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Wildbiologische Studie

Distinctive antler morphology in European roe deer: implications for evolution, conservation and game management

Fachgebiete: Rehwild, Monitoring & Methodik, Jagdmanagement & Bejagung

Autorinnen & Autoren
Jorge Cassinello, Jesús Caro, Miguel Delibes-Mateos
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 72, 41 (2026)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Der Volltext liegt beim Verlag. JAGDNAVIGATOR hostet keine PDF-Kopien.

Die Studie in Kürze

751 vermessene Rehgehörne aus ganz Europa zeigen: Das Rehwild Andalusiens trägt ein deutlich anderes Gehörn als die übrigen europäischen Populationen.

Fragestellung
Unterscheiden sich Rehgehörne zwischen europäischen Populationen so systematisch, dass daraus auf eigenständige Bestände geschlossen werden kann?
Methodik & Datenbasis
Erste umfassende morphometrische Analyse von Rehgehörnen über einen großen Teil des europäischen Verbreitungsgebiets: Süd-, Zentral- und Nordspanien, Toskana und mehrere osteuropäische Regionen. Vermessen wurden 751 Gehörne, für Kontinentalspanien nahezu über das gesamte Vorkommen.
Befunde
Die andalusische Population unterschied sich signifikant von allen übrigen: kleinere, dickere Gehörne mit kürzeren Enden. Die Autoren führen das auf die lange geografische Isolation in den südlichsten Gebirgen der Iberischen Halbinsel zurück. Der Befund deckt sich mit früher beschriebenen genetischen und Schädelunterschieden und stützt die Einordnung des andalusischen Rehs als eigenständige Evolutionarily Significant Unit.
Einordnung für die Praxis
Kernaussage für die Hege: Unkontrollierte Umsetzungen und „Blutauffrischungen“ können die genetische und morphologische Eigenart einer isolierten Rehwildpopulation zerstören. Zugleich ist Gehörnbeurteilung populationsabhängig — ein Maßstab aus Osteuropa passt nicht auf südspanisches Rehwild.
Grenzen der Studie
Die Arbeit vergleicht Gehörnmaße; Alter, Ernährungszustand und Standortqualität der vermessenen Stücke sind im Abstract nicht aufgeschlüsselt. Für Mitteleuropa liegen Stichproben nur aus einzelnen Regionen vor.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

Original-Abstract (englisch)

Wortlaut der Autorinnen und Autoren, übernommen unter CC BY 4.0.

This study presents the first comprehensive morphometric analysis of roe deer ( Capreolus capreolus ) antlers from a wide range of European populations, including southern, central and northern Spain, Tuscany (Italy), and several Eastern European regions. A total of 751 antlers were measured, covering most of the species’ distribution in continental Spain. Our results show significant morphometric differences in antlers between the Andalusian roe deer population (southern Spain) and those from central and northern Spain, Tuscany, and Eastern Europe. The Andalusian roe deer exhibited smaller and thicker antlers with shorter tines, reflecting a distinctive morphology likely linked to long-term geographic isolation in the southernmost mountains of the Iberian Peninsula. These distinctive traits coincide with previously reported genetic and cranial differentiations, reinforcing the recognition of the Andalusian roe deer as an Evolutionarily Significant Unit within the European range. The ecological and game management implications of these results are discussed, particularly the need to prevent uncontrolled translocations that might compromise the genetic and morphological identity of this southern population.

Zitation

Jorge Cassinello, Jesús Caro, Miguel Delibes-Mateos (2026) Distinctive antler morphology in European roe deer: implications for evolution, conservation and game management. European Journal of Wildlife Research 72:41. https://doi.org/10.1007/s10344-026-02069-9

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