Die Studie in Kürze
Kastenfalle mit Kamera („Mostela“) gegen freie Fotofalle: Für Mauswiesel deutlich besser und mit viel weniger Videomaterial — Hermeline wurden mit beiden kaum erfasst.
- Fragestellung
- Welches Fotofallenverfahren erfasst kleine Marderartige zuverlässiger — eine in einem Kasten eingebaute Kamera oder eine frei aufgestellte?
- Methodik & Datenbasis
- An 20 Untersuchungsstellen in England wurden im Sommer 2021 gleichzeitig zwei Verfahren eingesetzt: eine „Mostela“ — eine in einem Kasten eingeschlossene Fotofalle — und eine externe Fotofalle. Gemessen wurden die täglichen Nachweise im Zeitverlauf sowie Nachweis- und Besiedlungswahrscheinlichkeit für Mauswiesel und Hermelin.
- Befunde
- Die Mostela erfasste Mauswiesel wirksam und verringerte dabei die Menge des zu prüfenden Videomaterials erheblich. Hermeline wurden mit beiden Verfahren nur selten nachgewiesen, wobei die externe Kamera zuverlässiger erschien. Iltisse wurden regelmäßig innerhalb der Mostela erfasst — nach einer anfänglichen Meidephase in ähnlicher Rate wie mit den externen Kameras. Die Mostela-Daten zeigten außerdem die Nachtaktivität der Iltisse und die Tagaktivität der Mauswiesel.
- Einordnung für die Praxis
- Konkret für Raubwildmonitoring im Revier: Für Mauswiesel und mit ausreichender Standzeit auch für Iltisse ist die Kastenvariante die bessere Wahl — und sie spart erheblich Auswertungsaufwand. Für Hermeline eignet sich keines der beiden Verfahren gut. Wichtig ist die anfängliche Meidephase: Kurze Standzeiten unterschätzen die Iltisnutzung.
- Grenzen der Studie
- 20 Standorte in einer Sommersaison in England; für Hermeline war die Nachweiszahl zu klein für belastbare Aussagen. Die Ergebnisse gelten für die dort vorkommenden Arten und Lebensräume.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
der Volltext der Arbeit.