Wildbiologische Studie

Density-dependent dinner: Wild boar overuse agricultural land at high densities

99 GPS-besenderte Wildschweine in Südschweden: Je höher die Dichte, desto stärker gehen sie ins Feld - und desto kleiner werden die Streifgebiete.

Autorinnen & Autoren
Evelina Augustsson, Hyeyoung Kim, Henrik Andrén, Lukas Graf, Petter Kjellander, Stefan Widgren, Johan Månsson, Jonas Malmsten, Henrik Thurfjell
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 70, 15 (2024)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Evelina Augustsson, Hyeyoung Kim, Henrik Andrén, Lukas Graf, Petter Kjellander, Stefan Widgren, Johan Månsson, Jonas Malmsten, Henrik Thurfjell (2024): Density-dependent dinner: Wild boar overuse agricultural land at high densities. In: European Journal of Wildlife Research 70, 15. https://doi.org/10.1007/s10344-024-01766-7

Wie verändern sich Streifgebietsgröße und Habitatnutzung von Schwarzwild mit dem Angebot an Lebensräumen und mit der Bestandsdichte?

Die Studie in Kürze

99 GPS-besenderte Wildschweine in Südschweden: Je höher die Dichte, desto stärker gehen sie ins Feld - und desto kleiner werden die Streifgebiete.

Methodik & Datenbasis
Daten von 99 GPS-besenderten Wildschweinen über einen langen Zeitraum und über das gesamte Verbreitungsgebiet in Südschweden. Untersucht wurden Streifgebietsgröße und Habitatnutzung entlang von Gradienten der Habitatverfügbarkeit und der Bestandsdichte. Für die funktionelle Reaktion wurden Nutzung und Verfügbarkeit von Agrarland zunächst individuell geschätzt und dann auf Populationsebene gegen die Verfügbarkeit ausgewertet, einschließlich der Wechselwirkung mit der Bestandsdichte.
Befunde
Die Streifgebietsgröße war bei Keilern wie bei Bachen negativ mit der Bestandsdichte verbunden - höhere Dichte, kleinere Gebiete. Agrarland wurde mit steigender Bestandsdichte intensiver genutzt und ebenso dann, wenn andere Habitattypen weniger verfügbar waren. Insgesamt erwies sich das Raumverhalten als stark kontextabhängig und variierte erheblich mit Landschaftsstruktur und örtlichen Bedingungen.
Einordnung für die Praxis
Direkt für die Wildschadensvorsorge: Die Übernutzung des Feldes ist ein Dichteeffekt. Wo der Besatz hoch ist und Deckung im Wald fehlt, verlagert sich die Nutzung ins Agrarland - Schadensschwerpunkte lassen sich damit aus Dichte und Deckungsangebot vorhersagen und Reduktionsmaßnahmen entsprechend priorisieren.
Grenzen der Studie
Untersucht wurde ein agrar-forstliches Mosaik in Südschweden; die Autoren betonen selbst, dass örtliche Bedingungen bei Vorhersagen berücksichtigt werden müssen. Schadensbeträge wurden nicht erhoben, nur Raumnutzung.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Schwarzwild, Monitoring & Methodik, Wildschaden, Äsung & Fütterung, Raumnutzung & Verhalten; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI