
Jugendklasse (Jungtiere im ersten Lebensjahr), Mittelklasse (subadulte Stücke), Reife Ernteklasse (voll entwickelte adulte Stücke).
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Haarwild und Neozoen.
Wichtige Vergleichsart innerhalb der Kategorie Haarwild und Neozoen mit spezifischen ökologischen Ansprüchen.
Verbreitung
Länder, in denen diese Art im Portal als vorkommend geführt wird. Die Karte zeigt die zugehörigen Regionsprofile, keine Reviergrenzen und keine Punktnachweise.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.

Gestalt und Ansprache
Gewicht: 4 bis 9 kg (im Spätherbst vor der Winterruhe teils bis 10 kg). Gedrungener, kurzbeiniger Körperbau mit dichter Behaarung. Dunkle Wangenstreifen ('Backenbart'). Rute kurz und buschig, einfarbig dunkel ohne Ringelung (Unterschied zum Waschbären).

Biologie und Lebensweise
Als einziger Canide hält der Marderhund eine echte Winterruhe. Paare bleiben monogam. Die Ranz liegt im Spätwinter, die Tragzeit bei etwa 60 Tagen, Würfe können sechs bis zehn Junge umfassen. Die Nahrung reicht von Amphibien und Fischen über Insekten und Beeren bis zu Gelegen von Bodenbrütern.

Jagdliche Einordnung
Ansitz an Luderplätzen, Fallen in Feuchtgebieten und Baujagd. Die Ansprache muss Waschbär und Jungfuchs ausschließen. Bei Verzehr gilt die Trichinenschau. Jagdzeiten und Fallenrecht sind landesweise verschieden.

Schutz und rechtlicher Rahmen
EU-Verordnung 1143/2014 führt die Art als invasiv. Ob eine Meldepflicht, eine Jagdzeit oder ein Managementauftrag gilt, entscheidet der Rechtsraum.

Sichere Erkennung
Gedrungener, kurzbeiniger Körper mit dichter Unterwolle und dunklem Backenbart. Die Rute ist kurz, buschig und einfarbig dunkel, ohne Ringelung. Damit endet die Verwechslung mit dem Waschbären; die Pfoten sind hundeartig und nicht greifend.
Lebensraum und Ansprüche
Feuchtgebiete, Schilf, Bruchwälder und gewässernahe Niederungen. Trockene Hochlagen und offene Feldfluren ohne Deckung werden gemieden. Bauten teilt er regional mit Fuchs oder Dachs.
Wo diese Art vorkommt
DACH 14
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
Europa 0
Ziele im übrigen Europa
Keine Region zugeordnet.
Weltweit 0
Ziele außerhalb Europas
Keine Region zugeordnet.
Häufige Fragen zu Marderhund (Enok)
Wie unterscheidet sich der Marderhund vom Waschbären?
Der Marderhund hat keine geringelte Rute, sondern eine kurze, dunkle Rute, sowie hundeartige Pfoten (ohne greifende Finger) und einen ausgeprägten Backenbart.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026
Nyctereutes procyonoides - Art- und Taxonomiedaten
- Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026
EU-Verordnung 1143/2014 über invasive gebietsfremde Arten