Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: WSK
Lebensräume: Feuchtgebiet, Gewässer, Flussufer
Übliche Jagdarten: Ansitzjagd, Fallenjagd, Pirschjagd
Brunft oder Paarung: ganzjährig möglich
Jagdliche Klasse: Nutria · Haarwild und Neozoen
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Körpermasse, Habitus, Zahnabrieb und Ausprägung artspezifischer Trophäen- oder Gefiedermerkmale.
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Zahndurchbruch und Abkauung der Mahl- und Schneidezähne bei Säugetieren.
Altersklassen & Klassifizierung
Jugendklasse (Jungtiere im ersten Lebensjahr), Mittelklasse (subadulte Stücke), Reife Ernteklasse (voll entwickelte adulte Stücke).
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Haarwild und Neozoen.
Wichtige Vergleichsart innerhalb der Kategorie Haarwild und Neozoen mit spezifischen ökologischen Ansprüchen.
Verbreitung
Länder, in denen diese Art im Portal als vorkommend geführt wird. Die Karte zeigt die zugehörigen Regionsprofile, keine Reviergrenzen und keine Punktnachweise.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.

Gestalt und Ansprache
Gewicht: 6 bis 10 kg (Rüden größer als Fähen). Körperlänge: 40 bis 65 cm. Runder, spärlich behaarter Schwanz (30 bis 45 cm bis wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum abgeflachten Biberschwanz). Auffällige orangerote Nagezähne und weiße Schnauzenpartie.

Biologie und Lebensweise
Strikte Pflanzenfresser an Schilf, Wasserpflanzen und Feldfrüchten. Die Fortpflanzung kann ganzjährig laufen, mit zwei bis drei Würfen. Strenge Winter dezimieren Bestände, milde Winter begünstigen sie.

Jagdliche Einordnung
Bejagung dient vor allem dem Hochwasser- und Deichschutz. Kopfschuss mit kleinem Büchsenkaliber verringert die Flucht ins Wasser; Fallen ergänzen den Ansitz. Die Unterscheidung vom Biber muss vor jedem Schuss stehen. Verwertung und Untersuchung folgen dem Landesrecht.

Schutz und rechtlicher Rahmen
EU-Verordnung 1143/2014 verpflichtet zu Management. Jagdzeiten sind meist weit gefasst, der Elterntierschutz bleibt zu beachten. Verbindlich ist allein die Verordnung des Rechtsraums.

Sichere Erkennung
Körperlänge 40 bis 65 Zentimeter, dazu ein runder, fast nackter Schwanz. Die orangeroten Nagezähne und die weiße Schnauzenpartie sind aus der Nähe eindeutig. Der Biber ist wesentlich größer und trägt eine flache Kelle.

Lebensraum und Ansprüche
Langsam fließende und stehende Gewässer mit grabfähigen Ufern. Grabbauten unterspülen Deiche, Wege und Uferböschungen. Offene Hochlagen und trockene Wälder ohne Wasser fehlen als Lebensraum.
Wo diese Art vorkommt
DACH 13
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
Europa 0
Ziele im übrigen Europa
Keine Region zugeordnet.
Weltweit 0
Ziele außerhalb Europas
Keine Region zugeordnet.
Häufige Fragen zu Nutria (Sumpfbiber)
Wie unterscheidet man die Nutria vom geschützten Biber?
Die Nutria hat einen runden, rattenähnlichen Schwanz, weiße Tasthaare an der Schnauze und schwimmt mit deutlich aus dem Wasser ragendem Rücken. Der Biber besitzt eine flache 'Kelle' und ist mit 20 bis 30 kg wesentlich größer.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026
Myocastor coypus - Art- und Taxonomiedaten
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 17.8.2026
Leitfaden zum Nutria-Management im Hochwasserschutz