Ablauf und Struktur
Der Kompaktkurs an staatlich anerkannten Jagdschulen bündelt den gesamten gesetzlichen Prüfungsstoff in 14 bis 21 intensive Vollzeittage. Der Tagesablauf ist straff gegliedert: Vormittags theoretischer Unterricht in den Kernfächern, nachmittags Schießausbildung auf dem Wurftauben- und Kugelstand sowie praktische Einheiten im Lehrrevier zu Biotoptypen, Hochsitzbau, Fährtenkunde und Baumartenbestimmung.
Prüfungsabschnitte
Die Jägerprüfung gliedert sich in drei Abschnitte: 1. Die Schießprüfung (Büchsenschuss auf 100 Meter stehend angestrichen, laufender Keiler auf 50 Meter sowie Kipphase oder Wurftaube mit der Flinte), 2. Die schriftliche Multiple-Choice-Prüfung nach amtlichem Fragenkatalog des jeweiligen Bundeslandes, 3. Die mündlich-praktische Prüfung an Präparaten, Anschauungsobjekten und im Lehrrevier.
Nach der Prüfung
Nach erfolgreichem Bestehen händigt die staatliche Prüfungskommission das Jägerprüfungszeugnis aus. Mit diesem Zeugnis, einem aktuellen Passfoto und dem Nachweis einer Jagdhaftpflichtversicherung (gesetzliche Mindestdeckungssumme beachten) wird bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde der erste Jagdschein (Tages-, Jahres- oder Dreijahresjagdschein) beantragt.
Für wen der Kurs gedacht ist
Ideal für Berufstätige, Führungskräfte und Studierende, die sich den Ausbildungszeitraum als Blockurlaub freinehmen können und über die persönliche Disziplin verfügen, den theoretischen Prüfungsstoff bereits vor Kursbeginn mittels Lernsoftware oder Prüfungs-Apps fundiert im Selbststudium vorzubereiten.
Lernziele
Beherrschung der waffentechnischen Sicherheitsvorschriften, sichere Handhabung von Lang- und Kurzwaffen, Erkennen von Wildarten, Altersansprache, Kenntnis von Schonzeiten und Schonvorschriften, Grundlagen der Wildbrethygiene und des Seuchenschutzes sowie sicheres Navigieren im geltenden Bundes- und Landesjagdrecht.
Ablauf
Nach verbindlicher Anmeldung erhalten Teilnehmer Zugang zum multimedialen Vorbereitungsmaterial. Der Präsenzteil startet mit intensiver Waffenhandhabung und Schießtraining, gefolgt von täglichen Exkursionen im Revier und abendlichen Repetitorien zur Vertiefung des Fachwissens.
Anerkennung
Das Prüfungszeugnis einer staatlichen Prüfungskommission in Deutschland wird bundesweit in allen 16 Bundesländern uneingeschränkt anerkannt und berechtigt zur Lösung des Jagdscheins am eigenen Wohnsitz.
Folgekosten
Neben den Lehrgangskosten fallen behördliche Prüfungsgebühren (je nach Bundesland ca. 150 bis 300 Euro), Munitionskosten auf dem Schießstand, Lehrmaterialien sowie die behördlichen Ausstellungsgebühren und die Jagdabgabe für den Jagdschein an.
Vorbereitung
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Lerninhalte
- Fach 1: Wildbiologie, Wildhege & Reviermanagement
- Fach 2: Optik, Orientierung, Ausrüstung & Hunde
- Fach 3: Jagdrecht, Tierschutz- & Naturschutzrecht
- Fach 4: Wildkrankheiten, Hygiene ('Kundige Person') & Zerwirken
- Praxis: Biotopgestaltung, Ansprechen & Trittsiegelkunde
Häufige Fragen zu Jagdschein Intensivkurs (2 bis 3 Wochen)
Ist die Jägerprüfung im Intensivkurs schwerer als im Jahreskurs?
Nein, die gesetzlichen Prüfungsanforderungen sind identisch. Der Intensivkurs erfordert jedoch hohe Konzentration und Vorlernen des Theoriekatalogs vor Kursbeginn.
Gilt der in einem Bundesland bestandene Jagdschein bundesweit?
Ja! Ein in einem deutschen Bundesland bestandenes Jägerprüfungszeugnis wird bundesweit sowie in Österreich anerkannt.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 11.8.2026
Bundesjagdgesetz § 15 (Jagdschein)
- Amtliche Primärquelle Abruf: 11.8.2026
Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) - Landesrecht
Geltung und Prüfstand
- Gilt für
- Österreich, Deutschland, Schweiz
- Inhalt geprüft
- Primärquellen
- 2 Primärquellen hinterlegt
Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: Dr. Wolfgang Spiess-Knafl
