Wildbiologische Studie

Wild boar (Sus scrofa) as a potential reservoir of infectious agents in Portugal: a review of two decades (2001-2021)

Zwanzig Jahre Erregernachweise beim Schwarzwild in Portugal: Schwerpunkt Tuberkulose im Nordosten und Osten - bei Leptospiren, Brucellen und Trichinen fehlen Daten.

Autorinnen & Autoren
Catarina Jota Baptista, Fernanda Seixas, José M. Gonzalo-Orden, Paula A. Oliveira
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 69, 101 (2023)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Catarina Jota Baptista, Fernanda Seixas, José M. Gonzalo-Orden, Paula A. Oliveira (2023): Wild boar (Sus scrofa) as a potential reservoir of infectious agents in Portugal: a review of two decades (2001-2021). In: European Journal of Wildlife Research 69, 101. https://doi.org/10.1007/s10344-023-01732-9

Welche Erreger wurden in zwei Jahrzehnten beim Schwarzwild in Portugal nachgewiesen, und welche davon sind für den Menschen relevant?

Die Studie in Kürze

Zwanzig Jahre Erregernachweise beim Schwarzwild in Portugal: Schwerpunkt Tuberkulose im Nordosten und Osten - bei Leptospiren, Brucellen und Trichinen fehlen Daten.

Methodik & Datenbasis
Übersichtsarbeit über die zwischen 2001 und 2021 veröffentlichten Nachweise von Bakterien, Viren und Parasiten beim Schwarzwild in Portugal, mit besonderem Blick auf Erreger mit Zoonosepotenzial.
Befunde
Die meisten Erreger wurden im Nordosten, im mittleren Osten - hier überwiegend wegen Tuberkulose - und im Süden Portugals gefunden. Für einige Erreger mit Zoonosebedeutung liegen bislang nur wenige Daten vor; die Autoren nennen ausdrücklich Leptospira spp., Brucella spp. und Trichinella spp. als Schwerpunkte künftiger Überwachung. Als Grund für die Dringlichkeit nennen sie die starke Ausbreitung der Art in neue Gebiete und den damit steigenden Kontakt zu Menschen, Haustieren und Wildtieren; zugleich wird Schwarzwild auf der Iberischen Halbinsel regelmäßig verzehrt.
Einordnung für die Praxis
Für die Wildbrethygiene die Kernaussage: Das Erregerspektrum beim Schwarzwild ist breit, und gerade bei den für den Menschen gefährlichen Erregern ist die Datenlage dünn - Trichinenuntersuchung und sorgfältige Fleischbeschau sind damit keine Formsache. Wer im Ausland Schwarzwild bejagt, sollte die regionalen Untersuchungspflichten vorher klären.
Grenzen der Studie
Übersicht über veröffentlichte Studien, keine eigene Erhebung: Die räumlichen Schwerpunkte spiegeln auch, wo untersucht wurde. Prävalenzangaben nennt das Abstract nicht.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Schwarzwild, Wildkrankheiten & Hygiene; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI