Wie wirkt sich das Aussetzen von Damwild (Dama dama) auf Dichte, Zuwachs und Raumnutzung des heimischen Rehwilds (Capreolus capreolus) aus?
Die Studie in Kürze
- Methodik & Datenbasis
- Verglichen wurden ein Jagdrevier in Mittelpolen, in dem Damwild ausgesetzt wurde, und eine Referenzfläche ohne Damwild, jeweils vor und nach dem Aussetzen. Erfasst wurden Dichte und Zuwachs des Rehwilds (Kitze je Ricke) sowie die Losungshaufen von Reh- und Damwild.
- Befunde
- Die mittlere Rehwilddichte sank von 17,6 auf 10,5 Tiere je 100 Hektar; auf der Referenzfläche blieb sie im gleichen Zeitraum unverändert. Vor dem Aussetzen war der Zuwachs auf beiden Flächen ähnlich (1,6 Kitze je Ricke), danach fiel er im Damwildrevier auf 1,4 und stieg auf der Referenzfläche leicht auf 1,75. Mit steigender Zahl von Damwildlosung sank die Zahl der Losungshaufen des Rehwilds; die Autoren werten das als negativen Einfluss des Damwilds auf die Raumnutzung des Rehwilds.
- Einordnung für die Praxis
- Damwild gehört zu den am weitesten verbreiteten gebietsfremden Säugetieren Europas. Im untersuchten Revier gelang das Aussetzen, und der Damwildbestand wuchs schnell; wirtschaftlich war das Ergebnis aber alles andere als zufriedenstellend, und zugleich war der negative Einfluss auf das Rehwild deutlich. Das zeigt nach den Autoren, dass Damwild als gebietsfremde Art die örtliche Artenvielfalt bedroht.
- Grenzen der Studie
- Die Arbeit beschreibt ein Jagdrevier und eine Referenzfläche in Mittelpolen in der Zeit kurz nach dem Aussetzen des Damwilds.
Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren.
Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.
KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt