Wildbiologische Studie

Abundance and use pattern of wildcats of ancient human-modified cattle pastures in northern Iberian Peninsula

Alte Weidelandschaften in Nordspanien sind Wildkatzenlebensraum: 191 Sichtungen auf Viehweiden, mit 5,9-mal mehr Beobachtungen im Sommer und Herbst als im Winter und Frühjahr.

Autorinnen & Autoren
José J. Jiménez-Albarral, Fermín Urra, Fernando Jubete, Jacinto Román, Eloy Revilla, Francisco Palomares
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 67, 94 (2021)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: José J. Jiménez-Albarral, Fermín Urra, Fernando Jubete, Jacinto Román, Eloy Revilla, Francisco Palomares (2021): Abundance and use pattern of wildcats of ancient human-modified cattle pastures in northern Iberian Peninsula. In: European Journal of Wildlife Research 67, 94. https://doi.org/10.1007/s10344-021-01533-y

Wie häufig nutzen Wildkatzen die zwischen Wälder eingestreuten Viehweiden Nordspaniens, und wie verteilt sich diese Nutzung über Tag und Jahr?

Die Studie in Kürze

Methodik & Datenbasis
Wildkatzen wurden über vier Jahre in der Sommersaison dreimal täglich (morgens, nachmittags, nachts) vom Fahrzeug aus gezählt. Zusätzlich wurden über ein komplettes Jahr vier monatliche Begehungen durchgeführt, zwei morgens und zwei nachmittags.
Befunde
Insgesamt wurden 191 Wildkatzen auf den Weiden und 5 auf der Straße in Waldbereichen erfasst. Bei den Sommerzählungen ließen sich 13 verschiedene Individuen identifizieren, aber nur 29,9 % der 196 Beobachtungen einem Individuum zuordnen. Die Zahl der Sichtungen ging besonders im letzten Jahr zurück, mit 52 bis 67 % weniger als in den Vorjahren. Morgens und nachts wurden signifikant mehr Katzen gesehen als nachmittags. Die geschätzten Sommerdichten in den Weidegebieten lagen zwischen 0,11 und 0,46 Sichtungen je km². Über das Jahr wurden Wildkatzen im Sommer und Herbst 5,9-mal häufiger beobachtet als im Winter und Frühjahr; sie waren zu jeder Tageszeit anzutreffen, am häufigsten in der Dämmerung.
Einordnung für die Praxis
Wichtig für die Wildkatzenhege: Nicht nur geschlossener Wald, sondern die alte, kleinteilige Weidelandschaft dient als Lebensraum - der Erhalt solcher Flächen ist damit Wildkatzenschutz. Für die Erfassung im Revier ist die Dämmerung die aussichtsreichste Zeit, und die individuelle Zuordnung gelingt selbst bei guten Sichtbedingungen nur bei etwa einem Drittel der Tiere.
Grenzen der Studie
Sichtzählungen vom Fahrzeug liefern Sichtungsraten, keine Bestandsdichten; die Angaben sind ausdrücklich Sichtungen je km². Der Rückgang im letzten Jahr bleibt unerklärt. Verwechslung mit Hauskatzen ist bei Sichtbeobachtung eine grundsätzliche Fehlerquelle.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt

Die Arbeit im Einzelnen

Fragestellung und Methode

Die Studie untersucht die Abundance und das Nutzungsmuster von Wildkatzen in alten, von Menschen veränderten Rindviehweiden im nördlichen Iberischen Halbinsel, insbesondere im Sommer. Die Untersuchung fand im Montaña Palentina Natural Park in der nördlichen Provinz Palencia in Spanien statt. Die Wildkatzen wurden während vier Sommer aus dem Auto heraus dreimal täglich beobachtet: morgens, nachmittags und nachts. Außerdem wurden vier monatliche Beobachtungen durchgeführt: zwei morgens und zwei nachmittags, über einen Zeitraum von einem Jahr. Insgesamt wurden 191 Wildkatzenbeobachtungen in Weiden und 5 auf der Straße in Waldzonen registriert. Wildkatzen wurden im Sommer signifikant häufiger morgens und nachts beobachtet als nachmittags. Die geschätzten jährlichen Sommerdichten in Weidegebieten lagen zwischen 0,11 und 0,46 Sichtungen/km². Wildkatzen wurden im Jahr insgesamt 5,9-mal häufiger im Sommerherbst als im Winterfrühling beobachtet.

Ergebnisse im Einzelnen

Im Jahr in der nördlichen Iberischen Halbinsel wurden Wildkatzen 5,9-mal häufiger im Sommerherbst als im Winterfrühling beobachtet. Wildkatzen konnten zu jeder Tageszeit beobachtet werden, aber häufiger nahe dem Abend. Die Sichtungen von Wildkatzen waren signifikant höher während der Morgen- und Nachtbeobachtungen als während der Nachmittagsbeobachtungen.

Grenzen und Folgerungen der Autoren

Die Autoren geben an, dass sie nur 29,9 % der beobachteten Wildkatzen (n = 196) eindeutig einzelnen Tieren zuordnen konnten. Die alten, von Menschen veränderten Landschaften für Rindviehweiden sind ein wichtiges Habitat für Wildkatzen im nördlichen Iberischen Halbinsel. Der Schutz dieser Gebiete ist wichtig, um Wildkatzenpopulationen zu erhalten.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Wildunfälle & Infrastruktur, Wildschaden, Äsung & Fütterung; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
Primärquellen
Originalpublikation über DOI