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Wildbiologische Studie

Free-living snakes as a source and possible vector of Salmonella spp. and parasites

Fachgebiete: Wildkrankheiten & Hygiene

Autorinnen & Autoren
Magdalena Zając, Dariusz Wasyl, Mirosław Różycki, Ewa Bilska-Zając, Zbigniew Fafiński, Wojciech Iwaniak, Monika Krajewska, Andrzej Hoszowski, Olga Konieczna, Patrycja Fafińska, Krzysztof Szulowski
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 62, 161-166 (2016)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Die Studie in Kürze

16 totgefundene Schlangen aus einem polnischen Landschaftspark: 87,5 % trugen Salmonellen, 81,3 % Alaria-alata-Mesozerkarien — den Erreger des „Dunkerschen Muskelegels“.

Fragestellung
Welche zoonotisch bedeutsamen Erreger tragen freilebende Schlangen, und können sie als Quelle und Überträger dienen?
Methodik & Datenbasis
Momentaufnahme der Erregerlast bei 16 totgefundenen freilebenden Schlangen aus einem Landschaftspark in Zentralpolen — 15 Ringelnattern und eine Schlingnatter. Die Bauchorgane wurden bakteriologisch untersucht, die übrigen Kadaverteile auf Parasiten.
Befunde
14 Tiere (87,5 %) waren positiv für Salmonella spp.; in 13 von 16 Proben (81,3 %) fanden sich Trematoden. Insgesamt wurden 33 Isolate mit 11 Salmonella-Serovaren oder antigenen Formen nachgewiesen, am häufigsten Salmonella enterica subsp. diarizonae (IIIb) 38:r:z. Die Trematoden wurden als Mesozerkarien von Alaria alata bestimmt (Distomum musculorum suis, DMS). In vier Proben kamen zusätzlich nicht bestimmte Nematoden vor. Yersinia spp. und Mycobacterium spp. wurden nicht gefunden. Die Autoren sehen darin eine erhebliche Erregerlast und ein mögliches zoonotisches und epidemiologisches Gewicht — besonders für Allesfresser und Aasfresser, die Schlangenkadaver aufnehmen.
Einordnung für die Praxis
Für die Wildbrethygiene eine Verbindungslinie, die selten gezogen wird: Alaria alata ist der Erreger, der bei der Fleischuntersuchung von Schwarzwild als DMS gefunden wird — und Schlangen sind offenbar ein Reservoir im Kreislauf. Wo Schwarzwild in feuchten Lebensräumen mit Amphibien und Reptilien wühlt, ist ein DMS-Befund erklärlich. Aufmerksamkeit bei der Fleischuntersuchung und Hygiene beim Aufbrechen sind die praktischen Folgen.
Grenzen der Studie
16 Tiere aus einem einzigen Landschaftspark, ausschließlich Totfunde — deren Erregerlast kann höher liegen als bei gesunden Tieren. Die Autoren bezeichnen ihre Arbeit selbst als Momentaufnahme, die systematische Studien nötig macht.

Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit — kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

Zitation

Magdalena Zając, Dariusz Wasyl, Mirosław Różycki, Ewa Bilska-Zając, Zbigniew Fafiński, Wojciech Iwaniak, Monika Krajewska, Andrzej Hoszowski, Olga Konieczna, Patrycja Fafińska, Krzysztof Szulowski (2016) Free-living snakes as a source and possible vector of Salmonella spp. and parasites. European Journal of Wildlife Research 62:161-166. https://doi.org/10.1007/s10344-016-0988-y

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