283 Facebook-Beiträge mit 861 identifizierbaren Papageien in 22 Arten: Der illegale Online-Handel in Indonesien nahm während der Pandemie zu.
- Fragestellung
- In welchem Umfang und mit welchen Mustern läuft der Handel mit Papageien über soziale Medien innerhalb Indonesiens?
- Methodik & Datenbasis
- Erste detaillierte Dokumentation des Online-Handels mit allen Papageienarten auf Facebook, bezogen auf den Handel innerhalb Indonesiens. Vom 1. Januar 2020 bis 31. August 2021 wurden 283 Beiträge mit 861 identifizierbaren Papageien aus 22 Arten in 38 Facebook-Gruppen visuell und textlich analysiert.
- Befunde
- Für bestimmte Arten zeigten sich klare Trends, die die Autoren als Hinweis auf gezielte Nachfrage werten. Offene Hinweise auf Illegalität waren in den Bildern häufig, während die Texte verschlüsselt formuliert waren, um Entdeckung zu vermeiden. Der illegale Online-Handel nahm während der Pandemie zu — trotz des strengeren Vorgehens von Facebook gegen den Handel mit lebenden Tieren.
- Einordnung für die Praxis
- Der Fall zeigt, wie Artenschutzrecht an der Plattformwirklichkeit vorbeigeht: Verbote in Gesetz und Nutzungsbedingungen greifen wenig, solange Angebote nur sprachlich getarnt werden. Für die CITES-Praxis bei Ein- und Ausfuhr heißt das, dass Herkunftsnachweise bei Papageien besonders kritisch zu prüfen sind.
- Grenzen der Studie
- Untersucht wurde eine Plattform in einem Land über 20 Monate; die Zahlen sind Mindestwerte des Sichtbaren, nicht der Gesamtumfang des Handels. Ob aus den Angeboten tatsächlich Verkäufe wurden, lässt sich nicht ableiten.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.