Die Studie in Kürze
Fotofallen an zwei englischen Schweinemastbetrieben: 40 Wildschwein-Nachweise in 27 Nächten — die meisten zehn bis zwanzig Meter von den Stallungen.
- Fragestellung
- Besuchen freilebende Wildschweine gewerbliche Schweinehaltungen, und wie häufig geschieht das?
- Methodik & Datenbasis
- Pilotstudie mit 20 bewegungsgesteuerten Fotofallen an möglichen Zugängen und auf Wechseln rund um zwei Hofstellen mit Hausschweinen bei Forest of Dean (Südwestengland), zwischen August 2019 und Februar 2021, insgesamt 6.030 Fallennächte. In England sind Wildschweine erst in den letzten 20 Jahren nach 500 Jahren Abwesenheit wieder heimisch geworden.
- Befunde
- Auf einem der beiden Betriebe wurden 40 Wildschwein-Nachweise verteilt auf 27 Nächte erfasst, im Median eine Nacht mit Wildschweinaktivität je Kalendermonat (Spanne 0 bis 7). Die meisten Nachweise lagen zehn bis zwanzig Meter von den eingestallten Hausschweinen entfernt. Auf dem anderen Betrieb wurde kein Wildschwein festgestellt.
- Einordnung für die Praxis
- Für die ASP-Vorsorge ein konkreter Wert: Kontakt zwischen Schwarzwild und Hausschweinbeständen ist nicht theoretisch, er findet monatlich statt — und in wenigen Metern Entfernung. Wer Reviere mit Schweinehaltung bejagt, sollte Wechsel entlang der Hofstellen kennen; die Besuchsraten der Studie lassen sich als Eingangsgröße für Übertragungsmodelle nutzen.
- Grenzen der Studie
- Pilotstudie an zwei Betrieben, davon einer ohne jeden Nachweis. Fotofallen belegen Anwesenheit, keinen direkten Kontakt zu Hausschweinen und keine Erregerübertragung.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.