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Wildbiologische Studie

From overlooking to concealed: predator avoidance in an apex carnivore

Fachgebiete: Wolf, Raumnutzung & Verhalten

Autorinnen & Autoren
H. K. Wam, K. Eldegard, O. Hjeljord
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 58, 1001-1003 (2012)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 2.0
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Der Volltext liegt beim Verlag. JAGDNAVIGATOR hostet keine PDF-Kopien.

Die Studie in Kürze

Experiment mit 48 Anpirschversuchen: Ungestörte Wölfe ruhen hoch mit gutem Überblick — nach Menschenkontakt wechseln sie in tiefere, gedeckte Lagen.

Fragestellung
Verhalten sich Wölfe gegenüber sich annähernden Menschen so, wie sich Beutetiere gegenüber Beutegreifern verhalten?
Methodik & Datenbasis
Untersucht wurden die Ruheplätze eines Spitzenprädators — des Grauwolfs — vor und nach der Annäherung durch Menschen, in 48 Versuchen.
Befunde
An 9 von 10 Tagen ruhten die ungestörten Wölfe an hoch gelegenen Stellen mit guter Übersicht. Nach der Annäherung verlegten sie ihre Ruheplätze in gedecktere, tiefer gelegene Lagen. Einzelgängerische Jährlinge nutzten sowohl vor als auch nach der Störung weniger übersichtliche Plätze als Alttiere. Die Arbeit liefert damit experimentelle Belege dafür, dass die Verhaltensreaktion von Wölfen auf sich nähernde Menschen der Prädatorenvermeidung bei Beutetieren entspricht.
Einordnung für die Praxis
Für die Praxis der Wolfsbeobachtung und der Reviereinschätzung: Ungestörte Wölfe wählen die Aussichtslage, gestörte die Deckung — wer nach Ruheplätzen sucht, muss also wissen, wie stark das Gebiet begangen wird. Und der grundsätzliche Punkt gilt für jedes Wild: Menschliche Annäherung wirkt wie Prädationsdruck und verschiebt die Ruheplatzwahl in die Deckung.
Grenzen der Studie
48 Versuche in einer Untersuchung; die Zahl beobachteter Individuen und das Untersuchungsgebiet sind im Abstract nicht genannt. Kurzmitteilung ohne Angaben zu Langzeitfolgen wiederholter Störung.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

Original-Abstract (englisch)

Wortlaut der Autorinnen und Autoren, übernommen unter CC BY 2.0.

Many prey species select bed sites that reduce the risk of being caught off guard. We investigated bed sites used by an apex predator (gray wolf, Canis lupus) before and after individuals were approached by humans (N = 48 trials). On 9 out of 10 days, the unprovoked wolves rested at sites high in the terrain with a good overview (overlooking sites). After being approached, they resettled on more concealed sites lower in the terrain. Solitary yearlings used less overlooking sites than adults both before and after disturbance. The study provides experimental evidence that wolves’ behavioural response to approaching humans is analogous to predator avoidance in prey species.

Zitation

H. K. Wam, K. Eldegard, O. Hjeljord (2012) From overlooking to concealed: predator avoidance in an apex carnivore. European Journal of Wildlife Research 58:1001-1003. https://doi.org/10.1007/s10344-012-0670-y

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