Wildbiologische Studie

Quota hunting of Eurasian lynx in Norway: patterns of hunter selection, hunter efficiency and monitoring accuracy

Fachgebiete: Luchs, Jagdmanagement & Bejagung

Autorinnen & Autoren
Erlend B. Nilsen, Henrik Brøseth, John Odden, John D. C. Linnell
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 58, 325-333 (2011)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY-NC 4.0
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Die Studie in Kürze

16 Jahre Luchsjagd in Norwegen: Kuder tragen das höhere Risiko, die Quotenerfüllung ist hoch — sinkt aber, je größer die Quote wird.

Fragestellung
Wie wirkt die Quotenjagd auf den Eurasischen Luchs in Norwegen — wie selektiv ist sie, wie effizient, und wie gut ist die Bestandsüberwachung?
Methodik & Datenbasis
Analyse der norwegischen Luchsstrecken aus den Jahren 1994 bis 2009. Ergänzend wurde der Bestand für 1994 bis 2004 über eine abgewandelte Kohortenanalyse rekonstruiert und mit den amtlichen Monitoringdaten verglichen.
Befunde
Es zeigten sich deutliche Anzeichen einer geschlechtsverzerrten Strecke: Kuder waren allgemein stärker gefährdet. Die jagdliche Mortalität stieg bei den Kudern mit dem Alter, bei den Katzen nicht. Die Quotenerfüllung war insgesamt hoch, nahm aber mit steigender Quote tendenziell ab. Die Bestandsrekonstruktion folgte der Entwicklung der amtlichen Monitoringdaten eng, was darauf hindeutet, dass die Verantwortlichen zumindest auf größerer räumlicher Ebene über relativ gute Informationen verfügen. Dennoch schwankte der Bestandsverlauf zeitlich stark; als wahrscheinliche Ursache nennen die Autoren Verzögerungen im Entscheidungsprozess des Managements.
Einordnung für die Praxis
Für die Quotensteuerung bei Großraubwild allgemein verwertbar: Höhere Quoten bedeuten nicht proportional höhere Entnahme — die Erfüllung sinkt, weil die Jagd schwieriger wird. Und die beobachteten Bestandsschwankungen entstanden nicht aus Datenmangel, sondern daraus, dass Entscheidungen der Entwicklung nachlaufen. Wer Quoten setzt, muss die Reaktionszeit des eigenen Verfahrens mitbedenken.
Grenzen der Studie
Auswertung von Streckendaten und amtlichem Monitoring über 16 Jahre; die Bestandsrekonstruktion ist ein Modell und teilt Annahmen mit dem Monitoring, gegen das sie verglichen wird.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

Zitation

Erlend B. Nilsen, Henrik Brøseth, John Odden, John D. C. Linnell (2011) Quota hunting of Eurasian lynx in Norway: patterns of hunter selection, hunter efficiency and monitoring accuracy. European Journal of Wildlife Research 58:325-333. https://doi.org/10.1007/s10344-011-0585-z

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