Wildbiologische Studie

Wild boar population control needs more than recreational hunting

Freizeitjagd allein bremst das Schwarzwild nicht: Wachsende Waldfläche, günstige Feldfrüchte und fehlende Nahrungskonkurrenz treiben den Bestand schneller, als die Jagd ausgleichen kann.

Autorinnen & Autoren
Christian Gortázar, David Relimpio, Nicolás Urbani, Jorge R. López-Olvera
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 72, 36 (2026)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Christian Gortázar, David Relimpio, Nicolás Urbani, Jorge R. López-Olvera (2026): Wild boar population control needs more than recreational hunting. In: European Journal of Wildlife Research 72, 36. https://doi.org/10.1007/s10344-026-02073-z

Reicht Bejagung aus, um Schwarzwildbestände zu begrenzen - reaktiv im Seuchenfall und vorbeugend auf großer Fläche?

Die Studie in Kürze

Freizeitjagd allein bremst das Schwarzwild nicht: Wachsende Waldfläche, günstige Feldfrüchte und fehlende Nahrungskonkurrenz treiben den Bestand schneller, als die Jagd ausgleichen kann.

Methodik & Datenbasis
Fachlicher Standpunktbeitrag (Perspective) ohne eigenen Datensatz. Die Autoren stellen zwei Szenarien gegenüber: reaktives Management zur Eindämmung von Seuchenausbrüchen und proaktives Bestandsmanagement auf größerer geografischer Ebene.
Befunde
Intensive und möglichst geräuscharme Entnahme kann örtliche Seuchenausbrüche wesentlich eindämmen. Größere schwarzwildfreie Pufferzonen können bei frontartiger Seuchenausbreitung oder zum Schutz von Schweinehaltungs-Schwerpunkten wirken. Langfristig aber können Jagd, Prädation und Krankheiten zusammen das Bestandswachstum nicht ausgleichen, das durch zunehmende Waldfläche, günstige Feldfrüchte und wegfallende Nahrungskonkurrenz durch Weidevieh begünstigt wird. Diese Treiber anzugehen erfordere tiefgreifende agrar- und umweltpolitische Änderungen, die außerhalb der Möglichkeiten von Wildtiermanagement und Tiergesundheitsbehörden liegen.
Einordnung für die Praxis
Entlastend und ernüchternd zugleich: Wer im Revier die Strecke erhöht, kann örtlich viel erreichen - im Seuchenfall sogar entscheidend, und dort ausdrücklich mit geräuscharmen Verfahren. Die Ursachen des Bestandsanstiegs liegen aber in der Landnutzung und sind jagdlich nicht zu lösen.
Grenzen der Studie
Standpunktbeitrag mit Einordnung des Forschungsstands, keine empirische Untersuchung. Die Aussagen sind Bewertungen der Autoren, keine eigenen Messergebnisse.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Schwarzwild, Wildkrankheiten & Hygiene, Jagdmanagement & Bejagung; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI