Mapping wild boar density across Europe: combining spatial models and density estimates
Europas Schwarzwildbestand vor Ankunft der Afrikanischen Schweinepest: 13,5 bis 19,6 Millionen Stück jeweils vor der Jagdsaison.
Graham C. Smith et al.
Ältere Keiler bilden im Brustbereich eine extrem zähe Bindegewebsschicht (den 'Schild'), die bei Rivalenkämpfen Schutz bietet. Schwarzwild hat einen extrem ausgeprägten Geruchssinn und ein hervorragendes Gehör.
Der Schalenabdruck ist breit mit weit ausladenden Afterklauen (Gehöft), die schon bei Schrittgeschwindigkeit tief eingedrückt werden. Die Wühlstellen im Revier werden als 'Gebrech' bezeichnet.
Die Eckzähne des Keilers werden als 'Waffen' bezeichnet: Im Unterkiefer sitzen die Gewehre (Hacker), im Oberkiefer die Haderer. Bewertung nach CIC erfolgt nach Länge, Breite und Schleifflächen.
Schwarzwild wird primär beim Nachtansitz an Kirrungen (unter Verwendung von Wärmebildbeobachtungsgeräten) sowie bei herbstlichen Drückjagden bejagt.
Wildschweinfleisch (Wildbret) ist saftig, schmackhaft und dunkler als Hausschweinefleisch. Wichtig: Jedes erlegte Wildschwein muss gesetzlich zwingend auf Trichinen (Trichinenschau) und Radiocäsium (in bestimmten Regionen) untersucht werden.
Trichinen sind Mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die beim Verzehr von rohem/halbgarerem Wildschweinfleisch auf den Menschen übertragen werden können. Daher muss von jedem erlegten Stück eine Fleischprobe vom Veterinär untersucht werden.
Als Waffen bezeichnet man die Eckzähne des Keilers: Das sind die nach oben stehenden Hacker im Unterkiefer und die kürzeren Haderer im Oberkiefer, die sich gegenseitig scharf schleifen.
Die Leitbache führt die Rotte, bestimmt die Frischezeiten und hält die Sozialstruktur aufrecht. Wird die Leitbache fehlerhaft erlegt, gerät die Fortpflanzungsstruktur außer Kontrolle.
Peer-reviewte Arbeiten aus dem European Journal of Wildlife Research, jeweils mit deutscher Zusammenfassung und DOI-Zugang zum Volltext.
Europas Schwarzwildbestand vor Ankunft der Afrikanischen Schweinepest: 13,5 bis 19,6 Millionen Stück jeweils vor der Jagdsaison.
Graham C. Smith et al.
Freizeitjagd allein bremst das Schwarzwild nicht: Wachsende Waldfläche, günstige Feldfrüchte und fehlende Nahrungskonkurrenz treiben den Bestand schneller, als die Jagd ausgleichen kann.
Christian Gortázar et al.
Das Random-Encounter-Modell liefert auch in Revieren unter 10 km² brauchbare Wilddichten — aber nur mit revierspezifisch erhobenen Parametern.
Stephanie Wohlfahrt et al.
99 GPS-besenderte Wildschweine in Südschweden: Je höher die Dichte, desto stärker gehen sie ins Feld — und desto kleiner werden die Streifgebiete.
Evelina Augustsson et al.
Wildbret deckt in Schweden rund 9 % des Fleischverbrauchs — in einzelnen Provinzen bis zu 8 % des Mindestenergiebedarfs in einer Krise.
Ing-Marie Gren et al.
Befragung von 1.052 Studierenden: In Deutschland löst das Wildschwein Freude und Interesse aus, in der Türkei Ekel und Ärger.
Sevilay Dervişoğlu & Susanne Menzel