20 Jahre Hasenmonitoring in 20 italienischen Schutzflächen: Dichten von 2,8 bis 68,4 Hasen je km² — entscheidend waren Bewachung und Lebensraumvielfalt.
- Fragestellung
- Welche Faktoren bestimmen die Hasendichte in kleinen geschützten Vermehrungsflächen, und welche Nutzflächen bevorzugen die Hasen?
- Methodik & Datenbasis
- Untersucht wurden Landnutzung und Bewachung in 20 italienischen Schutzflächen (ZRC), die zweimal jährlich — vor und nach der Fortpflanzungszeit — zwischen 1997 und 2017 kontrolliert wurden. Die Dichte wurde per Scheinwerferzählung erfasst. Solche Flächen dienen in Italien dazu, wildgeborene Hasen für die Bestandsstützung von Jagdrevieren bereitzustellen und die Einbringung fremder Stämme zu vermeiden.
- Befunde
- Die Dichten lagen im Frühjahr zwischen 2,8 und 47,0 und im Herbst zwischen 5,0 und 68,4 Individuen je km². Als Haupteinflussfaktoren erwiesen sich die Bewachung, der prozentuale Anteil geschützter Grenzlinien, das Einrichtungsjahr der Fläche und die Lebensraumvielfalt nach dem Shannon-Index. Bei der Nahrungsaufnahme wählten die Hasen Weidelgras, Heuwiesen und Luzerne, mieden Maisstoppeln und gepflügte Flächen und wurden nie in Pappelplantagen oder nahe Siedlungen erfasst.
- Einordnung für die Praxis
- Konkrete Vorlage für Niederwildhege: Nicht die Fläche allein trägt den Besatz, sondern Vielfalt der Nutzung plus tatsächliche Bewachung. Für die Anlage von Äsungsflächen benennt die Arbeit die bevorzugten Kulturen — Weidelgras, Heuwiesen, Luzerne — und die gemiedenen: Maisstoppeln und gepflügte Flächen. Pappelplantagen und Siedlungsnähe fallen als Hasenlebensraum aus.
- Grenzen der Studie
- Scheinwerferzählungen liefern Indexwerte, deren Vergleichbarkeit von Sichtbedingungen abhängt. 20 Flächen in Italien; die Autoren betonen selbst, dass die Einbindung örtlicher Beteiligter für den Erfolg wesentlich ist — ein Faktor, der sich schlecht quantifizieren lässt.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.