Welchen Umfang hat der Handel mit Primaten in die EU und nach Großbritannien, und was ist über den illegalen Anteil bekannt?
Die Studie in Kürze
- Methodik & Datenbasis
- Zusammenführung mehrerer Datenbanken - CITES, UN Comtrade, TRAFFIC WiTIS - und von Beschlagnahmeberichten zu einer Gesamtdarstellung des Primatenhandels nach und innerhalb Europas. Alle Primaten stehen in CITES-Anhang I oder II und in Anhang A oder B der Verordnung (EG) Nr. 338/97.
- Befunde
- Der legale Import lebender Primaten von 2002 bis 2021 umfasste 218.000 bis 238.000 Individuen im Wert von 869 Millionen US-Dollar; Hauptimporteure waren Frankreich, Großbritannien und Spanien, Hauptexporteure Mauritius, Vietnam und China. Über 21.000 Primatenteile - Trophäen, Schädel, Körper - wurden überwiegend aus afrikanischen Ländern eingeführt; UN-Comtrade-Daten deuten auf rund 600 Tonnen importiertes Primatenfleisch, überwiegend aus Asien. Die große Mehrheit der lebenden Primaten war in Gefangenschaft geboren oder gezüchtet, mit über die Zeit steigendem Anteil. Meldungen zum illegalen Handel sind unvollständig, doch bei einzelnen Arten und bei Primatenfleisch kann er Wildbestände bereits bedrohter Arten schädigen.
- Einordnung für die Praxis
- Ordnet die Größenverhältnisse im internationalen Artenhandel: Der legale, genehmigte Handel ist um Größenordnungen umfangreicher als der aufgedeckte illegale - und Europa ist Zielmarkt, nicht Zuschauer. Für die CITES-Praxis heißt das, dass Nachweise über Zucht- oder Wildherkunft die entscheidende Stelle sind, an der Kontrolle greift.
- Grenzen der Studie
- Zusammenführung heterogener Datenbanken mit unterschiedlicher Meldequalität; die Angaben zum illegalen Handel sind nach eigener Einschätzung der Autoren weit von vollständig entfernt. Die Fleischmengen stammen aus Handelsstatistiken, nicht aus Kontrollen.
Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren.
Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.
KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt