Wildbiologische Studie

Prioritizing areas for wolf management in Austria by modelling potential habitat and depredation risk

47 % der Fläche Österreichs bieten dem Wolf geeigneten Lebensraum. Besonders an Almweiden und waldnahem Offenland, vor allem in Tirol und Kärnten, überschneiden sich dieser Lebensraum und das Risiko von Nutztierrissen stark.

Autorinnen & Autoren
Florian Kunz, Luca Fuchs, Matthias Amon, Klaus Hackländer, Jörg Fabian Knufinke, Jennifer Hatlauf
Veröffentlichung
Wildlife Biology 2026, e01655 (2026)
Verlag
Wiley
Lizenz
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Bibliografische Zitierweise: Florian Kunz, Luca Fuchs, Matthias Amon, Klaus Hackländer, Jörg Fabian Knufinke, Jennifer Hatlauf (2026): Prioritizing areas for wolf management in Austria by modelling potential habitat and depredation risk. In: Wildlife Biology 2026, e01655. https://doi.org/10.1002/wlb3.01655

Wo in Österreich ist das Konfliktpotenzial durch Wölfe am größten, basierend auf geeignetem Lebensraum und der Wahrscheinlichkeit von Nutztierrissen?

Die Studie in Kürze

47 % der Fläche Österreichs bieten dem Wolf geeigneten Lebensraum. Besonders an Almweiden und waldnahem Offenland, vor allem in Tirol und Kärnten, überschneiden sich dieser Lebensraum und das Risiko von Nutztierrissen stark.

Methodik & Datenbasis
Entwicklung eines Habitatmodells (SDM) und eines Rissrisikomodells (DSM) mittels MaxEnt-Algorithmus. Grundlage bildeten 124 bestätigte Wolfsnachweise und 109 Nutztierrisse in Österreich sowie 37 Umwelt-, Topografie- und Landwirtschaftsvariablen.
Befunde
Rund 47 % Österreichs (vorwiegend Waldgebiete) sind als Wolfshabitat geeignet. Gleichzeitig weisen 23 % der Fläche ein signifikantes Rissrisiko auf, primär getrieben durch die Präsenz von Nutztieren nahe an Wäldern. Eine Kombination beider Modelle zeigte, dass sich auf knapp 8.000 km² (9,5 % der Landesfläche) Lebensraum und Rissrisiko stark überschneiden. Diese Hotspots liegen konzentriert an alpinen Weiden und offenen Landschaften nahe Wäldern, insbesondere in Tirol und Kärnten.
Einordnung für die Praxis
Die räumliche Modellierung bietet eine essenzielle Datengrundlage für ein evidenzbasiertes Wildtiermanagement. Sie zeigt auf, wo Herdenschutzmaßnahmen und Konfliktprävention am dringendsten benötigt werden, um eine Koexistenz zu ermöglichen.
Grenzen der Studie
Modelle sind Näherungen auf Basis historischer Daten; lokale Bedingungen können im Einzelfall abweichen.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Wildtiermanagement & Konflikte, Lebensraum & Raumnutzung; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI