IN ENTWICKLUNG Dieses Portal befindet sich im Aufbau. Inhalte, Wildtier-Atlas & Funktionen werden fortlaufend erweitert.
Wildbiologische Studie

A multiplex set for microsatellite typing and sexing of the European bee-eater (Merops apiaster)

Fachgebiete: Monitoring & Methodik

Autorinnen & Autoren
Ghaniya Bi, Natalie dos Remedios, Deborah A. Dawson, Sjouke A. Kingma, Julia Schroeder, Hannah L. Dugdale
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 62, 501-509 (2016)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
Originalarbeit beim Verlag öffnen (DOI) →

Der Volltext liegt beim Verlag. JAGDNAVIGATOR hostet keine PDF-Kopien.

Die Studie in Kürze

Methodenarbeit: 15 nutzbare Mikrosatelliten-Marker plus zwei Geschlechtsmarker für den Bienenfresser, zusammengefasst in fünf Multiplex-Ansätzen.

Fragestellung
Welche Mikrosatelliten-Loci eignen sich für Verwandtschafts- und Populationsanalysen beim Bienenfresser?
Methodik & Datenbasis
Getestet wurden 11 für den Bienenfresser entworfene Mikrosatelliten-Loci sowie 31 aus anderen Arten isolierte Loci an Bienenfressern von der Insel Susak (Kroatien). Die brauchbaren Loci wurden anschließend an einer Teilstichprobe von 23 nicht nahe verwandten Alttieren geprüft und zu Multiplex-Ansätzen kombiniert.
Befunde
Von den 42 Loci waren 20 bei 38 Individuen polymorph, mit drei bis 13 Allelen je Locus. Alle Loci lagen autosomal, erkennbar an Heterozygoten bei beiden Geschlechtern. Einer der polymorphen Loci zeigte geringe Heterozygotie, drei wichen vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht ab und drei Locus-Paare zeigten Kopplungsungleichgewicht. Die verbleibenden acht artfremden und sieben artspezifischen Loci wurden mit zwei Geschlechtsmarkern zu fünf Multiplex-Ansätzen zusammengefasst. Die Kombination aus 15 autosomalen Loci unterschiedlichen Polymorphiegrades eignet sich sowohl für Abstammungs- als auch für räumlich-genetische Analysen.
Einordnung für die Praxis
Eine reine Methodenarbeit ohne unmittelbaren Bezug zur Revierpraxis. Ihr Wert liegt darin, dass solche Marker-Sets die Voraussetzung für alle genetischen Bestandsuntersuchungen sind — auch für die, die bei jagdbaren Arten Bestandsgrößen, Geschlechterverhältnisse und Verwandtschaft klären.
Grenzen der Studie
Eine Population auf einer Insel, 38 untersuchte Individuen. Die Übertragbarkeit auf andere Bienenfresser-Populationen und verwandte Arten wird von den Autoren als Möglichkeit, nicht als geprüft dargestellt.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

Zitation

Ghaniya Bi, Natalie dos Remedios, Deborah A. Dawson, Sjouke A. Kingma, Julia Schroeder, Hannah L. Dugdale (2016) A multiplex set for microsatellite typing and sexing of the European bee-eater (Merops apiaster). European Journal of Wildlife Research 62:501-509. https://doi.org/10.1007/s10344-016-1012-2

Verwandte Studien

Schwarzwild

Mapping wild boar density across Europe: combining spatial models and density estimates

Graham C. Smith et al. · 2026

Rehwild

Distinctive antler morphology in European roe deer: implications for evolution, conservation and game management

Jorge Cassinello & Jesús Caro & Miguel Delibes-Mateos · 2026

Monitoring & Methodik

Linking landscapes: analyzing corridors for bearded vultures in the Iberian Peninsula

Inmaculada Navarro et al. · 2026

Hase & Kaninchen

The diet of free-ranging cats in Dutch open habitats: a species-level insight

Esther Swankhuisen et al. · 2026