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Wildbiologische Studie

Road mitigation using tunnels and fences promotes site connectivity and population expansion for a protected amphibian

Fachgebiete: Wildunfälle & Infrastruktur

Autorinnen & Autoren
Laurence E Jarvis, Michael Hartup, Silviu O Petrovan
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 65, 27 (2019)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Der Volltext liegt beim Verlag. JAGDNAVIGATOR hostet keine PDF-Kopien.

Die Studie in Kürze

Amphibientunnel mit Leitzäunen in Nordengland: Trotz vieler Kehrtwenden in den Röhren nutzte die Mehrheit sie erfolgreich — der Kammmolchbestand wuchs deutlich.

Fragestellung
Funktionieren Amphibientunnel mit Leitzäunen tatsächlich — sowohl für die Querung als auch für die Bestandsentwicklung?
Methodik & Datenbasis
Vier Jahre Monitoring eines Standorts mit mehreren Tunneln in Nordengland mit speziell angepassten Zeitraffer-Kameras und einem eigens geschriebenen Bildanalyse-Skript. Ergänzend wurden Teichkartierungen vor und nach der Maßnahme ausgewertet, um die Wirkung auf den Bestandstrend zu bewerten. Beobachtet wurden vier Amphibienarten, darunter der europarechtlich geschützte Kammmolch als Hauptzielart britischer Amphibien-Querungshilfen.
Befunde
Es gab deutliche Hinweise auf Ablehnung der Anlage und auf Kehrtwenden innerhalb der Tunnel; insgesamt nutzte die Mehrheit der eintretenden Amphibien die Röhren aber erfolgreich, um zwischen den durch die Straße getrennten Teilen des Standorts zu wechseln. Die Leitzäune verhinderten Straßenverluste wirksam, und die Verbindung des Standorts wurde über das Durchlasssystem wiederhergestellt — mehrere neue Teiche jenseits der Straße wurden besiedelt. Anders als Frösche und Kröten nutzten die Molche die Tunnel stark herbstbetont, was darauf hindeutet, dass solche Systeme bei Molchen vor allem Wanderbewegungen zwischen Fortpflanzungsgewässern tragen. Der Kammmolchbestand nahm im Untersuchungszeitraum schnell zu.
Einordnung für die Praxis
Für Reviere mit Straßen und Amphibienvorkommen: Der Zaun ist der Teil, der Verluste verhindert, der Tunnel der Teil, der die Flächen verbindet — beides gehört zusammen. Wichtig für die Beurteilung: Bei Molchen liegt der Schwerpunkt im Herbst, Kontrollen nur im Frühjahr unterschätzen die Nutzung.
Grenzen der Studie
Ein Standort über vier Jahre. Die Bestandszunahme des Kammmolchs fiel mit Lebensraumersatz und -verbesserungen zusammen, sodass sich der Anteil der Querungshilfen daran nicht isolieren lässt.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

Zitation

Laurence E Jarvis, Michael Hartup, Silviu O Petrovan (2019) Road mitigation using tunnels and fences promotes site connectivity and population expansion for a protected amphibian. European Journal of Wildlife Research 65:27. https://doi.org/10.1007/s10344-019-1263-9

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