Wildbiologische Studie

Extreme spatial plasticity in Italian wolves: ecological determinants of range size and movement patterns across heterogeneous landscapes

19 GPS-besenderte Wölfe in Italien: Die Streifgebiete reichen von 35 bis 185 km² - je nachdem, wie lange der Wolf dort etabliert ist und wie viel Beute vorkommt.

Autorinnen & Autoren
Silvia Cavazza, Rudy Brogi, Michele Zanni, Celeste Buelli, Duccio Berzi, Siriano Luccarini, Liliana Costanzi, Cristian Tirapelle, Nadia Cappai, Paolo Bongi, Marco Del Frate, Enrico Vettorazzo, Marco Apollonio
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 72, 94 (2026)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Silvia Cavazza, Rudy Brogi, Michele Zanni, Celeste Buelli, Duccio Berzi, Siriano Luccarini, Liliana Costanzi, Cristian Tirapelle, Nadia Cappai, Paolo Bongi, Marco Del Frate, Enrico Vettorazzo, Marco Apollonio (2026): Extreme spatial plasticity in Italian wolves: ecological determinants of range size and movement patterns across heterogeneous landscapes. In: European Journal of Wildlife Research 72, 94. https://doi.org/10.1007/s10344-026-02130-7

Welche ökologischen und individuellen Faktoren bestimmen Größe der Streifgebiete und Bewegungsmuster zurückkehrender Wölfe?

Die Studie in Kürze

19 GPS-besenderte Wölfe in Italien: Die Streifgebiete reichen von 35 bis 185 km² - je nachdem, wie lange der Wolf dort etabliert ist und wie viel Beute vorkommt.

Methodik & Datenbasis
GPS-Daten von 19 Wölfen, erhoben zwischen 2019 und 2025 in fünf Untersuchungsgebieten über ein breites Umweltgefälle. Streifgebietsgröße und Tagesstrecken wurden mit Continuous-Time-Movement-Modellen geschätzt.
Befunde
Die Jahresmittel der Streifgebiete von Rudelmitgliedern lagen zwischen 35 und 185 km². Am kleinsten waren sie dort, wo Wölfe länger etabliert waren und/oder mehr Beute verfügbar war - innerartliche Konkurrenz und Nahrungsangebot wirken also zusammen. Im Winter und in stärker urbanisierten Landschaften vergrößerten die Tiere ihre Gebiete. Rudelmitglieder hatten durchweg kleinere Streifgebiete als abwandernde Einzeltiere; unter den Einzeltieren waren die Fähen etwas weiträumiger als die Rüden. Die Tagesstrecken lagen im Gebietsmittel bei 25 bis 53 km und hingen nicht von individuellen Merkmalen ab. Drei Abwanderungen wurden dokumentiert, zwei davon führten zu Paarbildung und Reproduktion.
Einordnung für die Praxis
Wer Wolfspräsenz im Revier einschätzen will, kann nicht mit einer festen Streifgebietsgröße rechnen: Zwischen kleinstem und größtem Gebiet liegt mehr als der Faktor fünf. In neu besiedelten Gebieten und im Winter sind die Aktionsräume größer - entsprechend größer ist die Fläche, über die sich ein Rudel bemerkbar macht.
Grenzen der Studie
19 besenderte Tiere aus fünf Gebieten sind eine kleine Stichprobe für Aussagen über individuelle Faktoren. Die Ergebnisse gelten für italienische Landschaften; die Übertragung auf mitteleuropäische Verhältnisse ist eine Annahme, keine Messung.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Wolf, Monitoring & Methodik, Raumnutzung & Verhalten, Population & Genetik; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI