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Wildbiologische Studie

The elephant at the fence: almsman, panhandler, friend or foe?

Fachgebiete: Wildunfälle & Infrastruktur, Wildschaden, Äsung & Fütterung, Mensch-Wild-Konflikt & Akzeptanz

Autorinnen & Autoren
Prithiviraj Fernando, Sampath K. K. Ekanayaka, Jennifer Pastorini
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 66, 97 (2020)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Die Studie in Kürze

Über 50 Elefantenbullen am Zaun eines Nationalparks in Sri Lanka, täglich über 1.000 Zuschauer — die Fütterung schadete weder Tieren noch Umwelt und brachte den Anwohnern Geld.

Fragestellung
Welche Folgen hat das seit langem bestehende Füttern wildlebender Asiatischer Elefanten am Elektrozaun des Udawalawe-Nationalparks — für die Tiere, die Umwelt, die Menschen und den Artenschutz?
Methodik & Datenbasis
Beobachtung der Elefanten und der Fütterungsaktivitäten, ergänzt um Fragebogenerhebungen bei den Beteiligten.
Befunde
An der Aktivität beteiligten sich über 50 einzelne erwachsene Elefantenbullen; dass ausschließlich Bullen auftraten, passt zu einer risikoreichen Strategie mit hohem Ertrag. Angeboten wurden überwiegend Obst und Gemüse. Täglich beobachteten und fütterten über tausend Menschen die Tiere. Die meisten kauften das Futter an Straßenständen, und die Händler machten bei Anwesenheit von Elefanten signifikant mehr Umsatz — die Fütterung brachte den Gemeinden am Parkrand erheblichen wirtschaftlichen Nutzen. Die Auswirkungen auf Elefanten und Umwelt waren weitgehend neutral, die auf Menschen und Artenschutz überwiegend positiv. Maßnahmen der Behörden gegen die Fütterung richteten sich gegen die Elefanten und verringerten die Fütterung, beendeten sie aber nicht.
Einordnung für die Praxis
Ein Gegenbeispiel zur Regel „Wildtiere nicht füttern“: Hier trägt die Interaktion den wirtschaftlichen Nutzen für die Anwohner und damit deren Bereitschaft, den Schutz mitzutragen. Die Autoren empfehlen, die Aktivität zu steuern statt zu verbieten — gelenkt, mit gesicherter Begegnung. Für Reviere mit Wildtiertourismus ist das der übertragbare Punkt: Lenkung schlägt Verbot, wenn das Verbot ohnehin nicht durchsetzbar ist.
Grenzen der Studie
Ein Standort mit einer besonderen Konstellation aus Nationalparkzaun, Straße und Bullengruppen. Langfristige Folgen für Gesundheit und Verhalten der Elefanten sind mit einer solchen Momentaufnahme nicht zu erfassen.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

Original-Abstract (englisch)

Wortlaut der Autorinnen und Autoren, übernommen unter CC BY 4.0.

Feeding of wild Asian elephants at the Udawalawe National Park perimeter electric fence by the general public is longstanding. We monitored the elephants and feeding activities, and conducted questionnaire surveys of stakeholders. Over 50 individual adult male elephants engaged in the activity. The exclusive male presence was consistent with a high-risk high-gain male strategy. The elephants were mostly offered fruits and vegetables. Over a thousand people a day watched and fed the elephants. Most people bought food for elephants from roadside stalls and vendors had significantly more sales if elephants were present. The feeding of elephants brought significant economic benefit to communities bordering the park. We found the impacts of feeding on the elephants and environment to be largely neutral. Impacts on people and conservation were mainly positive. Actions taken by authorities to stop the feeding have targeted the elephants and resulted in the decrease of feeding but not its elimination. Managing the activity instead would help increase economic benefits and ensure safe interaction between people and elephants. Such management, by directly benefitting local communities, could make them partners in the conservation process and form the basis of an effective outreach program.

Zitation

Prithiviraj Fernando, Sampath K. K. Ekanayaka, Jennifer Pastorini (2020) The elephant at the fence: almsman, panhandler, friend or foe?. European Journal of Wildlife Research 66:97. https://doi.org/10.1007/s10344-020-01435-5

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