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Wildbiologische Studie

Factors governing human fear of wolves: moderating effects of geographical location and standpoint on protected nature

Fachgebiete: Wolf, Mensch-Wild-Konflikt & Akzeptanz

Autorinnen & Autoren
Maria Johansson, Camilla Sandström, Eja Pedersen, Göran Ericsson
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 62, 749-760 (2016)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Die Studie in Kürze

Zwei Wege zur Wolfsangst: die Vorstellung einer Begegnung — und das Vertrauen in die zuständigen Behörden.

Fragestellung
Welche psychologischen Faktoren erzeugen Angst vor Wölfen, und unterscheiden sich diese zwischen Regionen mit und ohne Wolfsvorkommen?
Methodik & Datenbasis
Befragung einer proportional geschichteten Stichprobe der schwedischen Bevölkerung (landesweit n = 545) und einer Stichprobe aus Provinzen mit Wolfsvorkommen (regional n = 1.892), ausgewertet über Strukturgleichungsmodellierung.
Befunde
Die Modellierung legt zwei Wege zur selbstberichteten Angst nahe. Der erste betrifft die Bewertung des Umweltkontexts, operationalisiert als möglicher Zusammentreffen mit einem Wolf. Der zweite betrifft die Bewertung des sozialen Kontexts, gemessen als soziales Vertrauen in die verwaltenden Behörden. Das relative Gewicht der beiden Wege unterschied sich zwischen der landesweiten und der regionalen Stichprobe sowie zwischen Menschen im Verwaltungszentrum der Region und in deren Peripherie.
Einordnung für die Praxis
Erklärt, warum Wolfsangst nicht allein mit Aufklärung über tatsächliche Gefahren zu begegnen ist: Ein guter Teil davon ist Misstrauen gegenüber den Behörden, die den Wolf verwalten. Die Autoren empfehlen deshalb beides — auf individueller Ebene die möglichen Begegnungssituationen ansprechen und auf kollektiver Ebene das Vertrauen zwischen Öffentlichkeit und Behörden stärken. Und die Peripherie braucht eine andere Ansprache als die Verwaltungszentren.
Grenzen der Studie
Querschnittsbefragung in einem Land; Strukturgleichungsmodelle zeigen Zusammenhänge, keine Ursachenrichtung. Gemessen wurde selbstberichtete Angst, nicht Verhalten.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

Zitation

Maria Johansson, Camilla Sandström, Eja Pedersen, Göran Ericsson (2016) Factors governing human fear of wolves: moderating effects of geographical location and standpoint on protected nature. European Journal of Wildlife Research 62:749-760. https://doi.org/10.1007/s10344-016-1054-5

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