Wildbiologische Studie

Tracking wildlife diseases using community science: an example through toad myiasis

262 Fotos aus Naturbeobachtungs-Plattformen zeigen: Die Krötenmyiasis tritt regional begrenzt auf, obwohl die Erdkröte europaweit häufig ist.

Autorinnen & Autoren
Tamara Szentivanyi, Orsolya Vincze
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 68, 74 (2022)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Bibliografische Zitierweise: Tamara Szentivanyi, Orsolya Vincze (2022): Tracking wildlife diseases using community science: an example through toad myiasis. In: European Journal of Wildlife Research 68, 74. https://doi.org/10.1007/s10344-022-01623-5

Lassen sich Parasitosen bei Wildtieren über Fotos aus öffentlichen Beobachtungsplattformen räumlich und zeitlich verfolgen?

Die Studie in Kürze

Methodik & Datenbasis
Ausgewertet wurden öffentliche Fotoarchive zum Auftreten von Lucilia spp., dem Erreger der nasalen Krötenmyiasis bei der Erdkröte: iNaturalist (132 Nachweise), GBIF (86), Flickr (41) und observation.org (3) - insgesamt 262 Beobachtungen.
Befunde
Die Verbreitung der Krötenmyiasis erwies sich als regional begrenzt, obwohl der Wirt über eine weite Region Europas verbreitet und häufig ist. Nachweise gab es in 12 Ländern mit durchweg niedriger Prävalenz, unter anderem Belgien 3,90 %, Niederlande 2,71 %, Deutschland 1,27 %, Luxemburg 1,30 %, Dänemark 1,26 %, Polen 0,89 %, Frankreich 0,45 % und Großbritannien 0,45 %. Die Zahl der hochgeladenen Beobachtungen von Parasitose und Wirt nimmt stetig zu, was die Autoren auf die wachsende Beliebtheit der Plattformen zurückführen.
Einordnung für die Praxis
Zeigt einen Weg, den Jäger und Reviernutzer ohne Zusatzaufwand mitgehen können: Fotos auffälliger Krankheitsbilder auf einer Beobachtungsplattform sind Überwachungsdaten. Für schlecht finanzierte Parasiten- und Krankheitsüberwachung ist das eine tragfähige Ergänzung - gerade weil kontinuierliche Erhebung sonst kaum leistbar ist.
Grenzen der Studie
Fotobasierte Nachweise sind nicht zufällig verteilt: Prävalenzen spiegeln auch, wo viele Menschen fotografieren und hochladen. Sichtbare Symptome sind Voraussetzung - verdeckte Infektionen bleiben unerfasst.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

KIKI-generierte Zusammenfassung. Was das heißt

Die Arbeit im Einzelnen

Fragestellung und Methode

Die Studie untersucht die Verteilung, den Wirtsspektrum und die Populationsentwicklung der Dipteren-Arten Lucilia spp., die Nasenmyiasis bei Amphibien verursachen. Die Datenbasis für die Studie stammt aus drei öffentlichen Fotorepositorien wie Flickr, GBIF und iNaturalist. Insgesamt wurden 262 Beobachtungen von Toad-Myiasis gefunden, wobei iNaturalist mit 132 Beobachtungen, GBIF mit 86, Flickr mit 41 und observation.org mit 3 Beobachtungen beitrugen. Die Methodik umfasste die visuelle Analyse von Fotos, um Anzeichen von Nasenmyiasis zu erkennen, und die Suche nach weiteren Beobachtungen in sekundären Wirtsspezies unter Verwendung von Schlüsselwörtern wie 'toad fly', 'toad', 'parasite', 'infection', 'disease', 'larvae' und 'Lucilia'.

Ergebnisse im Einzelnen

Die Verteilung der Krötenmyiasis ist regional begrenzt, obwohl der Wirt, die Europäische Kröte (Bufo bufo), in Europa weit verbreitet ist. Beobachtungen von Krötenmyiasis wurden in 12 Ländern mit relativ niedriger Prävalenz festgestellt, darunter Belgien (3,90 %, CI 2,44 bis 6,18), Dänemark (1,26 %, CI 0,89 bis 1,80), Frankreich (0,45 %, CI 0,14 bis 1,38), Deutschland (1,27 %, CI 0,92 bis 1,75), Litauen (0,50 %, CI 0,13 bis 1,98), Luxemburg (1,30 %, CI 0,42 bis 3,95), die Niederlande (2,71 %, CI 1,61 bis 4,52), Polen (0,89 %, CI 0,34 bis 2,35), Russland (Kaliningrad Oblast) (4,76 %, CI 0,67 bis 27,14), die Ukraine (0,87 %, CI 0,12 bis 5,91) und das Vereinigte Königreich (0,45 %, CI 0,28 bis 0,72). In der Schweiz wurden keine Beobachtungen gemeldet. Die Beobachtungen von Toad-Myiasis wurden in 12 Ländern gemeldet, darunter Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Polen, Russland (Kaliningrad Oblast), die Ukraine, Großbritannien und der Schweiz.

Grenzen und Folgerungen der Autoren

Die Anzahl der hochgeladenen Beobachtungen von Myiasen an Europäischen Kröten und deren Vorkommen deutet auf einen stabilen Anstieg hin, der wahrscheinlich auf die zunehmende Beliebtheit von Community-Science-Websites zurückzuführen ist. Die Autoren betonen, dass Community-Science eine nützliche Methode ist, um bestimmte Wildkrankheiten zu erkennen und zu überwachen und mögliche Veränderungen in der Krankheitsdynamik im Laufe der Zeit und im Raum zu erkennen. Die Autoren erwähnen, dass in bestimmten Gebieten von Zentral- und Süd-Europa keine Infektionen aufgetreten sind, obwohl dort aufgrund von Community-Science-Daten viele Beobachtungen von Bufo bufo vorliegen. Die Autoren weisen darauf hin, dass in Ländern wie z. B. Albanien, Österreich, Bulgarien, Tschechische Republik, Estland, Finnland, Ungarn, Norwegen, Rumänien, Slowakei und Schweden im Rahmen der Community-Science-Datenbank keine Berichte über Krötenmyiasen vorliegen, obwohl parasitäre Lucilia-Arten dort historisch vorkamen. Die Anzahl der hochgeladenen Beobachtungen sowohl von Parasiteninfektionen als auch von Wirtsvorkommen zeigt einen stabilen Anstieg, vermutlich aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Community-Science-Websites.

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Geltung und Prüfstand

Gilt für
Wildkrankheiten & Hygiene, Population & Genetik; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Prüfvermerk
Bibliografie verifiziert; Zusammenfassung redaktionell erstellt
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