Die Studie in Kürze
Tragbare Licht-Ultraschall-Vergrämer senkten die Rotwildnutzung um knapp 49 % und die Übertritte um 68 % — bis sich das Wild daran gewöhnte.
- Fragestellung
- Wie wirksam sind tragbare Vergrämungsgeräte mit wechselnden Licht- und Ultraschallmustern gegenüber Rotwild?
- Methodik & Datenbasis
- Fotofallen-Untersuchung im Vorher-Nachher-Design mit zwei Phasen: einer Testphase mit aktiven Vergrämern und einer Kontrollphase ohne Geräte. Erfasst wurde das Verhalten von Rotwild an der Vergrämerlinie.
- Befunde
- Bei aktivierten Geräten sank die Nutzungshäufigkeit durch Rotwild um 48,96 % — auf einem schmalen, 10 m breiten Streifen an der Vergrämerlinie um bis zu 66,64 %. Die Häufigkeit der Übertritte über die Linie ging um 67,71 % zurück. Es zeigte sich jedoch ein Gewöhnungseffekt: Die Nutzung der behandelten Fläche nahm mit der Zeit nach Behandlungsbeginn wieder zu. Die Geräte wirken damit vor allem auf kurzen Zeitskalen.
- Einordnung für die Praxis
- Praktisch verwertbar für begrenzte Zeiträume an Brennpunkten: Ein Feld vor der Ernte, eine Unfallschwerpunktstrecke, eine gefährdete Kultur. Für den Dauereinsatz taugen die Geräte nicht — die Gewöhnung setzt messbar ein. Die Autoren empfehlen den Einsatz an Brennpunkten für kurze Zeiträume oder in Kombination mit anderen Verfahren.
- Grenzen der Studie
- Ein Versuchsaufbau mit Fotofallen, eine Wildart. Wie schnell die Gewöhnung genau eintritt und ob sie sich durch Wechsel der Muster verzögern lässt, klärt die Arbeit nicht.
Redaktionelle Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR auf Basis der genannten Arbeit —
kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.