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Wildbiologische Studie

New rules or old concepts? The golden jackal (Canis aureus) and its legal status in Central Europe

Fachgebiete: Goldschakal, Jagdmanagement & Bejagung, Artenschutz & illegaler Handel

Autorinnen & Autoren
Jennifer Hatlauf, Kathrin Bayer, Arie Trouwborst, Klaus Hackländer
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 67, 25 (2021)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Die Studie in Kürze

Der Goldschakal breitet sich aus, doch die Rechtslage geht nicht mit: In Österreich unterscheiden sich schon die Bundesländer erheblich — und die Nachbarstaaten noch mehr.

Fragestellung
Welchen rechtlichen Status hat der Goldschakal tatsächlich in den mitteleuropäischen Ländern, und was folgt daraus für die zuständigen Behörden?
Methodik & Datenbasis
Untersuchung des tatsächlichen Rechtsstatus in mitteleuropäischen Ländern am Beispiel der vielfältigen Bundes- und Landesgesetze. Im Schwerpunkt wurden die Naturschutz- und Jagdgesetze der österreichischen Bundesländer ausgewertet und im Vergleich zu den Nachbarländern diskutiert. Die meisten mitteleuropäischen Länder führen den Goldschakal noch nicht in ihrer nationalen Liste vorkommender heimischer Arten — rechtliche Pflichten entstehen aber, sobald die Art ein Land besiedelt.
Befunde
Es zeigten sich erhebliche Unterschiede nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch zwischen direkt benachbarten Staaten. Das erschwert den grenzüberschreitenden Artenschutz und führt zu Komplikationen beim Management. Notwendig erscheinen den Autoren verbesserte Verfahren zur Erfassung von Nachweisen und Streckendaten, um die Art auf europäischer Ebene bewerten und örtlich bewirtschaften zu können. Empfohlen wird ein einheitlicheres Rechtssystem, das aber an das tatsächliche Vorkommen auf regionaler und grenzüberschreitender Ebene angepasst ist, verbunden mit gemeinsamer Bewertung oder ähnlichen Managementstrategien.
Einordnung für die Praxis
Für Reviere im österreichischen und südostdeutschen Raum unmittelbar praktisch: Ob der Goldschakal jagdbar, geschützt oder rechtlich gar nicht erfasst ist, hängt vom Bundesland ab — und eine Fahrtstunde weiter kann eine andere Regel gelten. Wer einen Nachweis hat, sollte ihn melden: Genau diese Nachweise und Streckendaten fehlen für die Bewertung der Art.
Grenzen der Studie
Rechtsvergleichende Analyse mit Stand der Veröffentlichung (2021) — die Rechtslage kann sich seither in einzelnen Ländern geändert haben. Aussagen zu Beständen oder Auswirkungen auf Nutztiere und Beutearten enthält die Arbeit nicht.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

Original-Abstract (englisch)

Wortlaut der Autorinnen und Autoren, übernommen unter CC BY 4.0.

Conflicts have emerged due to range expansions of the golden jackal (Canis aureus) across Europe, characterized by their international conservation status and perceived impacts on livestock and native prey species. Most countries in Central Europe do not yet include the golden jackal in their national list of occurring, native species. Nevertheless, legal obligations arise as soon as golden jackals colonize a particular country. Legal implications of this range expansion were described in past studies from an international perspective. However, they left out specifics on the legal status within any particular country. Therefore, we examine the actual legal status within Central European countries, exemplifying the diverse federal and provincial laws. In particular, we assess the current conservation and hunting laws in Austria’s provinces and discuss them in the context of neighbouring countries to analyse implications for relevant authorities. We found substantial contrasts not only among provinces but also between direct neighbouring countries, impeding efforts for transboundary species conservation and leading to complications regarding the management of this species. Improved procedures for collecting records and hunting-bag data appear necessary for future species assessment on a European level and management on a local level. We recommend a more unified legal system but adjusted to actual golden jackal presence on the regional and cross-border level, combined assessment, or similar management strategies to minimize conflicts, reduce persecution, and clarify legal obligations.

Zitation

Jennifer Hatlauf, Kathrin Bayer, Arie Trouwborst, Klaus Hackländer (2021) New rules or old concepts? The golden jackal (Canis aureus) and its legal status in Central Europe. European Journal of Wildlife Research 67:25. https://doi.org/10.1007/s10344-020-01454-2

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