Wildbret deckt in Schweden rund 9 % des Fleischverbrauchs — in einzelnen Provinzen bis zu 8 % des Mindestenergiebedarfs in einer Krise.
- Fragestellung
- Welchen Wert hat Wildbret für die Ernährungssicherheit — landesweit und je Region?
- Methodik & Datenbasis
- Kombination von Näherungsverfahren zur Schätzung der Wildbestände mit Schattenpreis-Techniken zur Bewertung von Ernährungssicherheit. Berechnet wurde der Wert für Elch, Rehwild, Schwarzwild und Damwild, für Schweden insgesamt und für die einzelnen Provinzen.
- Befunde
- Das Fleisch dieser vier Wildarten entspricht rund 9 % des schwedischen Fleischverbrauchs und 1,2 % des Mindestenergiebedarfs in Krisenzeiten für das ganze Land; in einzelnen Provinzen sind es bis zu 8 %. Der berechnete Schattenpreis des Mindestenergiebedarfs lag je nach Schwere des Krisenszenarios zwischen 0,1 und 4,2 Euro pro Megakalorie. Der Gesamtwert der tatsächlichen Bestände für die Ernährungssicherheit erreichte höchstens 0,50 Milliarden Euro und war sehr ungleich verteilt — mit hohen Werten in Provinzen mit viel Elch- und Schwarzwildbesatz.
- Einordnung für die Praxis
- Ein belastbares Argument für den Stellenwert der Jagd jenseits von Hege und Schadensabwehr: Wildbret ist ein regional bezifferbarer Beitrag zur Ernährungsversorgung. In wildreichen Regionen liegt dieser Beitrag bei einem Mehrfachen des Landesdurchschnitts.
- Grenzen der Studie
- Modellrechnung mit Schattenpreisen und Näherungswerten für die Bestandsgrößen. Die Spanne von 0,1 bis 4,2 Euro pro Megakalorie zeigt, wie stark das Ergebnis vom angenommenen Krisenszenario abhängt. Gilt für Schweden.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.