Methodenvergleich in der Sahara: Fotofallen lieferten belastbare Daten zur Sandkatze, die Suche nach Kotproben scheiterte vollständig.
- Fragestellung
- Welche nichtinvasiven Verfahren taugen zur Erfassung der Sandkatze — Fotofallen, Kotsuche für genetische Analysen oder Trittsiegel?
- Methodik & Datenbasis
- Freilanderhebungen in der atlantischen Sahara, in denen indirekte Nachweise und Fotofallen zur Untersuchung der Sandkatze verglichen wurden. Die Grundökologie der Art ist schlecht bekannt, Status und Gefährdungen sind schwer einzuschätzen; örtliche Bestandsrückgänge sind belegt.
- Befunde
- Fotofallen lieferten verlässliche Daten zu mehreren Kernaspekten der Ökologie. Die Kotsuche zu Fuß für molekulare Analysen scheiterte vollständig. Bei Trittsiegeln erwiesen sich Bestimmungsprobleme, das Fehlen geeigneter Substrate und die vorherrschende Windwirkung als erhebliche Hindernisse. Darüber hinaus legt die Arbeit erstmals Angaben zu Habitatwahl, Dichte, Tagesaktivität und Räuber-Beute-Beziehungen der Sandkatze in der Sahara vor.
- Einordnung für die Praxis
- Ein nüchterner Methodenvergleich, der über die Art hinaus gilt: Welches Nachweisverfahren funktioniert, entscheidet der Untergrund. Wo Substrat und Witterung Spuren zerstören und Kot schnell verwittert, bleibt die Fotofalle das einzige belastbare Werkzeug — in Sand, Fels und Trockenheit ebenso wie bei uns in Trockenperioden oder auf Hartboden.
- Grenzen der Studie
- Ein Gebiet, eine Art; die Aussagen zu Dichte und Habitatwahl beruhen auf den ersten Erhebungen dieser Art und sind entsprechend vorläufig.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.